M-net prüft weiteres Engagement im BREKO

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amerin
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M-net prüft weiteres Engagement im BREKO

Beitragvon amerin » 30.01.2009, 14:45

Von heise.de: http://www.heise.de/newsticker/Neue-Fue ... ung/121761

Wenn M-net keine niedrigeren TAL-Entgelte will und den Ausstieg aus dem BREKO prüft, heißt das, dass man bald mit einer VDSL-Kooperation mit der Telekom rechnen kann :?:
Gruß amerin

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Beitragvon Thinkpad » 30.01.2009, 17:44

Man möge mich korrigieren, doch ich verstehe es wenn dann eher wie folgt:

MNet ist gegen niedrigere Gebühren, da sie für eigene Leitungen dito auch nur diese niedrigeren verlangen könnte. Würde alles soweit sinnig sein, wenn MNet primär eigene Leitungen hätte - doch das ist doch gar nicht der Fall bisher, oder hab ich da was verpasst!?

Grüße

TP

Ps: Die "paar" Anschlüsse der Netzoffensive die bisher realisiert wurden, lasse ich mal unberücksichtigt da soweit ich es sehen kann wahrlich überschaubar ;-)

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Beitragvon amerin » 30.01.2009, 17:56

Genau deswegen meine Frage. ;)
Gruß amerin

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Beitragvon Thinkpad » 30.01.2009, 19:19

Jetzt stellt sich die Frage, was Du unter Kooperation verstehst ;-)

Normalerweise realisiert die Telekom doch alles eigenständig, wenn könnte MNet höchstens die Infrastruktur der Telekom nutzen/mieten, also müsste MNet je wenn dann eher an einer Senkung der Entgelte interessiert sein ;-)

Wie gesagt, ich scheine was verpasst zu haben sonst werde ich aus dem Ganzen nicht so recht schlau ;-)

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Beitragvon ger1294 » 30.01.2009, 20:42

Hallo,

M-Net hat ein paar eigene TAL und zwar in der Messestadt in München-Riem.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

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Beitragvon chrischi » 31.01.2009, 09:02

heißt das, dass man bald mit einer VDSL-Kooperation mit der Telekom rechnen kann?


das ist die wahrscheinlichste Lösung.
mit dem Schachzug der Telekom die DSLAMs von der Vermittlungsstelle
in die Kabelverzweiger verlagern zu wollen wird den BREKO Mitgliedern
die Schnittstelle zum Endkunden entzogen.

Sie haben also nur die Möglichkeit:

1. eigene Leitungen zum Kabelverzweiger verlegen, was meisstens wirtschaftlicher Unsinn wäre.
2. die Leitungen der Telekom mitzubenützen (Bitstromzugang)
3. sich aus der Fläche zurückzuziehen und nur noch mit eigenen Leitungen angebundene End- und Geschäftskunden zu bedienen.

Da Punkt 1. für M-Net wohl nicht in Frage kommt, ist es durchaus sinnvoll
für die eigenen Leitungen einen höheren TAL-Preis durchzusetzen
und gleichzeitig den Preis für den Bitstromzugang zu drücken durch eine Kooperation mit der Telekom

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Beitragvon eurostarter » 31.01.2009, 09:43

Da hast Du wohl was verpasst, denn M-net verlegt bereits ein eigenes Glasfasernetz auf Gebäudeebene. Das wird auch der Grund für den Richtungswechsel in Sachen TAL-Miete sein, da M-net nun im großen Stil eigene Infrastruktur (auf Endkundenseite) ausbauen will...

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Beitragvon chrischi » 31.01.2009, 09:56

Wir reden hier von den Leitungen der Telekom,
bitte nicht verwechseln.

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Beitragvon Mario » 31.01.2009, 10:58

eurostarter hat geschrieben:Da hast Du wohl was verpasst, denn M-net verlegt bereits ein eigenes Glasfasernetz auf Gebäudeebene. Das wird auch der Grund für den Richtungswechsel in Sachen TAL-Miete sein, da M-net nun im großen Stil eigene Infrastruktur (auf Endkundenseite) ausbauen will...


Hey!

Das hat zwar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber "ausbauen im großen Stil" schaut für mich anders aus. Siehe dazu:

http://www.m-net.de/ueber_m_net/netz_offensive/vorteile.html Hier tut sich seid der Veröffentlichung gar nichts und dies wurde ja auch schon hier diskutiert:

http://forum.m-net.de/viewtopic.php?t=3826&postdays=0&postorder=asc&start=0

Aber zum eigentlichen Thema noch was. Da die Telekom schon vor einger Zeit angekündigt hat (wurde auch irgendwo hier schon mal gepostet, ich finds nur nicht mehr) das sie ihre VST'n auflösen bzw umbauen wollen (Wechsel von R99 auf R4 Anlagentyp) würde den Anbietern damit der Zugang wegfallen.
Daher wird im Moment an einer Lösung dieses Problems gearbeitet, denn nicht jeder Carrier wird es sich leisten können eigene Kabel zu verlegen. Davon mal abgesehen das es für viele nicht wirtschaftlich sein wird und machbar ist.

Man muß das ganze mal verfolgen, wird aber bestimmt in naher Zukunft noch ein heißes Eisen...

Gruß

Mario

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Beitragvon ger1294 » 31.01.2009, 16:18

Hallo,

allles auf Bitstromzugang umzustellen, was in Bezug auf die Schließung der VSTen die Wunschvorstellung der Telekom wäre, ist aber mindestens genauso schlimm. Denn dann hat der anbieter keinen Zugriff auf die Technik (so wie jetzt schon bei Anbietern wie 1&1 oder Freenet) und dadurch sinkt die Qualität. Wenn bei DTAG eine Störung auftritt (gab es in letzter Zeit auch öfter) sind dann oft Leitungen aller Anbieter tot.

Auch im dicht besiedelten München und Umland sollen ja fast alle VST geschlossen werden, im Landkreis Starnberg würde nur noch die Gautinger Straße Starnberg verbleiben, alles andere würde auf Outdoor DSLAM gehen, so wie jetzt schon in Bernried und Breitbrunn am Ammersee realisiert.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

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Beitragvon amerin » 07.02.2009, 12:39

Nun ist M-net aus dem BREKO raus: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/33096

Aber wo findet denn z.B. in München dieser Aufbau eigener TALen mit Glasfaser und "viel Geld" statt?
Unter http://www.m-net.de/ueber_m_net/netz_of ... nchen.html sind nur wenige Straßen zu finden.

Gibt es dazu schon aktuellere Daten? :?
Gruß amerin

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Beitragvon chrischi » 07.02.2009, 19:59

Scheinbar ist der große "Deal" mit der Telekom
schon unter Dach und Fach.

http://www.faz.net/d/invest/meldung.aspx?id=94096215

Fragt sich nur ob der Endkunde davon einen Vorteil hat.
Den Wettbewerb fördert sowas nicht.
Auf der Cebit Anfang März werden wir mehr erfahren.

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Beitragvon Christoph Luther » 09.02.2009, 09:56

PRESSEINFORMATION



NetCologne und M-net verlassen BREKO-Verband

Verband verliert zwei Mitglieder der ersten Stunde



Köln / München, 07. Februar 2009 – Nach wochenlangem Tauziehen um die künftige regulatorische Stoßrichtung des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO) haben die regionalen Netzbetreiber und BREKO-Gründungsunternehmen NetCologne (Köln) und M-net (München) ihren Austritt erklärt. Zu Interessengegensätzen kam es insbesondere bei der Bewertung angemessener Preise für Telekommunikationsinfrastruktur. Beide Unternehmen engagieren sich derzeit und künftig stark im Bereich des Aufbaus glasfaserbasierter Breitbandnetze (FttB/FttH) und sehen dafür in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro Investitionsvolumen vor.


Während sich der BREKO-Verband im anstehenden Entgeltverfahren zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) für sinkende TAL-Entgelte stark macht, legen NetCologne und M-net als investitionswillige Unternehmen Wert auf verlässliche und langfristig stabile Preisfestsetzungen. "Die Entwertung von Telekommunikationsinfrastruktur kann nicht im Interesse investierender Unternehmen sein. Unsere innovativen Netze sind den kupferbasierten Accessnetzen der Deutschen Telekom in puncto Leistungsfähigkeit überlegen. Bis diese Leistungsfähigkeit jedoch vom Nachfragemarkt auch preislich honoriert wird, ist es ein langfristiger Prozess. Wenn wir aber heute nicht mit unserem Netzausbau beginnen, dürfen wir uns in 5 Jahren nicht wundern, wenn Deutschland abermals den internationalen Anschluss bei breitbandigen Netzen verloren hat", so Dr. Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung von M-net.


Nach Auffassung der beiden Unternehmen würden sich sinkende TAL-Entgelte unmittelbar auf Endkundenpreise auswirken. Sie widersprechen damit der BREKO-Auffassung, dass eine TAL-Preissenkung den Infrastruktur-Wettbewerb stärke. "Natürlich werden die Preistreiber in diesem enorm preisaggressiven Markt jeden neu gewonnenen Spielraum nutzen, um die angestrebten Marktanteile mit einer neuerlichen Preisrunde zu erzielen. Langfristig bedeutet dies aber, dass dem Markt dringend notwendiges Umsatzpotential entzogen würde und damit die auf lange Sicht gerechneten Glasfasernetze in Ihrer Wirtschaftlichkeit nachhaltig gefährdet würden", erklärt Werner Hanf, Sprecher der Geschäftsführung der NetCologne seine Bedenken zu einer Senkung der TAL-Preise.


Die beiden Unternehmen, die heute zusammen mehr als eine halbe Million TALs angemietet haben und damit zu den großen TAL-Nachfragern in Deutschland gehören, sind sich bewusst, dass eine vom Regulierer verordnete TAL-Preissenkung kurzfristig deutliche Kostenentlastungen verursachen würde. Allerdings sei man - im Gegensatz zum BREKO - bereit, auf kurzfristige Margenvorteile zu verzichten, um damit echten und langfristig angelegten infrastrukturbasierenden Geschäftsmodellen den Weg zu öffnen.


Über NetCologne: Als regionaler Festnetzbetreiber versorgt NetCologne den Wirtschaftsraum Köln/Bonn/Aachen mit zukunftssicherer Kommunikationstechnologie. Das Angebot reicht von Telefondiensten und Mobilfunk über Internet, Kabel-TV und Datenservices bis hin zu komplexen Corporate Networks und maßgeschneiderten Telekommunikationslösungen. Bereits seit 2006 baut NetCologne in Köln ein hochleistungsfähiges Fibre to the Buildung-Netz aus, über das Internetanschlüsse bis zu 100 Mbit/s angeboten werden. Weitere Informationen unter http://www.netcologne.de.


Über M-net: Die M-net Telekommunikations GmbH versorgt große Teile Bayerns sowie den Großraum Ulm mit zukunftssicherer Kommunikationstechnologie. M-net bietet mit Internet-, Daten- und festnetzbasierten Telefondiensten über Mobilfunk bis hin zu komplexen Standortvernetzungen ein auf den Kommunikationsbedarf von Geschäfts- und Privatkunden zugeschnittenes Portfolio. In den nächsten Jahren investiert das etwa 560 Mitarbeiter zählende Unternehmen mehrere 100 Mio. Euro in glasfaserbasierte Breitbandnetze in München und Augsburg sowie weiteren bayerischen Städten. Die 1996 gegründete M-net zählt aktuell rund 190.000 Kunden. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Umsatz von 170 Mio. Euro erzielt. Weitere Informationen unter http://www.m-net.de .

hr2809
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Beitragvon hr2809 » 22.02.2009, 09:58

Ich warte gespannt auf die Einigung zwischen Telekom und M-net bei VDSL.
Meine M-net-Leitung "schafft" maximal ca. 12000 KBit/s, während die Telekom im gleichen Haus bereits VDSL 50 MBit/s anbietet.

Wird während der CEBIT eventuell eine Einigung bekannt gegeben??

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Beitragvon Tobsucht » 22.02.2009, 15:58

Was ich auch interessant finde ist das hier aus der Süddeutschen Zeitung:

Die Stadtwerke München GmbH wird ihren Stromkunden Glasfaserleitungen zur Verfügung stellen - als Voraussetzung dafür, dass die neuen digitalen, fernablesbaren Zähler installiert werden können. Die Stadtwerke verlegen die Glasfaserkabel auf ihre Kosten. Die hochleistungsfähigen Leitungen sind einerseits nötig, um die Daten über den Stromverbrauch direkt an die Stadtwerke zu übermitteln, bieten aber auch die Chance, sie für schnelle Internetverbindungen und Telefongespräche zu nutzen. Kooperationspartner der Stadtwerke dafür ist die Firma M-net (mit den Stadtwerken als größtem Anteilseigner), die - ebenfalls auf eigene Kosten - die dafür nötige zusätzliche Technik installiert, wenn dies der Gebäudeeigentümer wünscht. Weder Eigentümer, Nutzer noch Bewohner einer Immobilie seien dadurch aber an M-net als Anbieter für Internet und Telefon gebunden, sondern können diesen weiterhin frei wählen, versichern die Stadtwerke als Antwort auf eine Stadtratsanfrage der CSU. Man hatte geargwöhnt, dass die Stadtwerke in ihrer Kundeninformation über die Erhöhung der Strompreise im Dezember 2008 eine Koppelung unterschiedlicher Angebote vorgenommen hätten. Es habe jedoch, so die Stadtwerke, keinerlei Einfluss auf den Strompreis, ob die Kunden das Angebot von M-net annehmen oder nicht. bn


Quelle: http://www.sueddeutsche.de/855383/308/2 ... itung.html

Offenbar geht da mit der Netzoffensive doch noch was voran!


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