turris omnia direkt, wenn FTTH?

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u32
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turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon u32 » 25.05.2016, 15:51

Hallo Mnet-community.

Habe seit kurzem die Möglichkeit FTTH bei mnet zu bestellen/nutzen. (Werde aber frühestens Kunde, wenn mal Farbe bekannt wird, wie mit den Zwangsroutern umgegangen wird :roll: )

Wird es nach Wegfall des Routerzwangs möglich sein, einen Router mit SFP-Slot direkt an die Faser von Mnet anzuschliessen?

Müsste eigentlich funktionieren, oder?

Dachte dabei an den hier: https://omnia.turris.cz/en/ :)

Kann mir einer hier dazu was schreiben?

Grüsse,
u32

Knight
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Re: turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon Knight » 25.05.2016, 20:47

Dann warte lieber den Tag ab und mache dort den Vertrag wo man es umsetzten muss.
Noch gibt es dazu nichts offizielles - musste eben bei Golem lesen, das Huawei mit Mnet G.fast ausbaut aber auch nur in München. Selbst im Pressebereich steht dazu nichts.

So gesehen, kannst du es auch heute schon. Er konvertiert ja nur die optischen Signale in digitale so dass ein Router PPPoE machen kann - hier die Fbox mit den Zugangsdaten. Du brauchst halt die Hardware welche mit der entsprechenden Wellenlänge klar kommt welche man hier verwendet. Aber so exotisch kann es nicht sein, da ab dem 1.9 ja alles rfc konform sein muss und auch keine Hardware es zuließe. Hat hier zufällig jemand die Hardware Bezeichnung parat welche aktuell verbaut wird?

Aber danke, dass du mir den Router wieder in den Sinn gebracht hast. Fand den damals schon ganz interessant. Er hat aber "nur" einen SFP Connector du brauchst also noch den kleinen Stick "sfp adapter" wo die Signale umwandelt.
Liebe Grüße, Knight :) | 63628 - Bad Soden-Salmünster // Breitband Main-Kinzig-Kreis :)
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lamena
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Re: turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon lamena » 26.05.2016, 09:58

Die Menge an Geräten mit eigenem Glasfasereingang würde ich als überschaubar bezeichnen.
Also ist es wesentlich wahrscheinlicher dass als Abschlusspunkt die ONT (Optical Network Terminal)
festgelegt wird und du dein Gerät über Ethernet daran anschließen kannst.
Bei den Kabelnetzanbietern ist das ja auch üblich.
Das Kabelmodem setzt die Signale passend um und reicht sie an eine Fritzbox oder so weiter.

DarkSider
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Re: turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon DarkSider » 26.05.2016, 13:38

Hallo,

u32 hat geschrieben:Hallo Mnet-community.
Habe seit kurzem die Möglichkeit FTTH bei mnet zu bestellen/nutzen. (Werde aber frühestens Kunde, wenn mal Farbe bekannt wird, wie mit den Zwangsroutern umgegangen wird :roll: )
Wird es nach Wegfall des Routerzwangs möglich sein, einen Router mit SFP-Slot direkt an die Faser von Mnet anzuschliessen?
Müsste eigentlich funktionieren, oder?
Dachte dabei an den hier: https://omnia.turris.cz/en/ :)
Kann mir einer hier dazu was schreiben?

Grüsse,
u32


soweit mir bekannt setzen M-Net (und andere deutsche FTTB/H anbieter) auf GPON (https://en.wikipedia.org/wiki/Passive_optical_network, und hier ein schöner Vortrag von HUAWEI http://de.slideshare.net/mansoor_gr8/gpon-fundamentals).

GPON ist technisch sehr ähnlich zum Kabel-Internet (DOCSIS). Bei GPON handelt es sich um eine rein passive 1:n-Anschlusstechnik (wobei n wohl auf 32 beschränkt ist). Eine vom OLT (M-NET) kommende Faser wird passiv auf bis zu 32 Anschlüsse (ONUs) gesplittet. Der Downstream (M-NET -> Kunde) erfolgt im Broadcast verfahren und AFAIK AES-Verschlüsselt. Die jeweils zum Kunden passende ONU hat den entsprechenden AES-Schlüssel und kann so die für sie passenden Pakete rausfiltern. Der Upstream läuft im TDMA (Zeitschlitzverfahren). Das OLT teilt jeder ONU entsprechende Zeitslots zu, in denen dann Pakete zurück zum OLT (M-NET) geschickt werden können.

Im Gegensatz zur üblichen Glasfasertechnik im Unternehmenseinsatz läuft GPON mit nur einer Faser bidirektional. Für Upstream/Downstream/TV kommen unterschiedliche Wellenlängen (Farben) zum Einsatz. An sich ist GPON aber eine Mono-Mode-Technik. Die verwendeten Wellenlängen sind: 1310, 1490 & 1550nm).

Die M-Net Faser wirst Du also niemals an einen Glasfaseranschluss eines klassischen Routers mit Mini-GBIC o.ä. anstecken können. Abschluss des GPON-Netzwerks beim Kunden wird immer eine ONU sein, die das empfangene Signal entsprechend splittet und via Ethernet und Koax (CATV) bereitstellt. Manche ONUs haben auch gleich direkt noch POTS klemmen. Man könnte sich natürlich auch eine ONU vorstellen die anstelle des RJ45-Anschlusses einen SC-Anschluss (o.ä.) besitzt - aber Ethernet bleibt Ethernet und ob das nun vom ONU in Glas zum Router geht oder als Cat5e Kabel ist egal - die Technik ist hier ja äquivalent. Problematisch wird es erst wenn wieder ein VDSL-MDU (MDU=Multi dwelling unit und verteilt das GPON signal eines ONUs auf mehrere Anschlüsse/Wohneinheiten) dazwischen sitzt der zusätzliche Latenzen und Fehler auf's Signal bringt.

Mit anderen Worten: Die M-Net Faser die zum Haus reinkommt wird niemals direkt in deinen Router führen :)

Edit:
An dieser stelle möchte ich meinen letzten Satz insofern relativieren, als dass diverse Hersteller (DLINK, Zyxel, TPLINK) tatsächlich diverse Router und Bridges anbieten die direkt die GPON-Faser entgegennehmen. Das von Dir verlinkte Produkt sieht für mich aber nicht GPON-Fähig aus, kann aber möglicherweise mit einem GPON-SFP-Modul entsprechend nachgerüstet werden (http://www.sfp-xfp.com/products/gpon-sfp.html#feature).

An dieser Stelle möchte ich jedoch die Sinnhaftigkeit einer solchen Installation in Frage stellen. Laut neduer Gesetzeslage wäre wohl tatsächlich die passive Glasfaser der Netzabschluss seitens M-Net und man müsste selbst ein GPON-Kompatibles ONT betreiben dürfen. Hier stellt sich dann die Frage noch provisionierung und ITU-Standard etc. Aus technischer Sicht wäre mir persönlich aber eine einfach GPON-LAN-Bridge, die vom Netzanbieter gewartet wird und für die Kompatibilität gebürgt wird 100x lieber.

viele Grüße,
Fabian.
M-Net Surf&Fon-Flat 1.000 - Cluster 600
Hardware:
ONT: Huawei | Router/Firewall: opnSense

lamena
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Re: turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon lamena » 26.05.2016, 15:16

DarkSider hat geschrieben:An dieser Stelle möchte ich jedoch die Sinnhaftigkeit einer solchen Installation in Frage stellen. Laut neduer Gesetzeslage wäre wohl tatsächlich die passive Glasfaser der Netzabschluss seitens M-Net und man müsste selbst ein GPON-Kompatibles ONT betreiben dürfen. Hier stellt sich dann die Frage noch provisionierung und ITU-Standard etc. Aus technischer Sicht wäre mir persönlich aber eine einfach GPON-LAN-Bridge, die vom Netzanbieter gewartet wird und für die Kompatibilität gebürgt wird 100x lieber.


Dem Gesetzgeber ging es denk ich primär darum die funktionsreduzierten Geräte deren Firmware veraltet war und Sicherheitslücken aufwies die nicht gestopft werden ersetzbar zu machen mit etwas was der Kunde für sich aussuchen kann und seinen Ansprüchen entspricht.
Dass das ONT nicht passiv ist und vom Netzanbieter kommt denke ich wird man in Kauf nehmen, wenn man dahinter einen TPLink, Cisco oder eine AVM Box problemfrei nutzen kann.
Schauen wir mal wie sich der Markt entwickelt. Weniger Geräte rumstehen haben hätte natürlich auch was für sich.

Michiel
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Re: turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon Michiel » 19.08.2016, 10:10

DarkSider hat geschrieben:Edit:
An dieser stelle möchte ich meinen letzten Satz insofern relativieren, als dass diverse Hersteller (DLINK, Zyxel, TPLINK) tatsächlich diverse Router und Bridges anbieten die direkt die GPON-Faser entgegennehmen. Das von Dir verlinkte Produkt sieht für mich aber nicht GPON-Fähig aus, kann aber möglicherweise mit einem GPON-SFP-Modul entsprechend nachgerüstet werden (http://www.sfp-xfp.com/products/gpon-sfp.html#feature).

An dieser Stelle möchte ich jedoch die Sinnhaftigkeit einer solchen Installation in Frage stellen. Laut neduer Gesetzeslage wäre wohl tatsächlich die passive Glasfaser der Netzabschluss seitens M-Net und man müsste selbst ein GPON-Kompatibles ONT betreiben dürfen. Hier stellt sich dann die Frage noch provisionierung und ITU-Standard etc. Aus technischer Sicht wäre mir persönlich aber eine einfach GPON-LAN-Bridge, die vom Netzanbieter gewartet wird und für die Kompatibilität gebürgt wird 100x lieber.

viele Grüße,
Fabian.

Leider ist es so das M-Net verpflichtet einen gpon von denen zu nehmen, der nach meine Meinung besser sein könnte.

u32: wenn du es erhalten hast, würde ich mich freuen wenn du deine Konfiguration teilst.

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Re: turris omnia direkt, wenn FTTH?

Beitragvon DarkSider » 19.08.2016, 16:55

Michiel hat geschrieben:Leider ist es so das M-Net verpflichtet einen gpon von denen zu nehmen, der nach meine Meinung besser sein könnte.


ja ein letztes Aufbäumen und verwehren gegen den im Gesetz eindeutig definierten passiven APL. Wenn man betroffen ist, wäre das ein Fall für die Verbraucherzentrale oder Bundesnetzagentur. Soweit ich weiß läuft es bei anderen FTTx Anbietern derzeit nicht anders. Das Offizielle Statement von M-Net kann man hier auch irgendwo nachlesen, das hat Yusuf freundlicherweise von der entsprechenden Fachabteilung erhalten. Momentan wird das mit der nicht-existenz von Endgeräten begründet. Entsprechende Geräte / Module existieren allerdings sehrwohl.

Einen faktischen Nachteil sehe ich bei der Verwendung des gelieferten ONT aber erstmal nicht.
M-Net Surf&Fon-Flat 1.000 - Cluster 600
Hardware:
ONT: Huawei | Router/Firewall: opnSense


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