M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Alles, was sonst nirgends dazu passt

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Websven
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M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon Websven » 01.07.2018, 10:55

HAllo,

wir sind zufriedene M-Net-Kunden im Main-Kinzig-Kreis seit Mai 2016, da die Telekom bis dahin bei uns nur mit max 4000 Mbit durchs Internet "getrommelt" hat. Jetzt stand in unserer Tageszeitung, dass M-Net Kunden Kündigen muss ?!?!

Wie verhält es sich damit ? Hier mal zwei Links, die ich zu dem Thema gefunden habe:
http://www.vorsprung-online.de/politik/131065-lotz-protestiert-gegen-k%C3%BCndigung-von-mnet-kunden.html
https://www.smartphonefan.de/2018/06/17/m-net-muss-kunden-kuendigen/

Bei der Verfügbarkeitsprüfung in Biebergemünd kam bei der Strasse "Gassen" das MNet verfügbar sei, in der Straße "Im Ziegelacker" hingegen kam ein "Benachrictigungs-Butten" ....

ich bin da jetzt etwas irritiert - hat da jemand evtl. weitere Informationen bzw. können die M-Net-Moderatoren hier im Forum dazu etwas sagen ?

Danke und Grüße
Sven

RalfZ
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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon RalfZ » 01.07.2018, 14:44

Ich wuerde als erstes am Montag mal bei der Breitband Main-Kinzig GmbH anrufen und mal fragen wie die zu der ganzen Sache stehen und vor allem was ist der Hintergrund dazu. Du bist ja via mnet Kunde der Breitband MKK GmbH und finanzierst ueber den mnet "Regio-Zuschlag" den Betrieb des Kreiseigenen Netzes.

https://www.breitband-mkk.de/kontakt

PS: Ist schon ein starkes Stueck das Ganze. Ich hatte ja explizit 2015 oder so beim Kreis nachgefragt, ob geplant ist auch die Telekom im Netz anzubieten (Man muss dazu sagen, das die Telekom im MKK sehr schlecht aufgestellt ist was die sog. TAL Produkte angeht) aber es hies, die Telekom habe abgelehnt das Kreisnetz zu nutzen.
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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon Yusuf » 02.07.2018, 08:09

Websven hat geschrieben:HAllo,

wir sind zufriedene M-Net-Kunden im Main-Kinzig-Kreis seit Mai 2016, da die Telekom bis dahin bei uns nur mit max 4000 Mbit durchs Internet "getrommelt" hat. Jetzt stand in unserer Tageszeitung, dass M-Net Kunden Kündigen muss ?!?!

Wie verhält es sich damit ? Hier mal zwei Links, die ich zu dem Thema gefunden habe:
http://www.vorsprung-online.de/politik/131065-lotz-protestiert-gegen-k%C3%BCndigung-von-mnet-kunden.html
https://www.smartphonefan.de/2018/06/17/m-net-muss-kunden-kuendigen/

Bei der Verfügbarkeitsprüfung in Biebergemünd kam bei der Strasse "Gassen" das MNet verfügbar sei, in der Straße "Im Ziegelacker" hingegen kam ein "Benachrictigungs-Butten" ....

ich bin da jetzt etwas irritiert - hat da jemand evtl. weitere Informationen bzw. können die M-Net-Moderatoren hier im Forum dazu etwas sagen ?

Danke und Grüße
Sven


Hallo Sven.

Aufgrund einer gesetzlichen Regelung, die in unterversorgten Regionen den Breitband-Ausbau mit der Vectoring-Technologie voranbringen soll, kommt es zum 21. September 2018 bzw. zum 26. Februar 2019 zu einer Änderung der Internet-Versorgung im sogenannten HVt-Nahbereich (bis ca. 550 m vom Hauptverteiler). Gemäß neuer regulatorischer Bestimmungen kann die Netzinfrastruktur im Nahbereich eines Hauptverteilers künftig nur noch durch den Anbieter genutzt werden, der für diesen Netzabschnitt den Ausbau mit Vectoring angemeldet hat. Andere Anbieter können die Infrastruktur nicht mehr nutzen. In einzelnen Netzbereichen entfällt für uns somit die technische Grundlage für die Versorgung der angeschlossenen Haushalte.
Hierbei handelt es sich um einen kleinen Teil der Kunden in diesem Bereich. Alle betroffenen Kunden werden von uns angeschrieben. Hast Du keinen Brief erhalten, ist Dein Anschluss nicht betroffen.

Gruß,
Yusuf

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon Websven » 05.07.2018, 17:25

Hallo Yusuf,

danke für die Info - bisher habe ich kein Kündigungsbrief erhalten. Will ich mal hoffen, das dies so bleibt und die Schreiben von M-Net an die betroffenen Kunden im MKK raus sind. Kannst Du mir sagen, wo sich der Hauptverteiler bei meinem Anschluss befindet bzw. wie weit der weg ist ?

Ich habe jetzt einmal den "Verfügbarkeitscheck" unter meiner Adresse durchgeführt - da kommen nach wie vor " die verfügbaren Tarife" - bei der einen Adresse, welche die Kündigung erhalten hat, kommt anstelle der "grünen Angebotsseite" ein "blauer Benachrichtungsbutten" - kann man evtl. danach gehen ?

Danke und Grüße
Sven

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon MKK_SVDSL » 03.09.2018, 18:57

Hätte M-Net 1400 Kündigungen verhindern können?
REDAKTION 29. AUGUST 2018

.. Was folgte waren einige weitere Schriftwechsel, auch mit der M-Net Geschäftsführung, bei der sich immer mehr herausstellte, dass M-Net das Vectoring im Kreis hätte übernehmen können, es aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht getan hat..

https://www.vorsprung-online.de/politik ... önnen.html

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon RalfZ » 03.09.2018, 19:36

Das zeigt ganz klar, das die Infrastruktur/Verkabelung unbedingt in kommunale Hand gehoert. Das Elend ging im MKK damit los, das mnet der einzige Provider war. Vorraussetzung fuer die Foerdermittel (ja auch die gab es, der Kreis hat nicht alles allein durch langfristige Kredite finanziert) war, das jeder Provider einen sog. "diskriminierungsfreien" Zugang erhaelt. Die Telekom hatte damals abgelehnt obwohl dies angeboten wurde.

Also: Netz in kommunaler Hand, definierte Schnittstellen/Uebergabepunkte fuer alle Provider und gut ist. Das hat den Vorteil, 1.) das der Netzeigentuemer Provider feuern kann wenn die nicht performen, 2.) Konkurrenz das Geschaeft belebt und die Preise normal haelt und 3.) sich der Kunde den Provider waehlen kann.

Hin und wieder taucht folgender Spruch auf: "Vectoring ist der Glasfaserkiller". Ich wuede jetzt nicht soweit gehen das zu behaupten aber Tatsache ist, das Vectoring/Supervectoring ein "Glasfaserverzoegerer" ist. Mit GLasfaser meine ich uebrigens FTTB/FTTH. FTTC ist eine Notloesung. Auf Dauer wird sich niemand der Glasfaser verweigern koennen. TAL Basierende Anschluesse haben einfach uebertragungstechnische Grenzen, da gibts nix dran zu ruetteln. Die Provider wollen natuerlich das Maximum aus dem/Ihrem Netz herausholen (*) deswegen wird sich da gewehrt, was das Zeug haelt. Ein weiterer Punkt fuer das Netz in oeffentlicher Hand.

(*) Das TAL-Netz der Telekom hat der Buerger schon zig Mal bezahlt ! Bei der Privatisierung wurde der Fehler gemacht, ihr das nicht wegzunehmen !!!
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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon MKK_SVDSL » 03.09.2018, 20:05

War auch ein motivierter und überzeugter Wechsler, obwohl dies aufgrund der verfügbaren Bandbreite für mich keine Notwendigkeit darstellte. Wechsle nun aber wieder zurück, weil ich lieber schon mal los renne, als darauf zu warten bis der Blitz mich erwischt.. Ob man betroffen ist, sieht man zum einen daran, dass man bei der Verfügbarkeitsabfrage bei Mnet eine negative Auskunft erhält. Mnet hat hier sichheitshalber schon mal das Angebot rausgenommen...

Anregungen :
1.) M-net sollte hierzu mal klar Stellung beziehen und die Betroffenen klar über Ihre zukünftige Situation aufklären.

2.) Mitarbeiter wesentlich besser informieren und schulen..

Ansonsten klingt ja alles sehr euphorisch was Sie schreiben, aber M-NET hat sich mir gegenüber nicht als kämpferisch [ ich hatte mit einem über einem dutzend Mitarbeitern in verschiedenen Abteilungen diesbezüglich zu tun] gezeigt.

xeric

Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon xeric » 04.09.2018, 12:49

RalfZ hat geschrieben:Das zeigt ganz klar, das die Infrastruktur/Verkabelung unbedingt in kommunale Hand gehoert.


M-Net ist doch in kommunaler Hand (diverse kommunale Versorger sind die Eigentümer, der größte einzelne davon die Stadtwerke München, daher auch das M im Namen).

Dass der Schwerpunkt der Investitionen von M-Net daher im Bereich der Eigentümer (München, Augsburg, usw) getätigt wird ist doch sogar nachvollziehbar. Es verbietet ja niemand dem MKK es gleich zu tun und "MKK-Net" oder was auch immer zu gründen.

Warum das nicht geschieht hat auch viel damit zu tun, dass der Verbraucher in Deutschland immer nach Speed und Glasfaseranbindung schreit aber doch am meisten zu dem billigsten Anbieter geht, ein reiner Preiswettbewerb. Jeder mit kaufmännischen Grundkenntnissen kann sich leicht ausrechnen, dass es Jahre braucht um mit einem Neukunden (Neukundenrabatt, gratis Router, Einrichtungskosten) überhaupt erstmal Geld zu verdienen. Wo soll bei den schmalen Margen der Profit herkommen um zu investieren? Oft gelingt das nicht einmal mit der Sparlösung Vetoring, wofür ja auch immerhin Glasfaser bis in die unmittelbare Umgebung der Kunden verlegt werden muss. Außer man gibt einem Provider das lokale Monopol, damit er über die Masse Synergien einfahren kann. Und dabei verlieren dann eben zwangsläufig alle Provider die dabei nicht zum Zuge kommen.

Wenn, dann müsste der Bund viele Milliarden in die Hand nehmen um bundesweit Glasfaser zu jedem Grundstück zu ziehen und deren Betrieb per Konzession ausschreiben. Solange wir von "Email-Ausdruckern" regiert werden, die 50 Mbit für Hochgeschwindigkeitszugänge halten, ist das aber pure science fiction und die Provider machen halt aus dem laufenden Cashflow heraus was sie können. Da kann man M-Net und Co gar keinen Vorwurf machen.

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon S-Oliver-HU » 04.09.2018, 13:26

Geiz ist nun mal Geil... das nur mal so als Randnotiz und passt für vielen Bereichen. Die wenigsten, wage ich zu behaupten, können eine Dienstleistung, Service, Produkt, was auch immer, überhaupt wertschätzen.
Auf der anderen Seite gibts natürlich auch Firmen die auf Teufel komm raus Gewinne generieren, grade dort wo der Verbaucher nicht viele bis keine Wahlmöglichkeit hat.

Um auf das Thema zurückzukommen... eine Wahlmöglichkeit fällt mit dem Vectoring eh weg, da es ja nur noch ein Provider am jeweiligen Standort gibt. Entweder du akzeptiers dann den Provider, greifst zu einem Handy Vertrag mit ausreichendem Datenvolumen und entsprechender Geschwindigkeit oder schaust in die Röhre...

Wie das ganze in 5-10 Jahren aussieht ????

Aktuell bin ich mit meinem M-Net Regio Tarif 50/10 mehr als zufrieden, an meinem Standort gibt es aber auch keine alternative mit diesen Geschwindigkeiten.

Viele Grüße
Oliver

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon MKK_SVDSL » 04.09.2018, 13:28

@Xeric : Ihre Argumentation geht an dem ursächlichen Problem vorbei...Das Problem ist ein anderes..

Als M-Net würde ich den Ombudsmann der Bundesnetzagentur aufrufen und einen min. 5 jährigen Investitionsschutz einfordern, da ja auch im Vorfeld von anderen Anbietern kein Interesse an einem Ausbau bestanden hat.

M-Net ist m. E.n. plan-- / lust- und hilflos... Warum redet man nicht Klartext mit den zukünftig Betroffenen?
Man redet ja noch nicht mal mit den regionalen Politikern, die auf M-Net zugegangen sind um das Netz aufzubauen!



PS: M-Net Regio ist für mich teurer als Angebote von anderen Providern

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon MKK_SVDSL » 04.02.2019, 15:52

Neue Kündigungswelle: Kritik an Internetanbieter M-Net
ANDREAS ZIEGERT 01. FEBRUAR 2019

https://www.vorsprung-online.de/politik ... m-net.html

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon Giesinger Trambahner » 04.02.2019, 19:56

Wenn man hier im Forum das eine oder andere Posting bzgl. Abhängigkeit von der Dt. TK liest, kann man durchaus verstehen, dass man sich da nicht in weitergehende Abhängigkeiten begeben will.

Daglfinger
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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon Daglfinger » 06.02.2019, 09:50

Giesinger Trambahner hat geschrieben:Wenn man hier im Forum das eine oder andere Posting bzgl. Abhängigkeit von der Dt. TK liest, kann man durchaus verstehen, dass man sich da nicht in weitergehende Abhängigkeiten begeben will.


Es ist eine unternehmerische Entscheidung von M-Net, ob sie VDSL-Reselling von Telekomanschlüssen betreiben wollen oder nicht.

Was ist aber nicht verstehe, ist, warum man mit dem Thema dann nicht offen umgeht. Warum macht man Kunden bis kurz vor knapp Hoffnung, anstatt ihnen klipp und klar zu sagen, dass sich in ihrem Gebiet für längere Zeit nichts mehr schieben wird? Vor allem, warum investiert man in eine Infrastruktur, unterlässt aber die letzten Schritte, so dass man die komplette Investition abschreiben kann?

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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon MKK_SVDSL » 06.02.2019, 21:25

M-Net: "Kündigungen basieren auf Unwahrheiten"
REDAKTION 05. FEBRUAR 2019

https://www.vorsprung-online.de/politik ... eiten.html

S-Oliver-HU
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Re: M-net muss Kunden im Main-Kinzig-Kreis (MKK) kündigen ???

Beitragvon S-Oliver-HU » 07.02.2019, 07:46

Was denn nun... gab es Kündigungen oder gab es keine???

Was soll man da sagen... M-Net ist wie leider viele Unternehmen in Deutschland, der Kunde ist nur noch notwendiges Übel, wenn man könnte würde man auf uns verzichten, aber irgendwie muss ja Geld reinkommen.

Am Anfnag hatte ich mit M-Net ein echt gutes Gefühl... mittlerweile kann man leider keine Empfehlung mehr aussprechen.

Vieler Grüße
Oliver


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