Liste DSL-Hauptverteiler

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avf
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Liste DSL-Hauptverteiler

Beitragvon avf » 15.08.2008, 15:30

Hallo,
beim surfen letztens fand ich eine Liste mit allen DSL-Hauptverteiler in Deutschland. Die Profis kennen die sicher schon, doch für mich war das Ding neu. Find ich super interessant :lol:
Also:
http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Redaktion/PDF/hvt-schnittstellen,property=pdf,bereich=bba,sprache=de,rwb=true.pdf

Manchmal find ich das auch ziemlich schwierig, raus zu bekommen wo wer dran hängt. Kann man davon ausgehen, dass man an einem DSL-Verteiler hängt, der im gleichen Vorwahlgebiet steht, auch wenn ein Anderer Verteiler (andere Vorwahl) näher wäre?

Christopher
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Beitragvon Christopher » 16.08.2008, 06:28

Darauf kann dir niemand eine Antwort gebe, außer die Telekom. Die Telekom hat die Leitungen verlegt und wieviel Sinn hinter der Verlegung liegt, kann ich dir nicht sagen. Aber manchmal glaube ich, dass da nicht viel Sinn hinter steckte, wenn ein Kabel um viele viele Ecken verlegt wurde :D

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chrischi
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Beitragvon chrischi » 16.08.2008, 15:13

Nach Plänen der Telekom wird es die meissten
dieser Vermittlungsstellen bis 2014 nicht mehr geben.

http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... ausbremsen

fragt sich nur wo M-Net zukünftig ihre DSLAMs hinstellt.

ger1294
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Beitragvon ger1294 » 16.08.2008, 23:53

Hallo,

ganz so einfach funktioniert das auch nicht, da auch die T-Com an langfristige Mietverträge etc. gebunden ist.

Hinzu kommt, daß es sehr sehr aufwendig ist, alle Kunden gleichzeitig auf ein neues Netz umzuschalten, das derzeit noch nicht einmal alle Funktionen des ISDN abbilden kann. Bis vor kurzem hat es ja auch noch 1TR6 ISDN Anschlüsse gegeben und analoge Anlagenanschlüsse.

Vor allem stellt sich die Frage, ob eine solche Migration in allen Regionen seitens der Gemeinden etc. wünschenswert ist. Die Verlagerung auf Straßenschränke mag zwar größere Bandbreiten bringen, solche Anlagen sind aber auch wesentlich anfälliger gegenüber Witterungsschäden (Hochwasser, Frost, Hitze), Vandalismus und Unfallschäden (Auto/LKW).
Zudem würden dann schnell 3 oder 5 Schränke von verschiedenen Anbieter herumstehen und die Fehlersuche bei Störungen wird schnell noch komplexer.

Solange die T-Com es noch nicht einmal fertigbringt, ihre vorhandenen Leitungen vernünftig zu dokumentieren (so daß nicht bei jedem Neuanschluss in einer klar definiteren Wohnung, wo die letzten 40 Jahre schon 10 andere Anschlüsse drin waren, wieder ein Techniker zum durchpiepsen kommen muss), macht das alles nicht wirklich Sinn.

Und noch etwas: Hätte die T-Com den Erlös von nur einem einzigen Jahr i.H.v. 20 Milliarden Euro in DSL-Ausbau investiert, hätten wir heute keine weißen Flecken mehr auf der Landkarte. Ein Unternehmen mit 33% Gewinn als nicht profitabel darzustellen ist auch Deutsche Jammerkunst.

Ach, und durch den Bitstream-Zugang verliert die T-Com gerade auf dem Land massiv ISDN und Analoganschlüsse, die dann per NGN auf andere Netzbetreiber (1&1, Freenet, Alice) aufgeschaltet werden.

Für jede Kupfer-TAL bekommt die Telekom dagegen im Monat rund 13 Euro brutto Miete. Bei weit mehr als 5 Millionen vermieteten TAL ist das eine ganz schöne Summe im Jahr. Wenn der Plan ohne äquivalente Ersatzflächen so umgesetzt wird, ist dieser Umsatz ganz schnell weg und ebenso die hohen Mieten für HVT Plätze von rund 600 Euro pro Quadratmeter.
Letztlich wird sich die Frage stellen, inwieweit die Wettbewerber ggf. stärker am Unterhalt des Netzes beteiligt werden und vor allem zu gleichen Teilen mit der Telekom.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

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Beitragvon chrischi » 17.08.2008, 09:40

Rein technisch gesehen ist das eine super Sache.

Wenn der DSLAM im Straßenschrank sitzt ist das
Problem mit der TAL Länge größtenteils beseitigt.

Bei dem zunehmenden Bandbreitenhunger ist die Idee
den DSLAM näher zum Kunden zu bringen die einzig richtige.

Was den Wettbewerb betrifft rächen sich hier die Fehler
die damals bei der Privatisierung der Telekom gemacht wurden.
Hätte man das Leitungsnetz gleich in eine separate
Firma ausgegliedert gäbe es das Problem nicht.

5 Kästen am Straßenrand von 5 verschiedenen Anbietern
ist Schwachsinn.
Ich denke dass die Bitstream Lösung zum Einsatz kommt
was die Abhängigkeit von der Telekom natürlich erhöht und
dessen Kasse füllt.
So gesehen kein schlechter Schachzug der Telekom.

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Beitragvon Schweini » 17.08.2008, 14:54

Ich glaube nicht, das die TCOM Mnet aus den Vst rauswerfen kann. Diese haben sich ja eingebucht oder eingekauft. Wem diese gehören, wird vermutlich noch entschieden und ggf verkauft.

In ländlichen Regionen wird nix großartiges passieren, da eben die Kosten sich anfangs nicht rentieren werden. In den Ballungszentren gibt es schon die Out und Indoor DSLAMs und somit werden die klassischen Vst überflüssig. Zumindest aus der Sicht der TCOM. Soweit sehe ich das ein.

Die Reseller werden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in die TCOM Technik "reindürfen". Sowas fällt dann wieder unter "Miete". Was diese dann machen, ist mir persönlich schnurz.

Problematisch sind nur die echten Alternativen, wie Arcor, QSC und MNET. Die haben ihre eigene Technik drin und für die gibt es nur wenige Möglichkeiten:
a) die Vst übernehmen (nach und nach)
b) sich bei der TCOM einkaufen (wäre die beste Variante, sich auch an dem Netzausbau beteiligen)
c) eigenes "Glas" zu legen und ggf mit den anderen echten Anbietern DSLAMs hinzustellen.
Letzteres wäre zwar am teueresten, aber eben auch wieder unabhängig und wieder eine echte Konkurenz zur TCOM

Ich würde mir von MNET wünschen, in das Glasfasergeschäft ordentlich zu investieren. Zahle gerne 5€ mehr im Monat als bei der Konkurenz. Um eben die Kosten zu decken. Wenn genügend zusammenkommen, wird sich der eine oder andere DSLAM schon rentieren. Ich wäre dabei :wink:
TCOM DSL16+ - TAL600m - Fritzbox 7490

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Beitragvon ger1294 » 17.08.2008, 21:53

Hallo,

ich glaube, es ist genau das Ziel der telekom, dass auch die Wettbewerber nur noch Resale und Bitstream nutzen, denn dadurch verdient die Telekom immer prächtig mit und gleichzeitig bekommt man auch nur die ******** Bandbreiten der Telekom (Stichwort: Rückfalloption auf halbe bandbreite, da 1 dB zu hohe Dämpfung).
Gleichzeitig "profitiert" man dann von den extrem "kurzen" Reaktionszeiten der Telekom bei Störungen, da der Wettbewerber die Leitung ja nicht mehr im Griff hat.

Dahinter steckt meiner Meinung nach eine gezielte Taktik. Seit rund 2 Jahren wird mit allen Mitteln, auch illegalen, versucht, möglichst viele Telekomkunden in lange Verträge zu drücken, die mindestens bis 2010 laufne. Da die T-Com Immunität genießt, führt eine Strafanzeige hier nicht zum gewünschten Erfolg.
Weiterhin sieht die Telekom, daß immer mehr Reseller durch Partnerschaften unter Wettbewerbern nun auf die TAL umschwenken, wodurch der Telekom die teuren Grundgebühren für T-ISDN und T-Net entgehen. Gleichzeitig bauen die Netzbetreiber wie Vodafone, Telefonica und hier in Bayern auch m-net immer mehr in der Fläche aus, so daß sich der Kundenabwanderungsstrom noch verstärkt.
Die Telekom stellt verstärkt Outdoor-DSLAM's auf, um in Gebieten, wo bisher kein DSL verfügbar war, wieder den Marktanteil von 100% herzustellen, hierfür wird zugleich Glasfaser gelegt, so daß man alle Kunden im Einzugsbereich des Outdoor-DSLAM's per NGN ohne Kupferleitungen und damit ohne den bisherigen HVT versorgen könnte.
Die Outdoor-DSLAM's werden ja meist auch nicht an den zugehörigen HVT angeschlossen, sondern an den eines größeren Ortes, das geht aus der hier im Forum zitierten Liste eindeutig hervor (V5.1 bezeichnet den Endpunkt eines Outdoor-DSLAM's, der in einem anderen Vorwahlbereich steht).

Wie ich bereits erwähnte, ergeben sich aber auch erhebliche Nachteile durch eine solche Umstrukturierung des Netzes, zum einen sinkt die Sicherheit, da Vandalismus und Terrorschäden an Outdoorschränken leichter möglich sind, als in einem festen Gebäude, dessen Standort sehr oft relativ unscheinbar ist. Zum anderen lassen sich bis heute nicht alle Funktionen des ISDN auf NGN abbilden. Nicht vergessen sollte man auch den hohen Aufwand an Erdarbeiten für die Glasfaserkabel in jeden Ort, wo sich die Telekom schon die letzten Jahre scheute, fehlende Kupferkapazitäten aufzustocken und stattdessen lieber Schmalband-Multiplexer verbaute, welche DSL unmöglich machen.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

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Beitragvon Tsuran » 19.08.2008, 16:38

M-Net investiert ja bereits in diese Techniken und Anbindungen:

http://www.m-net.de/ueber_m_net/netz_of ... eluxe.html

Die Telekom hat mit diesen Anbindungen gar nichts zu tun. Ein riesen Vorteil für die Kunden.


Was die ganze Outdoor Geschichte der Telekom angeht, mag momentan Oberwasser herrschen, jedoch ist der größte Unsicherheitsfaktor hier die Bundesnetzagentur die regulierend eingreift. Die Zukunft scheint aber ganz klar "Vermittlungsstellenlos" zu werden.
Viele Grüße aus Augsburg

Robert
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Beitragvon Schweini » 19.08.2008, 17:01

Habt ihr dann schon Ziele, welche Orte bis wann grob ausgerüstet werden? So die große Alternative ist das bisher noch nicht. Wenn mal Stadteile kommen, dann ja. :wink:
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Beitragvon Tsuran » 20.08.2008, 09:35

Das Problem dieser Methode ist natürlich, das jedes einzelne Haus mit neuen Kabeln versorgt werden muss. Deswegen werden diese Verkabelungen vorzugsweise in Neubaugebieten (wo die Telekom teilweise gar nicht mehr präsent ist!) oder in großen Wohnkomplexen vorgenommen. Hier besteht aber noch die Hürde, dass die Hausverwaltung uns gestatten muss die Kabel zu verlegen. Es dürfte also einige Zeit dauern, bis man ganze Stadtteile verkabelt hat.

Im Endeffekt kann man als Mieter nur seinem Vermieter mitteilen das man gerne einen solchen Anschluss hätte und sich mit der M-Net in Verbindung setzen soll.
Viele Grüße aus Augsburg



Robert

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Beitragvon ger1294 » 21.08.2008, 00:09

Hallo,

Ihr hattet mal ein "Gestattungsformular" auf der Homepage, in Verbindung mit einer Aktion.

Leider ist dieses Formular nicht mehr zu finden, gibt es das weiterhin ?
Würde dies gerne auch hier unseren Eigentümergemeinschaften zugänglich machen, denn wenn in ein paar Jahren das Rathaus hier nebenan neu gebaut wird, wäre das ja eine Gelegenheit, von der nur rund 100 Meter dahinterliegenden Vermittlungsstelle Glasfaser zu verlegen.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
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