Anbieterwechsel zwecks grösserer Bandbreite

Alle Themen rund um die DSL - Produkte

Moderatoren: Yusuf, Florian S., Sven

mc.rock
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 19
Registriert: 05.01.2010, 08:51
Wohnort: Reichertshofen
Kontaktdaten:

Anbieterwechsel zwecks grösserer Bandbreite

Beitragvon mc.rock » 12.01.2011, 11:08

Hallo und schönen guten Morgen,

aufgrund grösserer Bandbreite, die mir mnet angeblich nicht bieten kann, könnte ich nun zum lila T wechseln. Aufgrund meiner Leitungslänge habe ich bei mnet DSL Light bekommen. Nun ist bei uns in der Gegend der Ausbau von DSL weiter vorangeschritten und nun bekomme ich angeblich DSL 6000 zur Verfügung gestellt. Da ich aber mit mnet von Grund auf zufrieden bin und ich nie wieder zu T gehen wollte, sonst auch keinen Grund hätte zu wechseln, wollte ich mal fragen welche alternativen es sonst noch geben würde. DSL 400 ist schon sehr mager.

Gruss Robert

optimus2010

Beitragvon optimus2010 » 12.01.2011, 11:43

hallo,
also wenn DSL bei dir ausgebaut worden ist, dann versteht mann meistens darunter dass die T-Com sogennante Outdoor DSLAMS aufgestellt hat, um damit die TAL zu verkürzen....
darauf haben aber
nur die T-COM und reseller (1&1) zugriff, Alice könnte auch noch laufen da sie mit der T-COM kooperieren......, es kann natürlich sein, dass irgendwann mal bei dir Glasfaser verlegt wird, aber naja das kann dauern...........
hast du Kabel? dann könntest du zu Kabel Deutschland wechseln....

mc.rock
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 19
Registriert: 05.01.2010, 08:51
Wohnort: Reichertshofen
Kontaktdaten:

Beitragvon mc.rock » 12.01.2011, 13:06

Hi,
besten Dank für die Info, genau so ähnlich hat mir das der Kundenservice auch mitgeteillt. Der springende Punkt in Deiner Antwort war wohl das mit den Outdoor DSLAMS. Nun versteh ich das ganze auch etwas besser. Dann bleibt mir doch wohl oder übel nur noch der Wechsel zum anderen Anbieter übrig, schade eigentlich.
Gruss Robert

ger1294
Senior - Member
Senior - Member
Beiträge: 1065
Registriert: 20.08.2006, 13:13
Wohnort: 87406 Kempten (Allgäu)
Kontaktdaten:

Beitragvon ger1294 » 17.01.2011, 12:28

Hallo,

ist aber immer noch besser, als wenn M-Net auch das Reselling von T-Com Leitungen anfangen würde und im Falle einer häufiger auftretenden Störung beim T-Com Einwahlserver sind dann auch die M-net Anschlüsse tot.....
M-net hat gut daran getan, stets mit eigener Technik zu arbeiten.

Leider sind manche Bürgermeister, welche die Outdoor-DSLAM's oft mitfinanzeirt haben, in der Zeit der Deutschen Bundespost geistig stehen geblieben und haben sich oft nicht einmal über alternative Anbieter für den Ausbau informiert.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

mc.rock
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 19
Registriert: 05.01.2010, 08:51
Wohnort: Reichertshofen
Kontaktdaten:

Beitragvon mc.rock » 17.01.2011, 17:46

Hi,

das ist es ja gerade. Mnet bedient sich bei mir an der Telekom Leitung. Der Ausbau der Breitbandversorgung wird aber nicht an mnet weitergegeben. Warum auch, die Breitbandversorgung hat letztendes ja die Gemeinde mit der Telekom ausgemacht. Würd ich die gleiche Bandbreite von mnet bekommen würd ich nie und nimmer wechseln. Wie gesagt mnet bekommt hier nur 400 DSL (kein Schreibfehler) weitergegeben.

Wenn ich die Leitung bekomme werde ich wohl wechseln. Vielleicht komme ich dann in zweei Jahren wieder zurück ;-)

Danke Euch allen für eure Meinungen, wäre mal interessant zu sehen wie der Mnet Support die Sache ansieht. Bin sicher kein Einzelfall das Kunden wegen grösserer Bandbreite hier weglaufen.

Sven
Admin
Admin
Beiträge: 6269
Registriert: 24.07.2006, 11:22

Beitragvon Sven » 18.01.2011, 09:47

Dem M-net Support (und nicht nur dem sondern auch anderen Abteilungen die hier mitlesen) ist schon klar das wir durch solche Outdoor DSLAM's Kunden verlieren, nur können wir dagegen eben leider nicht wirklich was unternehmen.
Sven Bialaß
M-net Support

mc.rock
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 19
Registriert: 05.01.2010, 08:51
Wohnort: Reichertshofen
Kontaktdaten:

Beitragvon mc.rock » 19.01.2011, 15:17

Danke, es ist ja nicht so das ich hier eine Lösung erwarte, möchte es nur besser verstehen können. Ihr schreibt ja immer das sich dadurch meine TAL verbessern würde. Da bei uns im Ort aber nix geändert wurde und meine TAL sich auch nicht geändert hat, dies wurde mir auch von mnet so bestätigt, würde ich trotzdem gerne wissen wie das technisch möglich ist das ich dann doch ne bessere Verbindung bekomme wie bisher.

ger1294
Senior - Member
Senior - Member
Beiträge: 1065
Registriert: 20.08.2006, 13:13
Wohnort: 87406 Kempten (Allgäu)
Kontaktdaten:

Beitragvon ger1294 » 19.01.2011, 17:56

Hallo,

zum besseren Verständnis:

In jedem Ortsnetz gibt es einen, oder mehrere Vermittlungsstellen (HVT). Diese wurden 1962 mit der Neuordnung der Ortsnetze in Deutschland eingerichtet und sind seither bis auf geringe Veränderungen, unverändert. Damals gab es noch kein DSL, sondern nur analoges Telefon, und dabei spielt die Länge der Leitung bis zum Haus keine so große Rolle. Gerade kleinere Ortschaften haben oft keinen eigenen HVT, sondern sind an dem der nächstgrößeren Gemeinde, die oft auch mehrere km weg ist, mit angeschlossen. Im HVT wird auch das DSL-Signal in die Leitung eingespeist.

Die Geschwindigkeit des DSL-Anschlusses nimmt mit zunehmender Leitungslänge ab, wenn du nur 400 kbit/s bekommst, ist dies ein Indiz, dass der nächste HVT sehr weit weg ist (ca. 4-5 km) und dies ist nun zunächst ein nicht änderbarer physikalischer Zustand.

Die Telekom baut nun häufig, oft mit finanzieller Unterstützung der Kommunen, sog. Outdoor-DSLAM's auf. Das bedeutet nichts anderes, dass in den Outdoor-DSLAM's das DSL-Signal für die daran angeschlossenen Anschlüsse nicht mehr im HVT, sondern eben "Outdoor", also außerhalb des HVT's in Nähe des Kunden eingespeist wird, wodurch sich die Leitungslänge von der Einspeisung bis zum Kunden verkürzt und eine erheblich höhere Geschwindigkeit möglich wird. Der Outdoor-DSLAM muss wiederum mittels Glasfaser oder Richtfunk angebunden werden. Die Telekom hat oft Leerrohre oder Kabeltrassen zur Verfügung, so dass diese Erschließung für die Telekom kostengünstiger ist, als für Wettbewerber wie M-Net, insbesondere da eben oft die Gemeinde noch bezuschusst.
Vom Outdoor-DSLAM profitiert aber nur die Telekom und ihre Wiederverkäufer (wie 1&1), nicht aber andere Provider. Diese müssten die selbe, dann aber nicht bezuschusste, Investition auf sich nehmen und ebenfalls einen Outdoor-DSLAM aufstellen. Dies ist aber unwirtschaftlich, da die Telekom ja schon alle Bandbreitenhungrigen Kunden abgeschöpft hat.

Zum Verständnis: M-Net nutzt lediglich den Kupferdraht in der Erde von der Telekom bzw. ehem. Bundespost. Das Signal und die dahinter liegende im HVT stehende Technik kommen von M-Net. IM Outdoor-DSLAM ist aber nur Technik der Telekom untergebracht, so dass du davon keinen Nutzen hast. Das Signal von M-Net wird dagegen weiterhin im entfernten HVT eingespeist, so dass sich hier keine Verbesserung der Geschwindigkeit ergibt. Somit liegt deine einzige Möglichkeit, die höhere Bandbreite zu bekommen, in einem so gelagerten Fall im Rückwechsel zur Telekom oder einem ihrer Wiederverkäufer (Reseller) wie 1&1.

Ich hoffe, dass ich den Sachverhalt möglichst allgemein verständlich darlegen konnte.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

mc.rock
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 19
Registriert: 05.01.2010, 08:51
Wohnort: Reichertshofen
Kontaktdaten:

Beitragvon mc.rock » 20.01.2011, 08:27

PERFEKT ger1294,

jetzt habs auch ich verstanden vielen Dank für die durchaus verständliche Erklärung (Besser gehts wirklich nicht). Das würde ja auch erklären warum mnet an meiner TAL keine Änderung feststellen kann, da die Messung (oder wie auch immer) nicht über den Outdoor-DSLAM sondern über den HVT geht. Das hatte mich wohl verwirrt.

Übrigens meine TAL scheint 8,5 km lang zu sein.

ipolaris
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 37
Registriert: 21.12.2010, 19:01
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon ipolaris » 21.01.2011, 14:09

mc.rock hat geschrieben:PERFEKT ger1294,

Übrigens meine TAL scheint 8,5 km lang zu sein.


Das kann ich mir kaum vorstellen, das reicht nicht mal für DSL-Light. DSL geht bis maximal 5km.
ipolaris

ipolaris
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 37
Registriert: 21.12.2010, 19:01
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon ipolaris » 21.01.2011, 14:12

ger1294 hat geschrieben:Vom Outdoor-DSLAM profitiert aber nur die Telekom und ihre Wiederverkäufer (wie 1&1), nicht aber andere Provider. Diese müssten die selbe, dann aber nicht bezuschusste, Investition auf sich nehmen und ebenfalls einen Outdoor-DSLAM aufstellen.


Gab es da nicht mal Bestrebungen, die Telekom dazu zu zwingen, die Outdoor-DSLAM's auch den Mitbewerbern zur Verfügung stellen zu müssen? Was ist daraus geworden?
ipolaris

Hias
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 47
Registriert: 04.05.2007, 16:26

Beitragvon Hias » 21.01.2011, 14:56

ipolaris hat geschrieben:Gab es da nicht mal Bestrebungen, die Telekom dazu zu zwingen, die Outdoor-DSLAM's auch den Mitbewerbern zur Verfügung stellen zu müssen? Was ist daraus geworden?
ipolaris


Die Telekom ist durchaus offen für echte Mitbewerber und nicht nur Reseller auf ihrem VDSL-Netz. Die Iberisch-Hanseatische Mitbewerberin hat ein eigenes VDSL-Portfolio inklusive IP-TV und das zu sehr attraktiven Konditionen und Preisen.
Warum das momentan die einzigsten sind, weiß ich nicht.

ger1294
Senior - Member
Senior - Member
Beiträge: 1065
Registriert: 20.08.2006, 13:13
Wohnort: 87406 Kempten (Allgäu)
Kontaktdaten:

Beitragvon ger1294 » 21.01.2011, 16:12

Hallo,

bei 8,5 km ist durchaus noch DSL möglich, wenn der Adernquerschnitt des Kabels entsprechend gut ist (0,8 mm²).
Da Kupfer teuer ist, liegen aber sehr viele Kabel mit dünneren Adern, wo schon nach 5 km Schluss sein kann.

Nun, die Telekom stellt ihre Outdoor-DSLAM's natürlich an Mitbewerber zur Verfügung, diese können, so wie 1&1, Telekom DSL-Anschlüsse oder Bitstream darüber "resellen", also wiederverkaufen. Die Technik bleibt aber von Telekom, d.h. bei Störungen hat der Alternativanbieter keinen Zugriff darauf, sondern ist von der oft behäbigen Störungsreaktionszeit der Telekom abhängig.
M-Net macht grundsätzlich kein Reselling, um zuverlässige Anschlüsse anbieten zu können und im Fall von Störungen schnell reagieren zu können.

Telefonica macht Reselling von T-Home VDSL-Anschlüssen, nach demselben Verfahren, wie der vorherige Absatz für ADSL. Zusätzlich hat Telefonica in einigen HVT's VDSL-Ports nachgerüstet, die sie dann tatsächlich selbst betreibt, aber wieder unter Nutzung der TAL, d.h. natürlich damit auch nur mit Verfügbarkeit in einem engen Umkreis des HVT.
VDSL-Ports sind aber sehr kostenintensiv (sehr hoher Stromverbrauch, etc.) und der Nutzen im Vergleich zu ADSL vergleichsweise klein, wegen dem noch geringeren Reichweitenradius. Die TAL-Miete von 10,50 € fällt weiterhin an, so dass das für einen Wettbewerber wie M-Net nicht wirklich eine tragfähige Alternative ist.

Beim Glasfaserausbau, der aufgrund des hohen Aufwandes (Tiefbau) natürlich nicht "von heute auf morgen" möglich ist, refinanziert sich die Investition dagegen auch durch die wegfallende Miete der Telekom, da die Hausleitung dann ja direkt M-Net gehört.

Im übrigen baut M-Net sehr wohl VDSL aus, nämlich in Gebieten, wo bisher noch gar kein DSL verfügbar ist (z.B. Kempten-Leubas, Ursulasried). Dies rechnet sich dann darüber, dass man zumindest am Anfang 100% Marktanteil bei den Breitbandinteressierten haben kann.
Es ist in jedem Fall unwirtschaftlich, wenn in einem kleinen Dorf 5 Anbieter parallel ihre VDSL oder ADSL Outdoor-DSLAM's aufstellen.
Die kosten fallen 5 Mal an, während man nur 1/5 der Kunden bekommen kann... oder weniger.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass in Zukunft nicht mehr alle Provider überall parallel verfügbar sind. So wird es auch mit dem Mobilfunkstandard LTE sein und UMTS. Nur wenn man Glück hat, gibt es halt das beste Angebot auch vom gewünschten Provider. Ansonsten muss man entweder Abstriche bei der Bandbreite, beim Preis oder beim Service/Provider machen. Nun denn...
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

mc.rock
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 19
Registriert: 05.01.2010, 08:51
Wohnort: Reichertshofen
Kontaktdaten:

TAL mit 8,5 km

Beitragvon mc.rock » 21.01.2011, 19:31

ipolaris hat geschrieben:Das kann ich mir kaum vorstellen, das reicht nicht mal für DSL-Light. DSL geht bis maximal 5km.
ipolaris


Aus einen anderen Tread klick weis ich das meine TAL 8,5 km lang ist und einen Querschnitt von 0,6 mm² hat.

Schenkt man den Dämpfungsrechner klick vertrauen ist DSL bis 7,3 km und einen Querschnitt von 0,6 mm² möglich.

ipolaris
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 37
Registriert: 21.12.2010, 19:01
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon ipolaris » 21.01.2011, 20:50

ger1294 hat geschrieben:Nun, die Telekom stellt ihre Outdoor-DSLAM's natürlich an Mitbewerber zur Verfügung, diese können, so wie 1&1, Telekom DSL-Anschlüsse oder Bitstream darüber "resellen", also wiederverkaufen. Die Technik bleibt aber von Telekom


Genau das meinte ich nicht. Sollte die Telekom nicht mal gezwungen werden können die letzte Meile ab Outdoor-DSLAM den Mitbewerbern zur Verfügung stellen zu müssen, so daß eben M-Net auf eigenen Leitungen VDSL anbieten könnte?
Was ist daraus geworden?
ipolaris


Zurück zu „Maxi Komplett / Maxi DSL / Maxi Pur“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste