Kündigungskulanz? Weit gefehlt!

Alle Themen rund um die DSL - Produkte

Moderatoren: Yusuf, Florian S., Sven

Susi Sonnenschein
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 1
Registriert: 14.12.2007, 12:51

Kündigungskulanz? Weit gefehlt!

Beitragvon Susi Sonnenschein » 14.12.2007, 14:04

Hallo MNET und alle anderen Interessenten!

Ich war 2,5 Jahre lang ein sehr zufriedener M-NET Kunde.
Nun muss ich aus beruflichen Gründen umziehen und kann in der Nähe von Freising (Kranzberg/Thalhausen) demnächst kein MNET mehr empfangen. Darin sah ich anfangs noch kein Problem, es ist halt schade!

Da ich unter der Vertragslaufzeit mein Paket auf Telefonflat umstellen ließ, verlängerte sich meine Laufzeit um ein ganzes Jahr. Das bedeutet, dass ich nach meinem Umzug im Januar noch 6 Monate des alten Vertrags zu zahlen hätte.

Nun hat mir MNET kulanterweise angeboten, sich mit 15 Euro pro Monat zufriedenzustellen, obwohl keine Leistung erfolgt, Vertrag endet zum 31.12.2007.

Als ich auf der Kundenhotline anrief, konnte oder besser wollte mir Frau M. die vor genau 4 Wochen alles andere als nett war, keine Antwort auf meine Fragen geben.
Dabei wollte ich eigentlich nur wissen, welche Kosten MNET hier entstanden sind, für die ja auch bezahlen soll, denn eigentlich war ja meine ursprüngliche Vertragslaufzeit von 2 Jahren seit Juni 2007 erfüllt.

Daneben wollte ich wissen, warum mein Kollege trotz 8-monatiger Restlaufzeit ohne Abschlagszahlung aus dem Vertrag kam (auch wegen beruflichem Umzug). Kundendaten können gerne nachgeliefert werden, zur Glaubwürdigkeit.

Im Endeffekt geht es mir nicht um die 90 Euro, sondern um den schlechten Service und die unterschiedliche Behandlung, die den Kunden zuteil wird. Zudem war ich immer zufrieden, habe keine großen Kosten verursacht, da ich das erste Jahr meines Vetrages beruflich nur unterwegs war und so gut wie nie online war! Kosten sind durch mich also nicht unbedingt entstanden!

Am Ende meinte Frau M von der Hotline, ihr Problem sei es nicht, dass MNET in Kranzberg nicht verfügbar ist, ja blöde Frage: Ist es denn das Problem des Kunden, dass MNET am Land nicht ausgebaut wird? Kann man nicht erwarten, dass in Flughafennähe DSL vorhanden ist, in welcher Bandbreite auch immer?
Ist es denn in Eurem Sinn, gute Kunden für immer zu verprellen?

In diesem Sinn

Alles Gute kann man da nur sagen..... :shock:

Benutzeravatar
Dieter
Admin
Admin
Beiträge: 1034
Registriert: 17.07.2006, 09:59
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon Dieter » 14.12.2007, 16:15

Hallo Susi Schonnenschein,

grundsätzlich ist es so, dass ein Festznetzanschluss immer standortgebunden ist. Es wird ja eine feste Leitung zu einer bestimmten Adresse aktiviert und eingerichtet. Durch die Leitungsbereitstellung und Schaltung sowie die Technikereinsätze entstehen gewisse Kosten, die über die Vertragslaufzeit wieder armortisiert werden müssen.

Weiterhin werden z. B. bei der Nutzung von Aktionen Sonderkonditionen gewährt. Diese Sonderkonditionen sind in der Regel mit der Verlängerung der Laufzeit verbunden. Es muss ja eine Gegenleistung zur Aktionsgewährung vorhanden sein.

Daraus ergibt sich eine Mindestvertragslaufzeit, in der wir mit den festen Einnahmen aus der Grundgebühr und den Gesprächsumsätzen rechnen und auch kalkulieren müssen.

Wird ein Vertrag an diesem Standort innerhalb der Vertragslaufzeit aufgelöst und kann kein neuer Vertrag abgeschlossen werden, müssen wir zum Ausgleich für die obigen Leistungen einen gewissen Betrag einfordern. Die volle Grundgebühr wird hier nicht berechnet da wir den Grund für den fehlenden neuen Vertrag (M-net nicht verfügbar) auch anerkennen. Daher bieten wir eine verringerte Gebühr von 15 Euro pro Restmonat an. Dies deckt in etwa unsere geplanten Ausfälle und den Schaden durch die vorzeitige Vertragsauflösung.

Es ist also bereits ein Entgegenkommen, wenn wir auf Grund des Umzugs außerhalb unseres Anschlussbereiches den Schadensersatz mit 15 Euro / Restmonat festlegen.
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
M-net Support Team

Toms66
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 8
Registriert: 14.12.2007, 15:19

Beitragvon Toms66 » 15.12.2007, 15:02

Hallo Dieter,

wenn Du Dir den Text von Susi S. richtig durchgelesen hast, geht es bei Ihr nicht um die Kosten sondern um die Ungleichbehandlung gegenüber ihrem Arbeitskollegen und der unfreundliche Dame in Eurer Kundenhotline.

Geht doch mal bitte auf die richtigen Anliegen von uns Kunden ein. Das Kosten aus welchen Gründen auch immer anfallen ist doch klar. Und vor dem Bezahlen wollen wir uns ja auch nicht drücken. Nur das mit den Vertragslaufzeiten, der Ungleichbehandlung und Eurer Kundenhotlein ist eben verbesserungswürdig! Da stimmt eben etwas bei Euch nicht.

Mit solchen Problemen beim Umzug rechnet hier scheinbar keiner. In Euren Vertragsbedingungen wird das Thema Umzug auch gar nicht erwähnt. Daher dachte ich das ein Umzug zum außerordentlichen Kündigungsrecht gehört. Oft kann mann ja gar nichts dafür das man umziehen muss und an der neuen Adresse M-Net evtl. nicht vorhanden ist.

Übrigens Susi, ich habe auch nicht mit so extremen Problemen bei einem Umzug gerechnet. Daher wird mir nichts anderes übrig bleiben als den jetzigen Vertrag zu kündigen. Näheres zu meinem Problem findest Du unter "Umzug in Starnberg".

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück mit Deinem neuen Netzanbieter.

Gruß Toms66

Flinx
Senior - Member
Senior - Member
Beiträge: 2086
Registriert: 16.08.2006, 18:50
Wohnort: Nürnberg an der 430m .T.. Leitung ;-)

Beitragvon Flinx » 15.12.2007, 18:44

Toms66 hat geschrieben: Näheres zu meinem Problem findest Du unter "Umzug in Starnberg".

Der Thread ist hier: http://forum.m-net.de/viewtopic.php?t=2707
Flinx (c) Alan Dean Foster

https://www.sg-flensburg-handewitt.de
All eure Stützpunkt sind gehören zu uns. AYBABTU.


Meine Kundennummer ist Vergangenheit.

kammann
Aufsteiger
Aufsteiger
Beiträge: 251
Registriert: 06.10.2006, 23:25

Re: Kündigungskulanz? Weit gefehlt!

Beitragvon kammann » 16.12.2007, 18:20

Susi Sonnenschein hat geschrieben:Nun hat mir MNET kulanterweise angeboten, sich mit 15 Euro pro Monat zufriedenzustellen, obwohl keine Leistung erfolgt, Vertrag endet zum 31.12.2007.


Die Frage ist, ob Du es auf einen Streit ankommen lassen willst. In der Comupterzeitschrift ct war mal ein guter Artikel über die Rechten bzw Pflichten bei einem Umzug. Diesem Artikel zur Folge trägt der Kunde in der Tat das Umzugsrisiko, ist also auf eine Kulanzregelung des Anbieters angewiesen, da auch ein berufbedingter Umzug nicht als "wichtiger Grund" für außerordentliche Kündigung gewertet wird. Interessanterweise hat dies aber bislang noch kein Gericht bestätigt - offenbar scheuen die Anbieter die für die Höhe der Schadenersatzforderung notwendige Offenlegung Ihrer Kalkulation. Bei einem Kunden außerhalb der MVLZ (d.h. mit automatischer Verlängerung um 1 bzw 2 Jahre), wäre es schon interessant zu erfahren, welche Kosten nach einer Kündigung der TAL wirklich anfallen. Die von M-Net immer wieder angeführten Einrichtungskosten der T-COM bei der Beauftragung der TAL sind offensichtlich nur die halbe Wahrheit. Wenn man die bei einer "stillen" Vertragsverlängerung eingesparten Mittel für die Neukundenaquise (Werbung bzw. Provisionen) mit einrechnet, sieht die Kalkulation wahrscheinlich ganz anders aus.

Übrigens: Bei Arcor und den Telefonica-Resellern kommt man bei Umzug in ein nichtversorgtes Gebiet gegen Nachweis (Meldebescheinigung) aus dem Vertrag - ohne Zahlung von Schadensersatz.


Susi Sonnenschein hat geschrieben:Ist es denn in Eurem Sinn, gute Kunden für immer zu verprellen?

Der Wettbewerb findet ausschließlich bei der Gewinnung von Neukunden statt. Lies Dir mal die Geschäftsberichte der Anbieter durch.
Allerdings gibt es Anbieter, die es offenbar nicht nötig haben, Kunden zu lange zu binden. Hierzu gehören zum Beispiel Alice (monatlich) oder Carpo (1 Jahr). Gerade bei Alice ist das eigentlich verwunderlich - denn wenn der Service wirklich so schlecht ist wie immer behauptet, müssten denen die Kunden ja in Scharen davonlaufen...

Ich habe meinen Bekannten früher immer zu M-Net geraten. Damals gab es "nur" die anfängliche 24 Monatsbindung, danach kam man jeden Monat
aus dem Vertrag heraus. Die Taktik, Preisanpassungen nur gegen erneute langfristige Bindung zu gewähren führt zwangsläufig dazu, jeden Kunden irgendwann zu verprellen- denn wer plant schon seine Umzüge 2 Jahre im voraus? M-Net setzt offenbar darauf, daß die meisten die Vertragsstrafe als notwendiges Übel bei einem Umzug hinnehmen, da für die meisten die Erreichbarkeit, d.h ein problemloser Wechsel im Vordergrund steht. Das geht wahrscheinlich so lange gut, bis einer der Mitbewerber (Alice?) in einer groß angelgten Werbekampagne auf die Kosten beim Umzug der anderen hinweist...

Jens

Benutzeravatar
EXtes
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 49
Registriert: 16.08.2006, 12:50

Re: Kündigungskulanz? Weit gefehlt!

Beitragvon EXtes » 18.12.2007, 19:04

Hallo
kammann hat geschrieben:Gerade bei Alice ist das eigentlich verwunderlich - denn wenn der Service wirklich so schlecht ist wie immer behauptet, müssten denen die Kunden ja in Scharen davonlaufen...
Hast Du zahlen von den Kündigungen bei Alice? In meinem Bekanntenkreis wird die kurze Kündigungsfrist rege genutzt.

Warum dann doch so wenig Leute abhauen liegt aus meiner Erfahrung an folgenden Gründen:
Beim Anschluss/Wechsel wird vor allem auf den Preis geschaut. Danach auf die gebotene Leistungen (zuerst max. Übertragungsrate, dann Latenz, dann Laufzeit). Alles andere ist meist "nebensächlich" bzw. wird hingenommen (durch das Mobiltelefon haben ja viele gar nichts mehr gegen sind die schlechte Sprachqualität).
Wenn etwas passiert sind die meisten zu Faul etwas zu machen. Evtl. wissen Sie auch gar nicht, dass man sich entsprechende Entschädigungen holen kann. Teilweise "lohnt" es sich natürlich auch gar nicht (Protokollieren von Ausfällen, Schreiben aufsetzen, etc). Man ärgert sich halt meistens und macht trotzdem nichts.

EXtes


Zurück zu „Maxi Komplett / Maxi DSL / Maxi Pur“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste