Technik bei Umstellung auf Glasfaser in Einfamilienhaus

Alle Themen um Maxi Glasfaser (FTTH/B/C)

Moderatoren: Yusuf, Florian S., Sven

xrw
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 5
Registriert: 21.05.2012, 02:09
Wohnort: München

Technik bei Umstellung auf Glasfaser in Einfamilienhaus

Beitragvon xrw » 10.03.2019, 03:26

Hallo Leute!

Bei meinen Eltern (deren Kundennummer hab ich hinterlegt) wird demnächst auf Glasfaser umgestellt (ist schon im Haus, aber noch nicht angeschlossen; bisher DSL mit Splitter und analogem Telefon). Die Glasfaser kommt im Keller nahe vom Telekom-Hausanschluss rein. Die neue Fritzbox (7430) ist schon da und diverse Schreiben, deren Informationsgehalt aber praktisch null ist. Insbesondere gibts ein Blatt mit 4 vage beschriebenen Installationsalternativen, wo wohl der Techniker ankreuzen soll, was er gemacht hat. Ich muss aber vorher wissen, was er machen wird, um gegebenenfalls die ganze Hausinstallation anpassen zu können.

Meine Mutter weiß nicht, was sie unterschrieben hat (sie ist Hauseigentümerin und über sie läuft der M-Net-Vertrag; eigentlich ist sie nur abgezockt worden). Sie meint, zweimal unterschrieben zu haben; in den Akten befindet sich aber nur eine Durchschrift über den eigentlichen Vertrag, nicht aber dieser Wisch über die Nutzung der Hausinstallation und die Stromabzapfung für den Glasfaserabschluss.

Wird der Techniker also versuchen, die Fritzbox direkt per LAN gemäß Installationsalternative 4 im Keller an den Glasfaserabschluss anzustöpseln? Oder hängt er den Telekom-Hauptanschluss einfach ab (darf er das?) und verbindet den Glasfaserabschluss mit der Hausinstallation, so dass da der Rest bis zur Fritzbox über DSL oder so läuft (dazu wird er das Kabel anstückeln müssen)? Wie kommt er an den Strom für den Glasfaserabschluss?

Fritzbox im Keller würd garnicht infrage kommen; in dem Fall müsste ich wohl LAN in den 1. Stock legen, falls er das nicht selber macht (Leerlohr ist vorhanden, aber ziemlich voll; Länge gut 5 m), wo die Fritzbox auf jeden Fall wieder hinmuss und wo derzeit das Kabel vom Telekom-Hauptanschluss am Splitter endet (das hab ich seinerzeit selber gelegt und ein Kabel vom Splitter (intern) zur eigentlichen Hauptanschlussdose im Erdgeschoß, wo das Telefon dranhängt, auch künftig dranhängen muss und von wo aus die restliche Hausinstallation dann normgerecht weitergeht).

Wie wird die Telefoninstallation angeschlossen? Seh ich das richtig, dass dafür der poplige a/b-Anschluss an der 7430 vorgesehn ist? Macht das der Techniker oder ist das dann alles mein Problem? Schließt er die Fritzbox gegebenenfalls einfach am Splitter an oder deinstalliert er den ordentlich und ersetzt ihn durch eine Telefondose?

Benutzeravatar
Florian S.
Admin
Admin
Beiträge: 2388
Registriert: 18.06.2014, 21:12

Re: Technik bei Umstellung auf Glasfaser in Einfamilienhaus

Beitragvon Florian S. » 11.03.2019, 15:50

Hallo xrw,

der Anschluss wird als FTTB (glasfaser bis ins Gebäude) und einer DPO realisiert. Das bedeutet, dass der Glasfaserumweandlich im keller verbaut und mit der Innenhausverkabelung verbunden wird. Die FritzBox wird dann ohne Splitter direkt an die TAE-Dose angeschlossen.

Zwischen der TAE-Dose und der FritzBox wird der Powersplitter verbaut, der für die Stromversorgung der DPO über die Innenhaus Telefonverkabelung sorgt. Die Telefone müssen direkt mit der FritzBox verbunden sein. Dies geht via TAE-Anschluss direkt an der FritzBox oder über DECT. Eine Nutzung des Telefons direkt an der TAE-Dose ist nicht möglich, da der Anschluss auf VoIP umgestellt wird und die Verwaltung der Telefonie ebenfalls durch die FritzBox übernommen wird.

Der Techniker der vort Ort kommt, wird die DPO anschließen und mit der FritzBox verbinden. Die Einrichtung der Kundengeräte liegt im eigenen Ermessen.
Viele Grüße

Florian Schmeilzl
M-net Support

xrw
Junior - Member
Junior - Member
Beiträge: 5
Registriert: 21.05.2012, 02:09
Wohnort: München

Re: Technik bei Umstellung auf Glasfaser in Einfamilienhaus

Beitragvon xrw » 11.03.2019, 18:20

Florian S. hat geschrieben:der Anschluss wird als FTTB (glasfaser bis ins Gebäude) und einer DPO realisiert. Das bedeutet, dass der Glasfaserumweandlich im keller verbaut und mit der Innenhausverkabelung verbunden wird. Die FritzBox wird dann ohne Splitter direkt an die TAE-Dose angeschlossen.

Zwischen der TAE-Dose und der FritzBox wird der Powersplitter verbaut, der für die Stromversorgung der DPO über die Innenhaus Telefonverkabelung sorgt.

Das heißt also Anschlussvariante 2 oder 3 von hier? "Verbaut" heißt, dass der fest an der Wand oder so montiert wird? Gibts da irgendwelche Maßzeichnungen, damit man vorab einen geeigneten Platz finden kann und der Techniker das Teil nicht einfach wild irgendwohin klatscht?

Im Keller ist dann kein Stromanschluss nötig?

Die TAE-Dose müsste ich erstmal setzen und verkabeln; der Hausanschluss ist derzeit ohne Umweg über eine Dose direkt mit dem Splitter verbunden, und an der alten TAE-Dose (die ganzwoanders ist) kommt nur das Analogsignal vom Splitter raus (und das ist eh nicht der Ort, wo die Fritzbox hinsoll).

Und nochmal explizit gefragt: Der Techniker hat die Ermächtigung, den Telekom-Hausanschluss aufzuschrauben und abzuklemmen? Hat meine Mutter da was unterschrieben, folgt das irgendwie aus den AGB oder geht das einfach so, indem ich das bei der Installation dulde?

Benutzeravatar
Florian S.
Admin
Admin
Beiträge: 2388
Registriert: 18.06.2014, 21:12

Re: Technik bei Umstellung auf Glasfaser in Einfamilienhaus

Beitragvon Florian S. » 12.03.2019, 10:46

xrw hat geschrieben:Das heißt also Anschlussvariante 2 oder 3 von hier? "Verbaut" heißt, dass der fest an der Wand oder so montiert wird? Gibts da irgendwelche Maßzeichnungen, damit man vorab einen geeigneten Platz finden kann und der Techniker das Teil nicht einfach wild irgendwohin klatscht?


Richtig AS-Variante 2 oder 3. Unser Techniker wird nicht einfach etwas an die Wand schrauben. Er stellt olediglich die Verbindung her. Wenn es an der Wnad befestigt werden soll ist dies Ermessen des Kunden. Eine Schablone pder ähnliches haben wir nicht.

xrw hat geschrieben:Im Keller ist dann kein Stromanschluss nötig?


Korrekt.

xrw hat geschrieben:Die TAE-Dose müsste ich erstmal setzen und verkabeln; der Hausanschluss ist derzeit ohne Umweg über eine Dose direkt mit dem Splitter verbunden, und an der alten TAE-Dose (die ganzwoanders ist) kommt nur das Analogsignal vom Splitter raus (und das ist eh nicht der Ort, wo die Fritzbox hinsoll).


Eine bereits vorinstallierte TAE-Dose wäre von Vorteil.

xrw hat geschrieben:Und nochmal explizit gefragt: Der Techniker hat die Ermächtigung, den Telekom-Hausanschluss aufzuschrauben und abzuklemmen? Hat meine Mutter da was unterschrieben, folgt das irgendwie aus den AGB oder geht das einfach so, indem ich das bei der Installation dulde?


Wir "klemmen den Telekom Anschluss nicht ab", sondern verbinden lediglich unsere Technik mit der vorhandenen Innenhausverkabelung. Wir benötigen hier keinerlei Genehmigungen seitens der Deutschen Telekom AG. Da es sich um ein Einfamilienhaus handelt ist keine gesonderte Nutzungsvereinbarung notwendig. Der Eigentümer gibt seine Genehmigung zum Ausbau gegenüber dem Unternehmen welches die Glasfaser bis ins Gebäude legt z.B. die Stadtwerke und wir verbauen dann lediglich noch die Technik für die Verbindung an sich wie z.B. eine DPO oder ONT je nach Vertragsart.
Viele Grüße

Florian Schmeilzl
M-net Support


Zurück zu „Maxi Glasfaser“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste