T-Com betrügt seine Kunden, wenn der Wechsel naht....

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T-Com betrügt seine Kunden, wenn der Wechsel naht....

Beitragvon webcam_service » 11.03.2008, 19:44

Liebe FM,

stellt Euch vor, gerade eben hat meine Nachbarin mir einen Brief mit der AB von MNET mit einem Termin für die Umschaltung in 2009 erhalten.

Die gute Frau wurde am 1.3.2008 angerufen und gefragt, weshalb sie kündigen würde. Die Bestätigung (ohne Terminangabe) wurde am 4.3. zugestellt.

Als das Schreiben mit dem Wahnsinnstermin kam, rief sie bei T-Com nochmals an und fragte nach:

"Sie haben einer Vertragsverlängerung telefonsich zugestimmt"


Hallo? Geht's noch???!?

Die freundliche Dame vom MNet hatte schon ein paar Tipps bereit, die ich nochmals kundtun möchte:

- Telefongschäfte sind unzulässig sofern es keine Dokumentation sazu gibt z. B. Aufzeichnung des Gesprächs
- Telefongeschäfte dürfen nicht ohne voerherige Zustimmung des Kunden aufgezeichnet werden

Der Entschluß steht fest: Betrugsanzeige gegen die T-Com, Widerruf der Einzugsermächtigung und weitere rechtliche Schritte sind bereits vorbereitet.

Ganz schön dreist die T-Com - wer wundert sich da noch über immer mehr Leute die wechseln werden? Hat die T-Com schon betrügerische Methoden zum Kundenstammerhalt nötig??

Wer hat ähnliches erlebt und wie seid Ihr dann vorgegeangen.

Danke für Antworten.

@Mnet: Ein Fall für Eure Rechtsabteilung, meine ich, denn das ist definitv auch ein Schaden, den die MNet zu tragen hat, wenn der Kunde ein ganzes Jahr daran bewusst am Wechsel gehindert wird.
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Beitragvon FarCry » 11.03.2008, 20:53

Einem Arbeitekollegen ist es bei Arcor ähnlich ergangen.
Ebenfalls ein Anruf, der daraufhin endete, das Info-Material, sprich Prospekte zugesandt werden.
Der Brief kam dann im Post-Ident-Verfahren, was meinen Kollegen schon wunderte, hat sich aber nichts weiter gedacht.
Brief mitgenommen, Zuhause hat er dann das Schreiben geöffnet und fiel dabei aus allen Wolken.
Der erste Satz lautete:

"Herzlich willkommen zu Ihrem neuen Arcor-Vertrag".

Nach Rücksprache mit der Hotline, kam heraus, das er angeblich telefonisch einen Vertrag abgeschlossen hatte.
Die Hotline wollte sich aber darum kümmern, das der Vertrag zurückgenommen wird (Rücktrittsrecht), denn "was telefonisch abgeschlossen wird, kann auch telefonisch gekündigt werden" (Originalton Hotline).
Zwei Wochen später:

Telefon tot, Rücksprache mit T-Com was los ist, Antwort: Anschluss portiert zu Arcor, auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal.

Arcor-Hotline: Kein schriftlicher Widerspruch eingegangen, Vertrag gültig usw.

Nach mehrmaligen, (kosten)-intensiven Telefonaten und durch Einschalten der Verbraucherschutzzentrale konnte der Vertrag bei Arcor doch noch Rückgängig gemacht werden, allerdings mit dem Ergebnis, das fast 4 Wochen kein Telefonanschluss zur Verfügung stand.

Traurig, diese Machenschaften.
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Beitragvon NeTwork » 11.03.2008, 22:15

Am besten war bei "Akte08" auch sowas...

wurden im Altersheim 80 Jährige angerufen und haben denen ein DSL Vertrag aufgequascht.

Antwort von der älteren Dame "Ich weiss nicht mal was DSL oder Internet ist"

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Telefongeschäfte

Beitragvon Frank » 12.03.2008, 19:28

webcam_service hat geschrieben:Telefongschäfte sind unzulässig sofern es keine Dokumentation sazu gibt z. B. Aufzeichnung des Gesprächs

Das ist so nicht richtig. Man kann per Telefon ohne weiteres wirksame, rechtsverbindliche Verträge abschließen. Voraussetzung ist aber natürlich, dass man dem Vertrag wirklich zustimmt.

FarCry hat geschrieben:"was telefonisch abgeschlossen wird, kann auch telefonisch gekündigt werden" (Originalton Hotline)

Auch das ist häufig falsch. Man kann telefonisch einen Vertrag schließen und dabei – auch über AGB – vereinbaren, dass eine Kündigung nur schriftlich möglich ist.
Wenn man dem Vertrag aber gar nicht zugestimmt hat, ist das egal. Dann ist kein Vertrag zustande gekommen und man muss weder zurücktreten noch kündigen.

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Re: Telefongeschäfte

Beitragvon FarCry » 12.03.2008, 19:48

Frank hat geschrieben:
FarCry hat geschrieben:"was telefonisch abgeschlossen wird, kann auch telefonisch gekündigt werden" (Originalton Hotline)

Auch das ist häufig falsch. Man kann telefonisch einen Vertrag schließen und dabei – auch über AGB – vereinbaren, dass eine Kündigung nur schriftlich möglich ist.


Schon klar, nur wenn der Supporter diese Aussage trifft, sollte man sich auch darauf verlassen können.
Schliesslich gibt´s auch noch das 14´ige Rücktrittsrecht. (Haustürgeschäft bzw. Fernabsatzgesetz).
Evtl. wäre ein schriftl. Widerspruch noch angebracht gewesen, nur war mein Kollege durch das "Vertragswerk" etwas überfahren.

Frank hat geschrieben:Wenn man dem Vertrag aber gar nicht zugestimmt hat, ist das egal. Dann ist kein Vertrag zustande gekommen und man muss weder zurücktreten noch kündigen.


Durch das Post-Ident ist der Vertrag zustande gekommen, das ist in meinen Augen arglistige Täuschung, wenn "Infomaterial" versprochen und ein Vertrag zugeschickt wird.
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Re: Telefongeschäfte

Beitragvon eurostarter » 12.03.2008, 20:47

FarCry hat geschrieben:Durch das Post-Ident ist der Vertrag zustande gekommen, das ist in meinen Augen arglistige Täuschung, wenn "Infomaterial" versprochen und ein Vertrag zugeschickt wird.

Auch das nicht. Postident ist nur eine Authentizitätsprüfung, mehr nicht. Mit Postident kann man keinen Verträgen zustimmen. Dafür braucht es eine Willenserklärung, die kann in dem Fall nur telefonisch oder durch eine Unterschrift in dem "Infomaterial" zustande kommen. Und das ist sie nicht - also ist auch kein Vertrag abgeschlossen.

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Re: Telefongeschäfte

Beitragvon FarCry » 13.03.2008, 07:39

eurostarter hat geschrieben: Auch das nicht. Postident ist nur eine Authentizitätsprüfung, mehr nicht. Mit Postident kann man keinen Verträgen zustimmen. Dafür braucht es eine Willenserklärung, die kann in dem Fall nur telefonisch oder durch eine Unterschrift in dem "Infomaterial" zustande kommen. Und das ist sie nicht - also ist auch kein Vertrag abgeschlossen.


Unterschrieben hat er nur die Empfangsbestätigung auf dem Postamt, eine "Willenserklärung" hat er nur für die Zusendung von "Infomaterial" abgegeben, das daraus ein Vertrag wurde, ist mir unerklärlich.
Zum guten Ende kam der Vertrag ja dann doch nicht zustande, durch den Druck von aussen, nur die tel. Erreichbarkeit hat stark gelitten.
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Re: Telefongeschäfte

Beitragvon Frank » 17.03.2008, 16:50

FarCry hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:
FarCry hat geschrieben:"was telefonisch abgeschlossen wird, kann auch telefonisch gekündigt werden" (Originalton Hotline)
Man kann telefonisch einen Vertrag schließen und dabei – auch über AGB – vereinbaren, dass eine Kündigung nur schriftlich möglich ist.
Schon klar, nur wenn der Supporter diese Aussage trifft, sollte man sich auch darauf verlassen können.

Dann kommt es darauf an, ob der "Supporter" bevollmächtigt war, am Telefon Individualabreden zu treffen. Wenn ja, kann es natürlich sein, dass auf die (durch AGB vereinbarte) Schriftform wirksam verzichtet wurde. Allerdings dürfte das im Streitfall oft schwer zu beweisen sein.

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Beitragvon webcam_service » 17.03.2008, 17:28

es geht weiter....
Heute bekommt ide gute Frau einen Anruf, daß sie ab sofort noch weniger Grundgebühr zahlen würde.

Die bereits zugestellte Künfigung interessiert scheinbar keinen ?!?
Auch auf das Einschreiben mit Fristsetzung bisher keine Reaktion!
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Beitragvon ger1294 » 26.03.2008, 14:42

Hallo,

leider nehmen die unseriösen Machenschaften der T-Com immer weiter zu. Alleine an den alarmierenden Zahlen beim DSL-Marktanteil für Neuanschaltungen sieht man, wie die T-Com ihre Marktposition schamlos zum Schaden des Wettbewerbs ausnutzt.

Im Gegensatz zu jedem Callcenter oder Vertriebspartner eines Wettbewerbers weiß die Telekom genau, welche Produkte und Umsätze der Kunde derzeit nutzt und kann ihm damit gezielt ein Produkt anbieten, das darauf passt.

Ein weiterer Grundsatz ist, dass den Kunden grundsätzlich nicht mit dem Ziel, dass der Kunde ein günstigeres Angebot bekommt, sondern ausschließlich mit dem Ziel, dass eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten (nur Telefon) bzw. 24 Monaten mit automatischer Verlängerung um 12 Monate (Knebelvertrag für DSL-Pakete) untergeschoben werden kann.
In den seltensten Fällen wird der Kunde auf die Verlängerung der Vertragslaufzeit hingewiesen. Die meisten Kunden gehen deshalb weiter davon aus, dass der Vertrag mit 6 Werktagen kündbar ist.

Durch dieses arglistige Verschweigen und die Tatsache, dass viele Kunden nicht über Ihre Widerrufsrechte Bescheid wissen, kommen auch immer wieder in großer Zahl Verträge ohne Abgabe einer Willenserklärung zustande.

Meine GRoßtante wurde im August 2007 angerufen und hat keine Willenserklärung abgegeben, dennoch erfolgte eine Umstellung auf den Tarif "Call Time" mit 1 Jahr Laufzeit und 19,95 € Grundgebühr. Die Telekom gab als Stellungnahme an, dass der Anschlussinhaber eine Umstellung am Telefon gewünscht hätte.
Erst als ich die T-Com davon in Kenntnis gesetzt habe, dass der Anschlussinhaber (Vertragspartner) bereits am 10.04.1991 verstorben ist und somit gar keine Willenserklärung abgegeben haben kann, wurde die Vertragsumstellung rückgängig gemacht und der ursprüngliche Tarif "Call Plus T-Net" für 16,37 € mtl. wieder eingestellt.

Fast täglich erreichen uns Kundenanfragen, die auf diese Machenschaften hereingefallen sind und die Reaktionen der T-Com auf Gegenwehr sind sehr unterschiedlich. Fakt ist aber, dass man es als ein lukratives Geschäft entdeckt hat, da wohl 80% der Kunden sich nicht wehren können und die sind dann für 12 oder 24 Monate an T-Com gebunden.

Eine Kundin von mir, die nur mit TElefon und Festnetzgesprächen über 55 Euro im Monat Rechnung hatte, wurde dagegen von T-Com nie angerufen, sie hätte ja glatt 20 Euro mit XXL Fulltime im Monat sparen können.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

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Beitragvon webcam_service » 05.04.2008, 20:56

Man kann sich das nicht vorstellen:

Jetzt bekommt die gute Dame auch einen Anruf - wieder T_com: "jaaa, da ist ein Callcenter gewesen und es täte ihnen alles furchtbar Leid..." laber Sülz....

Und jetzt auf einmal nach Drohung eines Rechtstreits, wo die sowieso keine Chance gahabt hätten... darf am 14. April Mnet umschalten.

Langsam glaube ich, daß die bei TC gar keinen Plan mehr haben und immer mehr Kunden zu alternativen Anbietern wechseln.
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