Minutenpreis auf US-amerikanisches Handy

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mistermagic
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Minutenpreis auf US-amerikanisches Handy

Beitragvon mistermagic » 03.04.2008, 16:18

Hallo,
angenommen, ich möchte ein US-amerikanisches Handy anrufen. Wie hoch wäre hier der Minutenpreis?
Von der Preisliste ausgehend wären für einen Anruf auf einen Festnetzanschluss der Zone International 1 6,9ct/min fällig, auf ein Handy 33,9ct/min.
Jedoch gibt es bei allen anderen deutschen Anbietern eine Sonderregelung für Handys in den USA (ich glaub Kanada auch), weil hier kein Mobilfunkzuschlag erhoben wird. So wird üblicherweise bei den Kosten nicht zwischen einem Festnetz- und einem Mobilfunkanschluss unterschieden.
Kostet trotz der amerikanischen Gebührenstruktur ein Anruf via M-Net auf ein US-Handy trotzdem 33,9ct/min oder sind es nur 6,9ct/min?
Bevor ich da munter drauflos quatsche wäre eine Auskunft dazu begrüßenswert. :-)

Wer kann mir einen Tipp geben?

MM

Ahja, mein Tarif ist Maxi-DSL 2000 mit Analoganschluss

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Beitragvon Dieter » 04.04.2008, 07:48

Hallo,
Gespräche in die Mobilfunknetze der USA kosten im Maxi - Tarif 33,90 Cent / Minute.
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
M-net Support Team

mistermagic
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Beitragvon mistermagic » 04.04.2008, 08:51

Hallo
Manchmal ist die Preis- und Produktpolitik von M-Net schon seltsam:

33,9 ct/min, für ein Gespräch in ein Mobilfunknetz in den USA, das ist das zweieinhalb-fache des Preises wie ihn die Deutsche Telekom verlangt (12,6 ct/min nach US Fest und Mobil) und gar mehr als das neunfache wie bei Arcor (3,7ct/min nach US Fest und Mobil). Von unzuverlässigem VoIP oder von über M-Net nicht erreichbarem CallbyCall Tarifen (ab 1 ct/min) brauchen wir garnicht zu reden. Alle machen keinen Unterschied zwischen US-Fest- und Mobilfunknetz. Nur M-Net tut sowas und nutzt hier die fehlende Möglichkeit für CbC schamlos aus.

1,45€/Monat extra für CLIP, ein Standardfeature, das sonstwoanders eingeschlossen ist, wirkt auf mich auch sehr befremdlich. Hier soll nur ein günstigerer Grundpreis vorgetäuscht werden damit die Kuden beim ersten Hinschauen den günstigen Preis sehen.

Durch die Einführung der inzwischen leider überall üblichen Zweijahres-Knebelverträge hat M-Net auch hier den Vorsprung gegenüber anderen Anbietern zunichte gemacht.

Früher hab ich gedacht, M-Net wäre eine der wenigen Firmen, die auf solche Mittel verzichten. Schade, leider falsch gedacht.
Eigentlich wollte ich meinen Anschluss optimieren und auf Maxi Komplett umstellen. So muss ich jetzt zum Taschenrechner greifen und Alternativen genauer betrachten. Da könnte ich genausogut gleich wieder zur Telekom gehen.
Wegen der oben genannten Methoden würde ich sogar einen gewissen Mehrpreis in Kauf nehmen wenn denn ein alternativer Anbeiter aus sowas verzichtet.

Das Netz von M-Net funktioniert soweit problemlos und prinzipiell ist auch der Service absolut in Ordnung aber diese Nebenabzocke mit versteckten Preisen und Zuschlägen ist einfach unwürdig. Damit stellt sich M-Net nachezu auf eine Stufe mit so seltsamen Läden wie 1&1, Freenet, Tele2 undsoweiter.

Das musste ich jetzt mal loswerden. Hoffentlich sperrt mir daraufhin niemand den Anschluss.

sehr enttäuscht
MM - der die letzten Abende mit der Lektüre diverser AGBs und Leistungbeschreibungen von mindestens fünf Anbietern verbracht hat und das nun wieder tun muss

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Mobilfunk USA

Beitragvon Frank » 04.04.2008, 14:14

Dieter hat geschrieben:Mobilfunknetze der USA

Woran soll ich als Anrufer bitteschön erkennen, ob das Anrufziel ein Mobiltelefonanschluss ist?
Und noch interessanter finde ich die Frage: Wie erkennt das M-net? :confused

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon Yusuf » 04.04.2008, 14:25

Frank hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:Mobilfunknetze der USA

Woran soll ich als Anrufer bitteschön erkennen, ob das Anrufziel ein Mobiltelefonanschluss ist?
Und noch interessanter finde ich die Frage: Wie erkennt das M-net? :confused


An der Landesvorwahl gefolgt von der Mobilvorwahl.

Gruß,
Yusuf

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon Frank » 04.04.2008, 14:42

Yusuf hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:Woran soll ich als Anrufer bitteschön erkennen, ob das Anrufziel ein Mobiltelefonanschluss ist?

An der Landesvorwahl gefolgt von der Mobilvorwahl.

Eine "Mobilvorwahl" gibt es in den USA nicht. Dort haben grundsätzlich alle Mobilfunkanschlüsse normale geografische Rufnummern. Anhand der Rufnummer sind sie nicht von Festnetzanschlüssen zu unterscheiden.

Es gibt in den USA auch keine unterschiedlichen Terminierungsentgelte. Auf Carrier-Ebene dürfte es daher keinen Grund geben, die Information "Mobilfunk oder Festnetz" in den Abrechnungsdaten weiterzureichen. Deshalb frage ich mich ernsthaft, wie M-net das überhaupt erkennen und den Spezialtarif praktisch realisieren will. Von einer sachlichen Rechtfertigung mal völlig abgesehen...

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon Yusuf » 04.04.2008, 15:18

Frank hat geschrieben:
Yusuf hat geschrieben:
Frank hat geschrieben:Woran soll ich als Anrufer bitteschön erkennen, ob das Anrufziel ein Mobiltelefonanschluss ist?

An der Landesvorwahl gefolgt von der Mobilvorwahl.

Eine "Mobilvorwahl" gibt es in den USA nicht...


Nicht ganz richtig. Es gibt Anbieter auch in den USA mit eigenen Vorwahlen.

Bei Ortsgebundenen Mobilfunknummern in die USA ist es nicht moeglich festzustellen, ob es eine Mobil oder Festnetznummer war die angerufen wurde. In diesem Fall wird ganz normal der International 1 Preis abgerechnet. Fuer die Vorwahlen hier eine kleine MAP

Dies gilt uebrigens auch teilweise fuer Kanada.

Gruß,
Yusuf

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon Frank » 04.04.2008, 16:26

Yusuf hat geschrieben:Es gibt Anbieter auch in den USA mit eigenen Vorwahlen.

Welche Anbieter sollen das sein? Der Nummerierungsplan sieht für die USA keine speziellen Mobilfunkvorwahlen vor.

Yusuf hat geschrieben:Bei Ortsgebundenen Mobilfunknummern in die USA ist es nicht moeglich festzustellen, ob es eine Mobil oder Festnetznummer war die angerufen wurde.

Ich behaupte, das trifft auf alle normalen Mobilfunkanschlüsse in den USA zu.

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon mistermagic » 04.04.2008, 19:15

Frank hat geschrieben:Eine "Mobilvorwahl" gibt es in den USA nicht. Dort haben grundsätzlich alle Mobilfunkanschlüsse normale geografische Rufnummern. Anhand der Rufnummer sind sie nicht von Festnetzanschlüssen zu unterscheiden.

Es gibt in den USA auch keine unterschiedlichen Terminierungsentgelte. Auf Carrier-Ebene dürfte es daher keinen Grund geben, die Information "Mobilfunk oder Festnetz" in den Abrechnungsdaten weiterzureichen. Deshalb frage ich mich ernsthaft, wie M-net das überhaupt erkennen und den Spezialtarif praktisch realisieren will. Von einer sachlichen Rechtfertigung mal völlig abgesehen...


Genau meine Rede, drum hab ich so ein wenig Zweifel an der Aussage von Herrn Lehmeyer.
Genau aus diesem Grunde macht kein anderer deutsche Telefonanbieter hier nen Unterschied zwischen Festnetz und Mobilfunk.

Das Handy um das es konkret geht beginnt mit 001 - 646-XXX-XXXX. Das ist ein Anschluss von T-Mobile USA.
Wobei ich eigentlich meine dass 646 ne Nummer aus Manhattan ist.
Wie das so genau funktioniert und wieso es keine Mobilfunkvorwahlen gibt weiss ich nicht, weil ich die Tücken des US-Telefonmarktes nich sooo gut kenne.

Ich sehe schon, dass ich wohl um einen Selbsttest nicht herumkomme. Leider dauert es eine halbe Ewigkeit, bis ich auf der nächsten Rechung das Ergebnis sehe, weil die immer erst fast nen Monat später kommt.

MM, der einfach nur gern zu halbwegs akzeptablen Kosten nach USA quasseln würde

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon horst » 04.04.2008, 20:11

mistermagic hat geschrieben:...der einfach nur gern zu halbwegs akzeptablen Kosten nach USA quasseln würde


Schon mal UNICALL (3,9 ct) ausprobiert?
Horst

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon kammann » 05.04.2008, 13:17

Yusuf hat geschrieben:Nicht ganz richtig. Es gibt Anbieter auch in den USA mit eigenen Vorwahlen.


Also das würde mich schon mal genauer interessieren. Wie Frank schon richtig geschrieben hat, gibt es in USA/Kanada keine separaten Vorwahlen für den Mobilfunk - sofern man als "Vorwahl" den 3-stelligen "area code", im Telecom-Jargon "NPA" genannt meint. In konkreten Beispiel steht "646" für die Region New York/Bronx.

Betrachtet man aber zusätzlich die ersten drei Stellen der Rufnummer (sog. NXX), dann kann man über Datenbanken wie z.B. unter
http://www.areacodedownload.com/646/index.html schon herausfinden, welchem Anbieter diese Rufnummer gehört und - im Falle von ausschließlichen Mobilfunkanbietern wie T-Mobile oder Cingular Wireless - bedingt auf einen Mobilfunkanschluß schließen. "Bedingt" deswegen, weil es auch in den USA eine - wenn auch selten genutzte - Rufnummernportierung gibt (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Local_number_portability).

Sollte dies bei M-Net dazuführen, daß eine solche Rufnummer mit dem Mobilfunkpreis abgerechnet werden, dann waere dies aber ganz schön dreist - denn wie Frank schon richtig geschrieben hat, gibt es in den USA und Kanade keine höheren Interconnection-Entgelte für Gespräche aus dem Festnetz zum Mobilfunk. Die dortigen Kunden zahlen schließlich auch für die ankommenden Gespräche (bzw. nutzen ihre Inklusiv-Minuten).

Jens

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Re: Mobilfunk USA

Beitragvon mistermagic » 06.04.2008, 13:49

kammann hat geschrieben:Betrachtet man aber zusätzlich die ersten drei Stellen der Rufnummer (sog. NXX), dann kann man über Datenbanken wie z.B. unter
http://www.areacodedownload.com/646/index.html schon herausfinden, welchem Anbieter diese Rufnummer gehört und - im Falle von ausschließlichen Mobilfunkanbietern wie T-Mobile oder Cingular Wireless - bedingt auf einen Mobilfunkanschluß schließen. "Bedingt" deswegen, weil es auch in den USA eine - wenn auch selten genutzte - Rufnummernportierung gibt (siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Local_number_portability).

Scheinbar bei T-Mobile Handys nichtmal hundertprozentig das, bei Überprüfung der mich interessierenden zwei Nummern konnte ich feststellen, dass beide Nummern, bei denen es sich nachweislich um neue T-Mobile Anschlüsse handelt, beide wohl nicht direkt bei T-Mobile registriert sind sondern sogar bei zwei Unterschiedlichen (Tochter?)Firmen (einmal Omnipoint Communications was wohl via Fusion mit VoiceStream zu T-Mobile gewandert ist und einmal KMC Telecom, wie das da reingehört hab ich bislang noch nicht herausfinden können), obwohl die Nummern sogar zu ein und demselben Vertrag gehören. Schon erstaunlich was die da so treiben. :-)

Und ich hatte immer gedacht, der deutsche Telefonmarkt wäre unübersichtlich.
Ich glaub, den amerikanischen Telefonmarkt und dessen Auswirkungen auf ausländische Telefonmärkte zu durchschauen wäre ein Lebenswerk. :-)

Mal schaun, ob am Montag jemand von den M-Net Fachleute da was Genaueres sagen kann.
Vielelcht hat ja einer ne gute nachricht, dass ich vielleicht doch nur 6,9ct/min zahlen muss. :-)

so long
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Beitragvon Yusuf » 07.04.2008, 09:57

Mobilfunkgespraeche in die USA werden mit 6,90ct/min abgerechnet. Fuer die Area Codes siehe Map im vorpost.

Gruß,
Yusuf


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