Zwangsrouter

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styler2go
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Re: Zwangsrouter

Beitragvon styler2go » 02.05.2016, 08:12

Ich habe kürzlich einen Neuvertrag abgeschlossen und auch direkt gefragt, wie das mit eigenem Router ist.

Der Berater sagte nur "Ab dem 1. August können Sie natürlich Ihren eigenen Router verwenden. Support können wir dann keinen Bieten, da ein Fremdgerät am Netz hängt."

Das bedeutet ich habe jetzt eine Nagelneue Fritzbox bekommen obwohl diese in 3 Monaten eh in der Ecke verstauben wird. Schön, dass wir so verschwenderisch sind :lol:

xpediter
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Re: Zwangsrouter

Beitragvon xpediter » 02.05.2016, 13:10

styler2go hat geschrieben:Ich habe kürzlich einen Neuvertrag abgeschlossen und auch direkt gefragt, wie das mit eigenem Router ist.

Der Berater sagte nur "Ab dem 1. August können Sie natürlich Ihren eigenen Router verwenden. Support können wir dann keinen Bieten, da ein Fremdgerät am Netz hängt."

Das bedeutet ich habe jetzt eine Nagelneue Fritzbox bekommen obwohl diese in 3 Monaten eh in der Ecke verstauben wird. Schön, dass wir so verschwenderisch sind :lol:


Nach so einer Bestätigung suche ich auch. Fragt sich nur, ob sich m-net auch an das Geschwätz des Beraters gebunden fühlt.
Bis jetzt hat dieser Laden ein Problem damit, derlei Dinge offiziell zu bestätigen oder zu dementieren.

xpediter
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Re: Zwangsrouter

Beitragvon xpediter » 02.05.2016, 17:26

xpediter hat geschrieben:
styler2go hat geschrieben:Ich habe kürzlich einen Neuvertrag abgeschlossen und auch direkt gefragt, wie das mit eigenem Router ist.

Der Berater sagte nur "Ab dem 1. August können Sie natürlich Ihren eigenen Router verwenden. Support können wir dann keinen Bieten, da ein Fremdgerät am Netz hängt."

Das bedeutet ich habe jetzt eine Nagelneue Fritzbox bekommen obwohl diese in 3 Monaten eh in der Ecke verstauben wird. Schön, dass wir so verschwenderisch sind :lol:


Nach so einer Bestätigung suche ich auch. Fragt sich nur, ob sich m-net auch an das Geschwätz des Beraters gebunden fühlt.
Bis jetzt hat dieser Laden ein Problem damit, derlei Dinge offiziell zu bestätigen oder zu dementieren.


soeben hat die Bundesnetzagentur geschrieben. Ich finde es sehr schade, dass M-Net zu so einem Statement nicht in der Lage ist. Ob sie vielleicht eine ganz andere Haltung hierzu haben ?
@styler2go: je nachdem, ab welchem Zeitpunkt dein Vertrag gilt, bist Du dabei oder nicht dabei. Ansonsten erst in zwei Jahren :-(

Ich zitiere mal unter Weglassung der persönlichen Daten.
Vorgangsnummer xxxxxxx
Verbraucherservice der Bundesnetzagentur

[...]

vielen Dank für Ihre E-Mail an die Bundesnetzagentur. Gern geht der Verbraucherservice auf Ihre Anfrage ein.

Wenn die Neuregelungen am 01.08.2016 in Kraft treten, dürfen von diesem Zeitpunkt an keine vertraglichen Regelungen mehr getroffen werden, in welchen TK-Anbietern ihren Kunden einen bestimmten Router vorschreiben. Kunden, die ein Endgerät nach ihrer Wahl möchten, haben dann die Möglichkeit dazu und Anbieter müssen die erforderlichen Zugangsdaten bei Vertragsschluss zur Verfügung stellen. Das betrifft Neuverträge wie auch die Verlängerung von Altverträgen. Die Neuregelung greift zwar nicht in bestehende vertragliche Regelungen ein. Die Bundesnetzagentur rechnet aber nicht damit, dass Bestandskunden in dann noch laufenden Verträgen dadurch Nachteile erleiden.

Gegenwärtig können noch keine Aktivitäten durch Durchsetzung der Neuregelung seitens der Behörde erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Verbraucherservice
verbraucherservice@bnetza.de
http://www.bundesnetzagentur.de
02.05.2016

Knight
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Re: Zwangsrouter

Beitragvon Knight » 02.05.2016, 17:47

Piosus hat geschrieben:Fritzbox 7580!
http://www.chip.de/news/Neue-FritzBox-M ... 86314.html
Die neuen Fritzboxen kann man diese über Mnet bekommen?
Selber kaufen und betreiben darf man sie ja nicht, oder bekomme ich am 1. August meine
Zugangsdaten?
Es wäre an der Zeit den Kunden endlich die Wahrheit zu sagen....sollte ich am 1 August nicht
meine persönlichen Zugangsdaten bekommen, werde ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen
und meinen Vertrag kündigen.


Beides nein, die Boxen sind für die 35 MHz Frequenz ausgelegt und solange Mnet die Linecards hierfür nicht in die DSLAMs einbaut - welches man nicht machen wird weil die 100mbit/s schon drinnen sind und man die Backbone upgrade müsste bestimmt, außerdem kann man so die Schuld schon der Telekom geben - brauchst du sie auch nicht wirklich. Regt mich persönlich tierisch auf weil in Östereich ein großer Provider dessen Name ich nicht kenne fleißig 300 Mbit/s ausbaut welches wir auch schon seit letztes Jahr im November 2015 kommen. Hol die lieber einen besseren Router für weniger Geld ;)
Zu Frage zwei musst du einfach mal Google fragen da wird man fündig oder bei Menschen die es wissen.

Was der Berater sagt ist fast schon irrelevant, was zählt ist was im Vertrag steht. Es stimmt auch nicht, das Mnet den Support gänzlich verweigern kann. Wenn mein Router nicht synct weil Mnet was geändert hat ohne es jemandem zu sagen oder ein Problem auf der TAL, am Port ist oder sonst wo ist, muss man auch Support hierfür bieten.

Vorgangsnummer xxxxxxx
Verbraucherservice der Bundesnetzagentur

[...]

vielen Dank für Ihre E-Mail an die Bundesnetzagentur. Gern geht der Verbraucherservice auf Ihre Anfrage ein.

Wenn die Neuregelungen am 01.08.2016 in Kraft treten, dürfen von diesem Zeitpunkt an keine vertraglichen Regelungen mehr getroffen werden, in welchen TK-Anbietern ihren Kunden einen bestimmten Router vorschreiben. Kunden, die ein Endgerät nach ihrer Wahl möchten, haben dann die Möglichkeit dazu und Anbieter müssen die erforderlichen Zugangsdaten bei Vertragsschluss zur Verfügung stellen. Das betrifft Neuverträge wie auch die Verlängerung von Altverträgen. Die Neuregelung greift zwar nicht in bestehende vertragliche Regelungen ein. Die Bundesnetzagentur rechnet aber nicht damit, dass Bestandskunden in dann noch laufenden Verträgen dadurch Nachteile erleiden.

Gegenwärtig können noch keine Aktivitäten durch Durchsetzung der Neuregelung seitens der Behörde erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Verbraucherservice
verbraucherservice@bnetza.de
http://www.bundesnetzagentur.de
02.05.2016


Endlich mal eine Antwort die etwas hilft. Was ist aber mit Kunden welche keinen 2 Jahresvertrag haben sondern einen Vertrag mit 1 Monat Kündigungsfrist? Und was meinen die damit, das man nicht damit rechnet das Bestandskunden dadurch Nachteile haben? Mit dem Zwangsrouter hat man immer Nachteile?!?
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Wolfhart1
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Re: Zwangsrouter - Meine Lösung

Beitragvon Wolfhart1 » 19.05.2016, 23:12

Meine Lösung für zuwenig Bandbreite am Anschluss und zum Routerzwang sieht wie folgt aus:

- Wechsel des Providers zum nächsten Termin Ende des Jahres, da keine höhere Bandbreite als 10000/756 an meinem Anschluss durch M-Net möglich ist und ich echten Dualstack benötige, damit ich von SIXXS (siehe auch hier: https://www.sixxs.net/signup/) wegkomme. Für meinen Serverbetrieb ist dies erforderlich und ich will richtig auf IPv6 seit es mobil auch kommt und bei mir mit meinem Penny-Mobil-Daten-Vertrag bereits mit IPv6 auf dem Google Nexus 7 funktioniert.

- DTAG hat bei uns in IN auf VDSL 100 ausgebaut.
- Dieses nutzt der neue, von mir ausgesuchte Provider TAL.DE http://www2.tal.de/ bundesweit als Vorleistungsprodukt.
- Dieser bietet echten Dualstack mit gleichzeitig festen (endlich kein DynDNS mehr) und dynamischen (pseudonymes Surfen weiterhin möglich) IPv4 und IPv6 nach Kundenwunsch und stellt alle Verbindungen über sein Rechenzentrum her (nix mit DTAG).
- Er hat heute schon keinen Routerzwang, sondern unterstützt und supportet Kundenmodems, wie das Dratek Vigor 130 oder ZyXEL VMG1312-B30A. Ist im Profibereich tätig und klein, aber fein.
- Der Kundensupport für Interessenten, die x Fragen stellen, ist endgeil. Da sind echte Profis unterwegs und die offiziellen Antworten sind dann Vertragsbestandteil.
- Einziger Wermutstropfen: ISDN fliegt dann halt leider raus. Ist jedoch früher oder später eh nicht zu verhindern.
- Mein geplantes Webhosting und die Domainverwaltung bekomme ich dann auch aus einer Hand. Der Auftrag ist schon gestellt.
- Wie man sieht, technisch alles kein Problem, man muss nur wollen und als Kunde bereit sein, ein bischen mehr zu bezahlen. So 5 bis 10 Euro halt, je nach Bestandsvertrag. Dafür gibts auch mehr Leistung.

- Es ist nicht so, dass ich als Altkunde, ohne Routerzwang, seit 2009 mit M-Net je unzufrieden gewesen wäre.
- M-Net war auch mal sehr hilfsbereit und vor allem innovativ.
- Die Hilfe hier im Forum ist auch wirklich gut. Da muss man die Admins echt loben.
- Gut fand ich auch, dass M-Net keine Zwangsumstellung von ISDN zu VoIP vornimmt und Geschäftskunden immer noch ISDN-Anschlüsse bekommen. Ob Privatkunden bei geringer Bandbreite ebenfalls noch ISDN bekommen können, ist mir nicht bekannt.
- Leider ist halt mittlerweile in bestimmten Gebieten für M-Net ein Infrastrukturproblem vorhanden und M-Net nutzt, auch mit teilweise berechtigten Gründen, kein Vorleistungsprodukt der DTAG.
- Leider hat M-Net mit dem Routerzwang und Dualstack Light im Privatkundenbereich aus meiner Sicht den falschen Weg eingeschlagen. Wobei M-Net seit Protesten die Möglichkeit anbietet, bezahlt einen vollwertigen Dualstack mit festerIPv4 zu bekommen. Dies fand ich sehr gut. Jedoch müsste man nun auch mal mit festen und dynamischen IPv6 gleichzeitig kommen. Gibt es nach meinen Informationen leider auch über einen Geschäftkundenvertrag nicht.
- Der Routerzwang hätte mich jedoch auch bei einer höheren möglichen Bandbreite seitens M-Net an meinem Anschluss zu einem neuen Provider getrieben. Da viel mehr Bandbreite nicht ging, habe ich tunlichst meinen Altvertrag weiterlaufen lassen und mich in Geduld geübt.

Dazu kommt. dass ich weiß von was ich rede, da ich 1990 bei der Deutschen Bundespost (Ja - Bundespost) eine hervorragende Ausbildung zum Elektroniker für Kommunikationstechnik genossen habe. Ach wie toll und robust war doch ISDN ;-). Und mit 128KBit damals richtig schnell und ich konnte den Anschluss meiner Eltern am Dorf auf ISDN umstellen lassen. Mensch war mein Kontakt zu Mailboxen da schnell und man konnte ins ganz neue Internet (AOL lässt grüßen). Dafür war BTX zum Schnarchen. Für analoge Kundenanschlüsse gab es 14.400-Modems für PCs und Akustikkoppler ...

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Re: Zwangsrouter

Beitragvon chrisH » 20.05.2016, 13:12

Na, mal gucken ob M-Net das Gesetz auch so "kundenfreundlich" umsetzt wie Unitymedia:

http://www.golem.de/news/routerzwang-un ... 21015.html
DSL: Maxi komplett 18000+FP+AlwaysOn; Router: Fritz!Box 7390; Sync: 20230/1279
Kabel: KDG 100 Mbit; Router:TP-Link 1043 mit DD-WRT

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Re: Zwangsrouter

Beitragvon Knight » 21.05.2016, 03:05

Gibt ein Update:

"Nach mehrfachen Anfragen von Golem.de erläuterte Unitymedia am Freitag zunächst per E-Mail seine Pläne. "Da das Gesetz die Routerfreiheit und die Herausgabe der Nutzungsdaten nur für Neukunden explizit regelt, liegt hierauf im Augenblick der Schwerpunkt unserer Arbeit", sagte Pressesprecher Buchheister. Der vorgesehene Prozess greife aber auch bei Vertragsverlängerungen von Bestandskunden.

Unabhängig davon sei es das Ziel des Unternehmens, "auch unseren Bestandskunden die maximale Wahlfreiheit zu ermöglichen". Einen Termin dafür nannte Buchheister in dem Schreiben nicht. Über die genaue Art und Weise der Umsetzung werde zu einem späteren Zeitpunkt "rechtzeitig vor dem Inkrafttreten" des Gesetzes informiert. Später versicherte Buchheister telefonisch, dass auch die Bestandskunden zum 1. August von der Routerfreiheit profitieren sollen."

Also nun anscheinend doch :)
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Re: Zwangsrouter

Beitragvon Iarn » 23.05.2016, 08:49

Das zeigt, was ein anständiger Shitstorm erreichen kann.

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Re: Zwangsrouter

Beitragvon chrisH » 23.05.2016, 11:12

Iarn hat geschrieben:Das zeigt, was ein anständiger Shitstorm erreichen kann.

Richtig :)
Also los, M-Net! Wollt ihr wirklich NOCH schlechter als Unitymedia sein?
DSL: Maxi komplett 18000+FP+AlwaysOn; Router: Fritz!Box 7390; Sync: 20230/1279
Kabel: KDG 100 Mbit; Router:TP-Link 1043 mit DD-WRT

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Re: Zwangsrouter

Beitragvon Knight » 23.05.2016, 16:37

Mir fällt gerade auf, dass nach monatelangem warten die Icons alle wieder gehen :)

Aber vllt. hat man es sich ja als Zeil gesetzt. Es war einmal vor ein paar Jahren eine (sarkastische) Krisenbesprechung

"Wer ist der schlechtestes Hoster außer Telekom und subs in DE?;
Unitymedia;
Gut was machen die was wir nicht haben?;
Zwangsrouter;
Wo ist ein Unternehmen welches diese vertreibt mit Verträgen länger als 10 Jahre sodass wir überteuerte Preise anbieten können :icon_lol ;
Hier Firma XY :bindafuer

Ganz im Ernst: Wer hier würde nicht gerne den echten Grund dafür wissen? ;)
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lamena
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Re: Zwangsrouter - Meine Lösung

Beitragvon lamena » 26.05.2016, 09:51

Wolfhart1 hat geschrieben:- Leider hat M-Net mit dem Routerzwang und Dualstack Light im Privatkundenbereich aus meiner Sicht den falschen Weg eingeschlagen. Wobei M-Net seit Protesten die Möglichkeit anbietet, bezahlt einen vollwertigen Dualstack mit festerIPv4 zu bekommen. Dies fand ich sehr gut. Jedoch müsste man nun auch mal mit festen und dynamischen IPv6 gleichzeitig kommen. Gibt es nach meinen Informationen leider auch über einen Geschäftkundenvertrag nicht.


Man muss bedenken dass kleinere Provider nicht so viele IPv4-Adressen haben wie die ganz großen Anbieter. Ergo werden ihnen die IPV4-Adressen bei zunehmendem Wachstum knapp.
Wenn etwas knapp wird muss man knausern und eben DS-Light nehmen.
Die Menge an Leuten die damit ein Problem haben ist nicht annähernd so hoch wie man es bei it-affinen Foren wie Heise, Golem, Teltarif und Co annehmen könnte.

Für die Produktpolitik wäre es sicher gut wenn sie die Option aus den alten Maxi-Komplett-Verträgen für eine feste IP gegen Aufpreis wiederbeleben würden für die Leute die es noch brauchen , eigene dynamische IPv4 ging ja auch.

Wolfhart1 hat geschrieben:- Der Routerzwang hätte mich jedoch auch bei einer höheren möglichen Bandbreite seitens M-Net an meinem Anschluss zu einem neuen Provider getrieben. Da viel mehr Bandbreite nicht ging, habe ich tunlichst meinen Altvertrag weiterlaufen lassen und mich in Geduld geübt.


Routerzwang ist ja im August vorbei und andere Provider hatten dasselbe "Problem".
Es macht den Support und Betrieb wesentlich leichter wenn man weiß welche Geräte auf der Gegenseite vorhanden sind und die auf ihre Funktion vorher getestet hat.
Insofern ein wenig nachvollziehbar aus sicht der Internetanbieter.


Wolfhart1 hat geschrieben:- Leider ist halt mittlerweile in bestimmten Gebieten für M-Net ein Infrastrukturproblem vorhanden und M-Net nutzt, auch mit teilweise berechtigten Gründen, kein Vorleistungsprodukt der DTAG.


Zumindest kein IP-BSA :)
Klassische TALs mieten sie schon, was durchaus als "Vorleistungsprodukt" angesehen werden könnte.

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Re: Zwangsrouter - Meine Lösung

Beitragvon Daglfinger » 27.05.2016, 08:51

lamena hat geschrieben:Man muss bedenken dass kleinere Provider nicht so viele IPv4-Adressen haben wie die ganz großen Anbieter. Ergo werden ihnen die IPV4-Adressen bei zunehmendem Wachstum knapp.
Wenn etwas knapp wird muss man knausern und eben DS-Light nehmen.
Die Menge an Leuten die damit ein Problem haben ist nicht annähernd so hoch wie man es bei it-affinen Foren wie Heise, Golem, Teltarif und Co annehmen könnte.


Die IPv4-Adressen werden nicht nur bei kleinen Providern knapp, sondern sind weltweit zu Ende. Nur merkt man das bei den Anbietern von Diensten nicht.

Von dem, was in Deutschland hauptsächlich im Internet genutzt wird, sind im wesentlichen nur Google und Dienste (youtube), Facebook, Apple und Microsoft per IPv6 zu erreichen. Vor allem haben alle deutschen Dienste (Nachrichten, Bahn, Banken, öffentliche Einrichtungen) zum größten Teil ausschließlich per IPv4 zu erreichen, die dann alle über den DS-Lite Proxy laufen müssen.

Ich gehe auch davon aus, dass die meisten weder wissen noch merken, ob sie IPv6, volles IPv4 oder DS-Lite IPv4 haben. Und es auch erst einmal nicht interessiert.

Das kommt erst dann, wenn sie die Werbung für die Fritzboxen für den Fernzugang (Eingegangene Anrufe auch im Urlaub sehen usw.), die Segnungen der zunehmenden Hausautomatisierung oder die daheim betrieben Cloud-Festplatten aus der Ferne nutzen wollen. Dann dann scheitert man oft daran, dass die ganzen Mobilfunknetze nur IPv4 können und auch die meisten Hotspots im In- und erst recht im Ausland nur IPv4-fähig sind. Man merkt dann nur, dass etwas nicht geht, während es beim Freund, der bei der Teledoof ist, funktiert. Ergo watscht man seinen Provider ab und hat damit auch nicht ganz Unrecht.

Daher frage ich mich, ob DS-Lite in der Form nicht insgesamt etwas zu früh kommt, insgesamt einen Ticken zu wenig Funktionalität bietet oder ob man auf die Unterschiede und Konsequenzen inkl. der resultierenden Kosten nicht einfach deutlicher hinweisen müsste.

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Re: Zwangsrouter - Meine Lösung

Beitragvon lamena » 27.05.2016, 09:19

Daglfinger hat geschrieben:Das kommt erst dann, wenn sie die Werbung für die Fritzboxen für den Fernzugang (Eingegangene Anrufe auch im Urlaub sehen usw.), die Segnungen der zunehmenden Hausautomatisierung oder die daheim betrieben Cloud-Festplatten aus der Ferne nutzen wollen. Dann dann scheitert man oft daran, dass die ganzen Mobilfunknetze nur IPv4 können und auch die meisten Hotspots im In- und erst recht im Ausland nur IPv4-fähig sind. Man merkt dann nur, dass etwas nicht geht, während es beim Freund, der bei der Teledoof ist, funktiert. Ergo watscht man seinen Provider ab und hat damit auch nicht ganz Unrecht.


Das Telekom Mobilfunknetz soll seit letztem August IPv6 können hab ich gelesen.

Daher frage ich mich, ob DS-Lite in der Form nicht insgesamt etwas zu früh kommt, insgesamt einen Ticken zu wenig Funktionalität bietet oder ob man auf die Unterschiede und Konsequenzen inkl. der resultierenden Kosten nicht einfach deutlicher hinweisen müsste.


Das glaub ich konnte man nicht wirklich willentlich festlegen, das wurde durch den schrumpfenden Vorrat quasi erzwungen.
Das mit den Konsequenzen, nun ja die Berater fragen einen schon ob man Dinge wie EC-Lesegeräte, Hausnotrufe und eigene Serverdienste mit dynamischer IP betreibt wenn sie einem Glasfaser verkaufen.
Also auf spezielle Probleme geachtet wird schon, nur vielleicht nicht immer und für alle Eventualitäten.

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Re: Zwangsrouter - Dualstack - DSlight - IPv4

Beitragvon Wolfhart1 » 28.05.2016, 19:04

Hallo lamena,
nun muss ich doch noch ein paar Antworten ergänzen:

Zu IPv4 und deren Verknappung:
lamena hat geschrieben:Man muss bedenken dass kleinere Provider nicht so viele IPv4-Adressen haben wie die ganz großen Anbieter. Ergo werden ihnen die IPV4-Adressen bei zunehmendem Wachstum knapp.

Das ist richtig und auch wieder nicht. Es liegt weniger an der Größe der Provider/Anbieter, sondern wann die Anbieter im Markt erstmalig aufgetreten sind und wieviele IPv4-Adressen sie sich damals gesichert haben. Daher hat z.B. v.a. die DTAG und in geringerem Maße Vodafone (aus der Übernahme von Arcor Mannesmann) einen großen Vorrat an IPv4 Adressen. Die DTAG bietet daher jedem Kunden, auch Privatkunden, echten Dualstack mit dynamischer IPv4 und IPv6 an. Dies weiß ich aus eigener Erfahrung, da meine Eltern auf All-IP bei der DTAG zwangsumgestellt wurden.
Es können auch weiterhin von Anbietern IPv4 Adressbereiche von der RIPE NNC https://www.ripe.net/erworben werden. Mein neuer Provider (TAL.DE) handhabt dies so.
Das die IPv4-Adressen immer knapper werden, kann man hier https://www.ripe.net/publications/ipv6-info-centre/about-ipv6/ipv4-exhaustion/ipv4-available-pool-graph bei RIPE NCC direkt mitverfolgen. Dort werden auf Englisch auch Hinweise zur Umstellung auf IPv6 gegeben.
Für jüngere Provider/Anbieter wäre es jederzeit möglich weiterhin dynamische IPv4 Adressen gegen Aufpreis zu vergeben. Ist bei meinem neuen Provider TAL.DE im Anschlusspreis enthalten.
Wolfhart1 hat geschrieben: Dieser bietet echten Dualstack mit gleichzeitig festen (endlich kein DynDNS mehr) und dynamischen (pseudonymes Surfen weiterhin möglich) IPv4 und IPv6 nach Kundenwunsch und stellt alle Verbindungen über sein Rechenzentrum her (nix mit DTAG).


Zu Dualstack und DSlight:
lamena hat geschrieben:Für die Produktpolitik wäre es sicher gut wenn sie die Option aus den alten Maxi-Komplett-Verträgen für eine feste IP gegen Aufpreis wiederbeleben würden für die Leute die es noch brauchen , eigene dynamische IPv4 ging ja auch.

Hier muss ich folgendes erklären, da die Aussage falsch ist:
- Dies ist für Privatkunden mit einem Surf & Fon-Vertrag bei M-net mit der Buchung der Option "Feste IPv4-Adresse und Fastpath" für 9,90 €/Monat jederzeit möglich: http://www.m-net.de/fileadmin/Service/Downloads/Internet___Telefonie/Auftrag_ZusLstg-SurfFon_160201.pdf
- Wenn man einen Geschäftskundentarif bucht (lt. einer Aussage von M-net kann man dies auch als Privatkunde), bekommt man lt. Vertragsbedingungen/Leistunfgsbeschreibung von "Premium Glasfaser DSL" http://www.m-net.de/fileadmin/2_Geschaeftskunden/GK.1_Internet/Premium_Glasfaser-DSL/Premium_Glasfaser-DSL_Mehranlagenanschluss.pdf echten Dualstack mit dynamischer IPv4. Bei "Premium DSL" http://www.m-net.de/fileadmin/2_Geschaeftskunden/GK.1_Internet/GK.1.1_M-net_Premium_DSL/auftrag_premium_dsl.pdf ist die Bechreibung nicht ganz klar. IPv4 taucht dort nur als Option der festen IPv4 auf. Allerdings wird DSlight nirgens erwähnt. Dies könnte M-net im Geschäftskundenbereich richtig Ärger bereiten, falls dort dann kein echter DS bereitgestellt wird. Bei Buchung eies Geschäftskundentarifs muss man jedoch unbedingt beachten, dass dann die "gewöhnlichen" Endverbraucherrechte für einen nicht mehr gelten! Daher garantiert nicht für jeden empfehlenswert.
-Im Bereich des Privatkundengeschäfts http://www.m-net.de/fileadmin/Service/Downloads/Internet___Telefonie/Auftrag_SurfFon_160201.pdf wird auf DSlight direkt hingewiesen, ebenso dass der Anschluss nur per IPv6 realisiert wird.

Zum Routerzwang:
lamena hat geschrieben:Routerzwang ist ja im August vorbei und andere Provider hatten dasselbe "Problem".

- Aber erst nachdem sich Kunden und internetaffinen Nutzer bei der Politik massiv beschwert hatten und eine gesetzliche Regelung kam, der viele Provider, u.a. M-net nur sehr wiederwillig folgen. Komischerweise hat jetzt sogar Unitimedia seine massive gegenwehr aufgegeben.
lamena hat geschrieben:Es macht den Support und Betrieb wesentlich leichter wenn man weiß welche Geräte auf der Gegenseite vorhanden sind und die auf ihre Funktion vorher getestet hat.
Insofern ein wenig nachvollziehbar aus sicht der Internetanbieter.

Diesem kann man problemlos aus dem Weg gehen, indem man gute Hardware, die auch als Modem verwendet werden kann festlegt und ggf. dem Kunden sogar direkt anbietet. jetzt zitiere ich aus den Geschäftskundenbedingungen von M-net:
3.2 DSL-Endgerät: Zum Betrieb des DSL-Internetzuganges ist ein ADSL-Endgerät erforderlich, welches
nicht Bestandteil dieses Vertrages ist. Entsprechende ADSL-Endgeräte können bei M-net erworben werden, sofern eine gültige Vertragsbeziehung zwischen Kunde und M-net besteht. Es wird
ausdrücklich darauf hingewiesen, dass am ADSL-Anschluss ausschließlich von M-net freigegebene
DSL-Endgeräte gemäß Referenzliste (siehe auf M-net Homepage: http://www.m-net.de/DSL-Referenzliste)
zu verwenden sind. Andernfalls kann M-net die störungsfreie Nutzung des DSL-Anschlusses nicht
gewährleisten. Daraus resultierende Entstörmaßnahmen werden dem Kunden in Rechnung gestellt.


Zum Vorleistungsprodukt:
chrisH hat geschrieben:Klassische TALs mieten sie schon, was durchaus als "Vorleistungsprodukt" angesehen werden könnte.

Wenn Sie dies nicht machen würden, könnten Sie fast nirgends etwas anbieten und dies war bei der Privatisierung der DBP vom Gesetzgeber so explizit vorgesten. Daher ist das die Grundlage für alle Provider schlechthin.
lamena hat geschrieben:Zumindest kein IP-BSA

Diese Möglichkeit nutzt mein neuer Provider TAL.DE auf über das Netz der DTAG mit eigenem Rechenzentrum als IP-BSA-ADSL und IP-BSA-VDSL. Diese Methode muss nicht schlechter sein, als der orginäre Zugang per TAL. Diese Form der Datenübertragung wird auf Backbones weltweit zur Datenübertragung genutzt, sobald die Datenpakete das eigenen Netz des Providers verlassen. Daher bnötigt ein Provider, der IP-BSA vollwertig anbieten möchte, auch eine eigenes Rechenzentrum und eigene Zugänge zu den Internetknoten, z.B. zum DE-CIX. Dies gibt auch kleinen, spezialisierten Dienstleistern die Möglichkeit bundesweit tätig zu sein.
Erläuterungen dazu siehe in der wikipedia:
- https://de.wikipedia.org/wiki/IP-BSA
- https://de.wikipedia.org/wiki/OSI-Modell
- https://de.wikipedia.org/wiki/Layer_2_Tunneling_Protocol
und bei der Bundesnetzagentur:
- http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Breitband/NGA_NGN/NGA-Forum/nga-forum-node.html;jsessionid=D0EF00C215C3697631D963883448F8B1
und bei einem Dienstleister (MK Netzdienste) für so etwas:
- https://www.mk.de/isp-carrier/ip-bitstream-access

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Re: Zwangsrouter

Beitragvon Wolfhart1 » 28.05.2016, 20:20

ich hatte noch eine ausführlichen Beitrag auf die letzten beiden Antworten verfasst. Dieser ist durch das System verloren gegangen. Da eine automatische Speicherung nicht erfolgt, habe ich keine Lust mehr, den Beitrag erneut zu erstellen.


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