Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

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quaker
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Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon quaker » 16.08.2019, 09:29

Hallo ihr M-net Supporter,

könnt Ihr mir mal bitte die Preispolitik der Regio Tarife erklären? Bzw. zumindest plausibel machen warum hier teilweise so massive Aufschläge erhoben werden?
Einen kleinen Betrag für das durchleiten über Fremd-Leitungen verstehe ich ja, aber wenn ich mir die Aufschläge der einzelnen Tarife anschaue, dann komme ich teilweise zu dem Schluss das hier nur abgezogt werden soll.
Siehe 300Mbit Surf&Fon Flat!

Weiter würde mich interessieren warum nicht alle Produkte homogen als Regio verfügbar sind?
Warum gibt es die 300Mbit Surfflat nicht als Regio Produkt? Zu wenig Gewinnmarge?

Im großen und ganzen bin ich ja mit der Leistung des Internetleitung zufrieden, aber die Preispolitik und Verfügbarkeit der Regiotarife verärgert mich doch extrem. Gerade in den höherwertigen Tarifen.
Was bitte rechtfertigt einen Preisaufschlag von 25,- € / Monat für den Surf&Fon Regio 300 Tarif?
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ergi
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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon ergi » 16.08.2019, 09:56

Ja das habe ich auch vor ein paar Monaten angesprochen ohne Ergebnis.

Die 5 Euro Regio-Aufschlag sollten für alle Tarife gelten finde ich. Der Regio-Aufwand erhöht sich ja nicht mit mehr Bandbreite.

Dann käme der 300Mbit Tarif in eine Preisregion in der er interessant wird. Auch wenn man betrachtet dass die T. ihr VDSL Super Vectoring vermehrt ausbaut und auch in etwa in der Preisregion liegen würde.

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Yusuf
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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon Yusuf » 19.08.2019, 08:01

quaker hat geschrieben:Hallo ihr M-net Supporter,

könnt Ihr mir mal bitte die Preispolitik der Regio Tarife erklären? Bzw. zumindest plausibel machen warum hier teilweise so massive Aufschläge erhoben werden?
Einen kleinen Betrag für das durchleiten über Fremd-Leitungen verstehe ich ja, aber wenn ich mir die Aufschläge der einzelnen Tarife anschaue, dann komme ich teilweise zu dem Schluss das hier nur abgezogt werden soll.
Siehe 300Mbit Surf&Fon Flat!

Weiter würde mich interessieren warum nicht alle Produkte homogen als Regio verfügbar sind?
Warum gibt es die 300Mbit Surfflat nicht als Regio Produkt? Zu wenig Gewinnmarge?

Im großen und ganzen bin ich ja mit der Leistung des Internetleitung zufrieden, aber die Preispolitik und Verfügbarkeit der Regiotarife verärgert mich doch extrem. Gerade in den höherwertigen Tarifen.
Was bitte rechtfertigt einen Preisaufschlag von 25,- € / Monat für den Surf&Fon Regio 300 Tarif?


Guten Morgen,

wie sich die Preiszusammenlegung gestaltet kann ich Dir leider hier im Support-Forum nicht sagen.

Gruß,
Yusuf

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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon S-Oliver-HU » 22.08.2019, 09:32

Hallo zusammen,

warum M-Net solche Preise nimmt... wiel sie es können. Mit dem Regio Anschluss hat man ja quasi ein Monopol, weil andere Anbieter diesen Netz nicht verwenden können.

Warum keine schneller Geschwindikeiten möglich sind, soll wohl an der letzten Meile hängen, siehe dazu auch diese damalige Antwort von Florian S. auf meine Frage:
viewtopic.php?f=20&t=9288&p=107956#p82324

In wie weit sich das nun geändert hat, es gibt ja wohl einige Bereiche im Main Kinzig Kreis die 100MBit haben, aber nur die hälfte des üblichen Uploads, natürlich auch wieder bei höherem Preis, siehe dazu den Beitrag von Yusuf:
viewtopic.php?f=20&t=12422&p=114506#p114508

Damals wo unser Ort aufgeschaltet werden sollte gabs eine Versammlung und dort waren auch verantwortliche Leute von M-Net dabei, hier wurde natürlich großspurig erzählt das die 50MBit nur der Anfang sind und hier noch sehr viel Luft nach oben ist, "...man werden hier ja ein modernes Netz verlegen...".

Mittlerweile hat sich meine Begeisterung für M-Net deutlich gelegt und man kann nur froh sein das man heutzutage halbwegs schnelles Internet hat.

Grüße Oliver

RegioSurfer

Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon RegioSurfer » 22.08.2019, 10:16

Das ein kleiner Provider von vorneherein nicht solche Skalenvorteile hat wie Telekom und Co sollte klar sein. Auch die Mischkalkulation ist natürlich schwierig, wenn ich in Kleinstädten mit Glasfaseranbindung bis zum Kabelverzweiger nur einen Bruchteil der Endkunden erreiche, wie in einer Großstadt. Wir sind kürzlich von Augsburg in einen Vorort in unser Häuschen gezogen. Nur in unserem Aufgang unseres Wohnblocks wohnten mehr Menschen als in meiner ganzen Straße am neuen Wohnort.

M Net hat ja auch einfach viel erschlossen was sonst keiner erschließen wollte, sich offensichtlich zu den normalen Tarifen auf dem DSL Markt für keine Firma gelohnt hat. Wir Deutschen jammern ja immer gerne über schleppenden Breitbandausbau, unterschlagen dabei aber, dass Internetanschlüsse in Deutschland im europäischen Vergleich besonders günstig sind, die Zahlungsbereitschaft deutscher Verbraucher besonders niedrig ist. Und da ist M Net sogar noch fair bepreist. Es gibt andere Regionalanbieter die trotz gefördertem Ausbau so richtig zulangen. Da kostet VDSL 50 dann bei einem Anbieter im Allgäu beispielsweise 45€ monatlich, ab 500 GB Datenvolumen ist dann auch Schluss. Wieder ein anderer aus der Region verlangt sogar knapp 50€ monatlich für VDSL 50, aber immerhin ohne begrenztes Datenvolumen.

Regio Surf 50 kostet monatlich knapp 38€ und hat kein Data Cap. Wenn man sich anschaut was Spotify, Netflix etc wirklich brauchen, dann komnen damit 99% der Privathaushalte gut zurecht.

quaker
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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon quaker » 22.08.2019, 15:29

[moderiert: Der Beitrag wurde entfernt, da er gegen die Nutzungsbedingungen des Forums verstößt. Gerne kannst Du den Beitrag nochmal schreiben ohne Werbung oder Informationen zu Preisen anderer Anbieter.]

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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon S-Oliver-HU » 22.08.2019, 15:36

Von den Down- und Upload-Raten können wir bei uns in MKK aktuell nur träumen. Ob die irgendwann auch bei uns realisiert werden können ??? ...dazu muss sicher das alte Kupferkabel, also die letzten Meter zum Kunden, auch noch ausgetauscht werden.

Mit MKK meine ich den Main Kinzig Kreis, ein Ausbaugebiet von M-Net in kleineren Gemeinden wo Telekom und Co. nix machen will und man nur 6000er oder (viel) weniger erhält.
https://www.m-net.de/regio/

Grüße Oliver

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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon DarkSider » 22.08.2019, 19:14

Danke für das schöne Beispiel dass die Konkurrenz bei gleichem Preis den 10-Fachen Upload anbieten kann. Hier muss das M-Net Produktmanagement mal wirklich ran.
M-Net Surf&Fon-Flat 1.000 - Cluster 600
Hardware:
ONT: Huawei | Router/Firewall: opnSense

RegioSurfer

Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon RegioSurfer » 23.08.2019, 09:03

Ich vermute mal, dass hier ein Internet über TV Kabel Anbieter im inzwischen entfernten Post verlinkt wurde.
Das sind die einzigen die auf dem Papier merklich günstiger sein können. Auf dem Papier. Weil das shared medium nicht erst am MSAN beginnt, sondern am eigenen Internetanschluss. Per TV Kupferkabel, auch wenn die Anbieter gerne mit dem Begriff Glasfaser werben. Das Netz geht baumförmig durch ganze Straßenzüge oder gar Stadtviertel und Dörfer, bis es mal auf eine Anbindung per Glasfaser trifft. Und je nach Nutzungsgrad und Tageszeit geht das mächtig in die Knie. Bei allem Gemoser über VDSL über Telekom Kupfer hat da wenigstens jeder Anschlussinhaber seine eigene Point to Point Leitung zum Knoten der nächsten Netzebene und muss sich diese Kupferstrecke mit niemandem teilen.

Ich habe 24/7/365 die maximale vertragliche Bandbreite von M Net im Speedtest. Ich habe auch die TV Kabel Anbieter schon hinter mir, die ja auch sehr verkaufstüchtig auftreten, mit blendenden Rabatten und großen Versprechungen. Abends sank der Speed ins bodenlose und die einzige Reaktion des Anbieters waren Rabatte auf den Monatspreis. Das scheint viele Nutzer ruhig zu stellen, aber was bringt mir das wenn ich schnelles Internet will. Der Ping ist auch kontinuierlich gut bei M Net, der wird sowieso nie beworben und diskutiert. Dabei ist die Bandbreite für www surfen, WhatsApp Videotelefonate, usw vollkommen irrelevant, das wuppen selbst uralte ADSL Anschlüsse problemlos, das braucht keine hohen Bandbreiten. Aber es braucht schnelle Reaktionszeiten, sonst ist das Surferlebnis lahm, obwohl die Leitung trotzdem bzgl Bandbreite nicht an ihre Grenzen gebracht wird. Reaktionszeit ist für das Nutzungserlebnis, abgesehen vom Download großer Einzeldateien oder wirklich grottenschlechten Anschlüssen mit winziger Bandbreite, der entscheidende Faktor. Und die ist technologiebedingt schon rein rechnerisch bei VDSL immer kürzer als bei Docsis.

Ich bin mit VDSL von M Net bzgl Ping und realer Bandbreite viel zufriedener als mit meinem alten Kabelanschluss früher, obwohl der auf dem Papier mit 500 Mbit downstream für die selbe Grundgebühr protzte, in der Praxis lahm war. Und da war ich definitiv nicht die Ausnahme, Userforen sind seit Jahren voll von Nutzerklagen über schlechte Performance von Internet über Fernsehkabel. Wir haben einen Kabel HÜP im Keller, der laut Verfügbarkeitsabfrage inzwischen 1 Gbit downstream bieten soll. Ich bleibe trotzdem lieber beim ach so teuren und lahmen M Net Regio Surf VDSL. Weil das immer zuverlässig funktioniert, niedrige Latenz hat und super peering (zB Netflix CDN direkt im M Net Rechenzentrum). Ob etwas günstig ist entscheidet sich nicht auf dem Papier sondern am realen Preis/Leistungsverhältnis.

Daher: Äpfel und Birnen, ganz einfach.

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Re: Regiozuschlag Lizenz zum Abzocken?

Beitragvon DarkSider » 26.08.2019, 20:43

Hallo,

RegioSurfer hat geschrieben:Ich vermute mal, dass hier ein Internet über TV Kabel Anbieter im inzwischen entfernten Post verlinkt wurde.
Das sind die einzigen die auf dem Papier merklich günstiger sein können. Auf dem Papier. Weil das shared medium nicht erst am MSAN beginnt, sondern am eigenen Internetanschluss. Per TV Kupferkabel, auch wenn die Anbieter gerne mit dem Begriff Glasfaser werben. Das Netz geht baumförmig durch ganze Straßenzüge oder gar Stadtviertel und Dörfer, bis es mal auf eine Anbindung per Glasfaser trifft. Und je nach Nutzungsgrad und Tageszeit geht das mächtig in die Knie. Bei allem Gemoser über VDSL über Telekom Kupfer hat da wenigstens jeder Anschlussinhaber seine eigene Point to Point Leitung zum Knoten der nächsten Netzebene und muss sich diese Kupferstrecke mit niemandem teilen.


Da liegst du leider komplett falsch. Das Angebot hatte eine Datentransferrate von 1000/500 bei einem vergleichbaren Preis zum M-Net 1000/50er Angebot. IIRC handelte es sich dabei um einen FTTH / GPON Anbieter aus einer anderen Gemeinde / Stadt. Da M-Net nicht in direkter Konkurrenz mit diesen Anbietern steht, da sie im M-Net Ausbaugebit nicht verfügbar sind finde ich es etwas schade, dass die Moderation hier zu so einer Maßnahme greift. Der Münchner oder MKK-ler wird kaum umziehen um zum genannten Anbieter zu wechseln. Sogar der Große Bundestweite Telefon-Monopolist baut mittlerweile ja kräftig GPON aus und der dortige Gigabit-Glasfasertarif ist günstiger und im Upload deutlich (Faktor 10) schneller als das was M-Net anbietet.

Meine Verwandschaft - kleines Kuhdorf im Münchner Norden wird momentan ebenfalls von einem anderen GPON-Anbieter mit FTTH erschlossen. Ausbautechnik identisch zum Vorgehen der SWM, Gehwege auf, Orange Speedpipe bündel rein und an den Häusern wird auf Einzel-pipes mit Erdrakete oder Graben gesetzt. Auch dieser Anbieter, welcher ein andere aus dem moderierten Post ist bietet 1000/500 zu sogar deutlich günstigeren Konditionen als M-Net (jedoch ohne Dual-Stack Möglichkeit). Die Preisgestaltung bei M-Net erscheint teilweise einfach etwas willkürlich. Man legt den Fokus auf den Massenmarkt 50 / 100 / ggf. 300 Mbit/s und der Rest scheint egal. Dort wo man eine Monopolstellung hat gibt's halt noch den Regioaufschlag ;-) Man muss doch nur mal die Preisabsurdität ansehen:

100/40 kosten bei M-Net: 39,90
300/50 kosten bei M-Net: 49,90
1000/50 kosten bei M-Net: 149,00
(jeweils ohne telefonie, bis auf den 1000er, der wird nur so angeboten).

Mit anderen Worten: 3-Facher Download und ein bisschen mehr Upload kosten 10 € mehr (100/40 -> 300/50) für nochmal gut 3-mal mehr Download und den gleichen Upload zahlt man dann das 3-Fache (!) Für das Geld bekäme man 900/150 wenn man sich 3 Anschlüsse bucht - Unabhängig davon steht der Leistungszuwachs in überhaupt keinem Verhältnis zur Kostensteigerung.

Mein Transfervolumen von ca 2-4 TB im Monat könnte ich problemlos auch mit einem 100er Anschluss abdecken - Mehrkosten zum 300er Anschluss verursacht ein 1000er Kunde also vermutlich (fast) keine.

In der Firma liegt übrigens ein 500/100er Anschluss vom Mitbewerber aus Berlin - nicht GPON sondern aktives Glasfaser mit Full-Table-BGP und der Möglichkeit die eigenen RIPE-IP-Netze zu routen für gerade mal das 3-Fache des M-Net Anschlusses. Hier wirds dann zwar für die Privatperson wirklich ungemütlich teuer aber machbar ist offensichtlich viel :-)


In München liegen neben dem SWM-Glas auch noch 2 Kabelanbieter und VVDSL mit bis zu 250Mbit/s der DTAG. Ein Kabelanbieter der letztes Jahr DOCSIS 3.1 eingeführt hat bietet z.B. 1000/50 für weniger als die Hälfte des M-Net Gigabit Anschlusses an - leider auch nur mit Kindergarten-Upstream.

Ich habe 24/7/365 die maximale vertragliche Bandbreite von M Net im Speedtest.

Wenn man sich das Forum hier so ansieht gibt es möglicherweise gerade im Regio-bereich hier auch Probleme. Unklar ist immer ob der betroffene "zu dumm" ist oder ob tatsächlich der Flaschenhals am MFG oder im Backbone liegt. Leider bin ich nicht vor Ort :-)

Ich habe auch die TV Kabel Anbieter schon hinter mir, die ja auch sehr verkaufstüchtig auftreten, mit blendenden Rabatten und großen Versprechungen. Abends sank der Speed ins bodenlose und die einzige Reaktion des Anbieters waren Rabatte auf den Monatspreis. Das scheint viele Nutzer ruhig zu stellen, aber was bringt mir das wenn ich schnelles Internet will. Der Ping ist auch kontinuierlich gut bei M Net, der wird sowieso nie beworben und diskutiert. Dabei ist die Bandbreite für www surfen, WhatsApp Videotelefonate, usw vollkommen irrelevant, das wuppen selbst uralte ADSL Anschlüsse problemlos, das braucht keine hohen Bandbreiten. Aber es braucht schnelle Reaktionszeiten, sonst ist das Surferlebnis lahm, obwohl die Leitung trotzdem bzgl Bandbreite nicht an ihre Grenzen gebracht wird. Reaktionszeit ist für das Nutzungserlebnis, abgesehen vom Download großer Einzeldateien oder wirklich grottenschlechten Anschlüssen mit winziger Bandbreite, der entscheidende Faktor. Und die ist technologiebedingt schon rein rechnerisch bei VDSL immer kürzer als bei Docsis.


Ich war in Dachau und München Kunde bei einem sehr großen Kabelanbieter (dem größten ;-). Zuletzt mit einem 400 Mbit/s Tarif. Die Bandbreite wurde immer geliefert und die Pingzeiten via DOCSIS 3.0 waren zum ersten hop <<10ms. Das kann man von den M-Net FTTB Anschlüssen leider nicht behaupten. Hier wird VDSL als Brückentechnologie zum Keller eingesetzt - und eine entsprechende Störsicherheit schlägt gleich mal ein paar ms ping drauf. Auch hierzu gibt es viele Beiträge im Forum.

Reaktionszeit ist für das Nutzungserlebnis, abgesehen vom Download großer Einzeldateien oder wirklich grottenschlechten Anschlüssen mit winziger Bandbreite, der entscheidende Faktor. Und die ist technologiebedingt schon rein rechnerisch bei VDSL immer kürzer als bei Docsis.


Hier schenken sich DOCSIS und VVDSL überhaupt garnichts. Im Gegenteil mit DOCSIS 3.1 gibt's jetzt den low latency mode der zum CMTS eine Ping-Zeit von 1ms realisiert. Die VVDSL strecke mit nem Ping von 1ms zum ersten Hop möchte ich erstmal sehen :)

Ich bin mit VDSL von M Net bzgl Ping und realer Bandbreite viel zufriedener als mit meinem alten Kabelanschluss früher, obwohl der auf dem Papier mit 500 Mbit downstream für die selbe Grundgebühr protzte, in der Praxis lahm war. Und da war ich definitiv nicht die Ausnahme, Userforen sind seit Jahren voll von Nutzerklagen über schlechte Performance von Internet über Fernsehkabel. Wir haben einen Kabel HÜP im Keller, der laut Verfügbarkeitsabfrage inzwischen 1 Gbit downstream bieten soll. Ich bleibe trotzdem lieber beim ach so teuren und lahmen M Net Regio Surf VDSL. Weil das immer zuverlässig funktioniert, niedrige Latenz hat und super peering (zB Netflix CDN direkt im M Net Rechenzentrum). Ob etwas günstig ist entscheidet sich nicht auf dem Papier sondern am realen Preis/Leistungsverhältnis.


Sogar kleine Stadtnetzbetreiber bekommen von Netflix die schönen Roten Boxen ins Rack gestellt - kostenlos. Das haben die anderen Provider mit Sicherheit also auch alle :) Die Aufteilung der kanäle mit DOCSIS 3.1 hat sich grundlegend geändert Speed-Probleme bei diesen Anschlüssen wären mir nicht wirklich bekannt - zumindest nicht hier aus der Region. Ich persönlich bleibe bei meinem objektiv viel zu teuren M-Net FTTH Anschluss in der Hoffnung dass die Bandbreite einfach mal Synchron auf 1 Gbit/s erhöht wird. Da tut man sich dann mit anderen Technologien eher schwer. Wenn man Linear-TV noch möchte kommt man eigentlich um einen Kabel oder Sat-Anschluss nicht herum. Das M-Net TV-Plus Angebot auf Zattoo Basis scheint mir eine Notlösung zu sein um eben auch "TV" zu haben. Wenn man sich hier im TV-Forum mal die Einschränkungen der TV-Plus Box durchliest - nunja - da soll sich jeder einfach selbst seine Meinung Bilden. Die TV-Angebot der anderen ISPs funktionieren auch nicht immer Problemfrei aber wenigstens geht Dolby-Ton und andere selbstverständliche Funktionen von Digital-Receivern sind Nutzbar.

viele Grüße,

Fabian
M-Net Surf&Fon-Flat 1.000 - Cluster 600
Hardware:
ONT: Huawei | Router/Firewall: opnSense


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