Auslandstarife

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malamut
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Auslandstarife

Beitragvon malamut » 27.10.2009, 11:43

Hallo,

ich habe mal eine Frage zur Gestaltung der Auslandstarife. Und zwar verstehe ich nicht, weshalb die so absurd hoch sind - übrigens nicht nur bei M-net, sondern auch bei etlichen anderen Anbietern. Bei M-net fällt es aber besonders auf, weil München ja die Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil in ganz Deutschland ist: etwa jeder vierte Münchner ist Ausländer (Deutsche mit Migrationshintergrund nicht mitgezählt), ein guter Teil davon dürfte in Haushalten gemischter Nationalität leben. Ich glaube, man liegt nicht falsch, wenn man davon ausgeht, dass billige, lange Gespräche ins Ausland für grob die Hälfte der Münchener Haushalte ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Telefonanbieters sind.

Ich selbst gehöre zu einem solchen Haushalt gemischter Nationalität und wurde deshalb gerade zu Recht ausgebremst, als ich als Münchner und von den Stadtwerken überzeugter Lokalpatriot von der Telekom zu M-net wechseln wollte.

M-net muss sich natürlich wie alle anderen mit Telekom-Anschlüssen messen lassen, für die man Call-by-Call nutzt (M-net unterdrückt Call-by-Call ja, so dass es diese Option hier nicht gibt). Nun würde ich es ja verstehen, wenn M-net nicht unbedingt die Preise des billigsten Call-by-Call-Anbieters unterbietet. Sie können von mir aus 10%, 20% oder sogar 50% drauflegen. Aber die Preise liegen ja in Wirklichkeit nicht mal in derselben Größenordnung. Es geht stattdessen in vielen Fällen um das Zehn- bis Fünfzigfache, also Tausend Prozent oder gar Fünftausend Prozent mehr. Das ist prohibitiv; so einen Vertrag kann man ja gar nicht abschließen, wenn man bei klarem Verstand ist. Es kann nicht sein, dass aus 40 Euro Telefongebühren im Monat plötzlich 2000 Euro werden. Und das ist leider keine Übertreibung, sondern absolut realistisch. 22 Stunden Indonesien-Mobil kosten bei M-net 2071,08 Euro, und die werden bei uns ohne weiteres pro Monat vertelefoniert...

Meine Frage lautet also: warum macht M-net so etwas? Orientiert man sich bei M-net an den ebenfalls völlig überzogenen Telekom-Preisen ohne Call-by-Call? Hat man einfach nur die Preisentwicklung verschlafen? Ist man an irgendwelche Verträge mit irrsinnig hohen Durchleitungskosten gebunden? Will man Haushalte mit Ausländern raushalten? Oder gibt es am Ende sogar irgendeinen vernünftigen Grund?

Für den Fall, dass mir jemand nicht glaubt: hier mal zur Orientierung die Preise der für unseren Haushalt relevanten Länder außerhalb Europas für M-net und Call-by-Call (Minutenpreise, wobei ich nicht mal den billigsten Call-by-Call-Anbieter für den Vergleich wähle, sondern denjenigen, den wir aus purer Gewohnheit und wegen seiner Zuverlässigkeit in den letzten Jahren jedesmal benutzen):

Land / M-net / Call-by-Call / Faktor

Indonesien: 129,90 / 5,60 / 23
- mobil: 156,90 / 3,20 / 49

Vietnam: 129,90 / 9,00 / 14
-mobil: 156,90 / 8,80 / 18

Indien: 129,90 / 3,80 / 34
-mobil: 156,90 / 5,10 / 31

Brasilien: 39,90 / 3,70 / 11
-mobil: 66,90 / 18,00 / 4

China: 39,90 / 3,40 / 12
-mobil: 66,90 / 3,10 / 22

Das sind alles große, bevölkerungsreiche Länder, aus denen auch jeweils eine ganze Menge Leute hier in Deutschland leben... und an der einzigen Stelle, wo der Faktor mal nicht > 10 ist (Brasilien mobil), liegt das nicht etwa an dem tollen M-net-Tarif, sondern daran, dass da unser Call-by-Call-Provider einen ziemlich schlechten Preis hat und es deutlich billigere Konkurrenten gibt...

Also: warum sind die M-net-Preise so, wie sie sind? Und: gibt es irgendeine Art von Aussicht, dass sich diese Situation mal signifikant bessern wird? Auf VoIP umsteigen möchte ich nicht, habe damit zu schlechte Erfahrungen bei Verbindungen innerhalb Deutschlands gemacht und finde es gerade gut, dass M-net noch gescheites ISDN anbietet (dass bei Auslandsverbindungen dann trotzdem letztendlich VoIP irgendwo auf der Leitung passiert, finde ich nicht so schlimm - aber für den Anschluss selbst möchte ich es als gebranntes Kind vermeiden).

Liebe Grüße,
malamut

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Beitragvon envoy » 27.10.2009, 12:22

Wir nutzen für Auslansgespräche mit m-net 0180-callthrough Anbieter, die sind nicht geblockt. Da sind die Preise zwar nicht gleich mit "normalem" call-by-call, aber fast identisch.

malamut
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Beitragvon malamut » 27.10.2009, 12:48

Hallo envoy,

danke für den nützlichen Hinweis auf Callthrough. Darüber hatte ich mich vor längerer Zeit mal informiert, es dann aber verworfen und aus dem Gedächtnis gestrichen, weil der Telefoniervorgang so kompliziert wird. Man kann nicht mehr einfach eine Person aus der telefoninternen Liste auswählen und auf 'Wählen' drücken. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und man Call-by-Call nicht mehr verwenden kann, ist das aber sicher eine wichtige Hilfe in der Not.

Weshalb die M-net Tarife so hoch sind, würde mich aber trotzdem interessieren. Bzw. auf diesem Wege M-net einfach auch mal mitteilen, dass dies nicht jedem egal ist. 8) Gibt es hier vielleicht jemanden, vielleicht gar von M-net selbst, der dazu etwas sagen kann?

Liebe Grüße,
malamut

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Beitragvon Yusuf » 27.10.2009, 14:46

Hallo Malamut,

kurz gesagt, unsere Auslandstarife sind mit denen der Mitbewerber vergleichbar.
Call-by-Call ist NUR im Netz der T-Com möglich.

Grüße,
Yusuf

Gerowa
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Beitragvon Gerowa » 27.10.2009, 19:33

Genau das ist auch der Grund, warum unsere Bekannte, deren Kinder mit Familien in USA und Schweden wohnen, bei der T-Com bleibt.

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EXtes
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Beitragvon EXtes » 27.10.2009, 21:00

Hallo

Ich denke ein Problem wird auch die Qualität sein, die M-Net liefern muss/soll. Bei Call-by-Call hatte ich des öfteren
- Aussetzer während dem Gespräch
- Schlechte Sprach-Qualität
- Kein "Freizeichen"
- Keine Erreichbarkeit des Ziels
Für Call-by-Call geht das in Ordnung, für meinen "Haupt-Anschluss" nicht. Des weiteren ist das wohl alles nur eine Verdienst-/Preisfrage.
1. T-Com wird CBC auch nur erlauben, weil es das wahrscheinlich auf Grund eines Gesetzte muss.
2. Auch die Freischaltung/Verträge mit CBC werden Verwaltungs-Kosten verursachen, die irgendwie wieder rein kommen müssen (und das wahrscheinlich nicht durch CBC ;-)).
3. Die Zahl der Leute die Aufgrund von CBC nicht wechseln oder wieder weg-wechseln wird wohl zu klein sein, als dass sich Punkt 2 lohnen würde.


EXtes

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Beitragvon J@son » 28.10.2009, 08:20

Ich nutze fürs Ausland auch Callthrough (meist simmini.de), ist ja fast wie Call by Call (man muß halt nur ab und zu mal ne Karte kaufen).
Bei Auslandspreisen und Mobilpreisen kann man halt noch richtig "abzocken" und das machen auch fast alle Telefongesellschaften (deswegen sind die Preise beim Mitbewerb auch ziemlich gleich).

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Beitragvon Malemuc » 28.10.2009, 08:40

Ich nutze mittlerweile Skype callout fürs Ausland! Das ist auch recht sparsam und die Sprachqualität ist gut. Und man kann seine eigene Nummer anzeigen lassen.

Martin

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Beitragvon mhohenth » 28.10.2009, 09:08

Hy,

Ich nutze fürs Ausland VoIP. Ich bin bei Sipgate. Das erledigt alles die Fritzbox. Ich brauch nur mit dem Telefon wählen. Sobald ich 00 wähle geht das automatisch über VoIP. Ih habe hauptsächlich Osteuropa. Die Qualität ist sehr gut. Es wird bei uns sehr häufig genutzt. Da kann man jede menge sparen. Call bei Call geht zwar nicht, aber bei DSL kann man sehr gut auf VoIP umsteigen. Ich finde es wird immer zu viel rumgeweint, dass M-Net zu teuer ist. Man muss nur die Möglichkeiten alle nutzen. Es giebt auch noch was anderes als Call by Call.


Martin

malamut
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Beitragvon malamut » 28.10.2009, 09:15

Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten.

@EXtes: es stimmt natürlich, dass die Telekom Call-by-Call nicht freiwillig unterstützt. Aber ob freiwillig oder nicht, ist dem Kunden ja egal. :) Sie tun es, wir machen Gebrauch davon, und Konkurrenten der Telekom müssen sich dieser Situation stellen. Es kann ja übrigens niemand ernsthaft davon ausgehen, dass M-net diese Auslandspreise verlangt, weil man hofft, damit Geld zu verdienen. Das Gegenteil dürfte der Fall sein: M-net muss eine aufgrund der überzogenen Preise von niemandem genutzte Infrastruktur vorhalten, was teuer ist und niemandem etwas einbringt.

Was die Sprachqualität angeht, habe ich am Anfang dasselbe geglaubt wie Du, wurde durch etliche Jahre Test inzwischen aber eines Besseren belehrt. Es gibt einfach keine Korrelation zwischen Preis und Qualität. Manche Anbieter können es und andere nicht. Wir haben gerade in der Anfangszeit, als wir noch keinen Stamm-Call-by-Call-Anbieter hatten, für kurze Gespräche auch immer mal sündhaft teure Verbindungen der Telekom selbst probiert - mit wenig Erfolg.

Dass all dies für nur wenige Leute ein Thema ist, glaube ich nicht. Die Telekom hat ja weiterhin sehr, sehr viele Kunden. Es wird in der Öffentlichkeit oft so dargestellt, als seien die einfach zu faul zum Wechseln. Das glaube ich nicht. Ein großer Teil von Ihnen dürfte einfach faire Auslandstarife wichtig finden, wie ich im Ausgangsposting vorgerechnet habe. Andere Vorteile der Telekom speziell im Vergleich zu M-net (wo es eine 0800er-Servicenummer gibt) sehe ich nicht, und im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist das Volk nicht mehrheitlich verblödet. ;)

Was ich nicht verstehe, ist, warum die Festnetzanbieter sich überhaupt diese peinliche Preisblöße geben. Warum wird man nicht einfach selbst Kunde bei einem geeigneten Call-by-Call-Anbieter, nutzt deren Service und schlägt seine eigenen 50% drauf? Der Qualität würde dies nicht schaden (s.o.), und man würde von diesen völlig unrealistischen Mondpreisen wegkommen.

@Jason: es stimmt nicht, dass die Preise im Mitbewerb ziemlich gleich sind. Das waren sie mal vor etlichen Jahren. Heute ist mir kein echter Festnetzanbieter bekannt, der nicht zumindest als Option klar billigere Tarife für das Ausland anbietet als M-net. Selbst die Telekom mit ihren eigenen Tarifen ohne Call-by-Call ist deutlich moderater geworden. Beispiel Indonesien: dort verlangt die Telekom standardmäßig 19ct für Festnetz und 44ct für Mobil. Das ist zwar immer noch um Faktoren mehr als bei Call-by-Call-Anbietern, aber eben auch um Faktoren weniger als M-net verlangt.

@Malemuc: ja, Skype verwenden wir inzwischen auch häufiger mal. Zunehmend auch als direkte Skype-to-Skype Verbindung, die überhaupt nichts mehr kostet. Ich nutze Skype auch am Laptop, wenn ich selbst im Ausland bin, um nach Hause zu telefonieren. Trotzdem wollen wir natürlich auch einen Telefonanschluss haben, der zum Telefonieren geeignet ist. ;)

@Yusuf: stellt dies als offizielle Aussage von M-net dar? Dann vielen Dank, dass Du sie genannt hast. Natürlich gefällt sie mir inhaltlich nicht. :) Aber immerhin weiß man so, woran man ist: M-net hat kein Interesse an Kunden, für die Auslandsgespräche relevant sind (insbesondere außereuropäische). Warum auch immer. Ist ja ok, bleiben wir halt bei der Telekom, und ich prüfe die Lage in ein paar Jahren erneut. :) Dann aber vielleicht mit dem Ergebnis, dass VoIP mittlerweile gut genug geworden ist...

Liebe Grüße,
malamut

Jost
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Beitragvon Jost » 28.10.2009, 09:53

Hallo zusammen,

es gibt durchaus ein paar Möglichkeiten günstig ins Ausland zu telefonieren. Wirklich komfortabel sind sie nicht, aber sie sind vorhanden.
Ich hab hier eine Liste von 2007, mit Anbietern die funktionieren sollten.

Anbieter für 0180er Vorwahlen:

* www.easytelecom.de
* www.unicall.de

Anbieter für CallingCards:

* www.gobananas.de
* www.mox.de
* www.callax.de
* www.cardsville.com
* www.median-telecom.de
* www.vica24.de

Anbieter mit vorheriger Anmeldung und seperater Rechnungsstellung:

* www.tocall.de

Die Liste kann gerne ergänzt oder verkürzt werden. Wir übernehmen allerdings keinerlei Haftung oder Gewährleistung für die Dienstleistungen dieser Anbieter.

Die 010xx Sparvorwahlen funktionieren allerdings generell nicht.
Gruß,
Jost
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Beitragvon J@son » 28.10.2009, 10:29

@ Malamut
Ich habe jetzt nur mal schnell mit einem beliebten Mitbewerber verglichen (Alice) und da ist mnet teilweise sogar günstiger bei Auslandstarifen, teilweise aber auch teurer. So pauschal kann man also nicht sagen, daß mnet überall extrem teuer wäre (obwohl es mir ja auch zu teuer ist).
Man sollte sich halt am besten vor dem Abschluß eines Vertrages auch die Gebühren in die Länder anschauen, in die man am meisten telefoniert, bei vielen gesprächen ins Ausland ist man da halt bei der Telekom mit CbC am flexibelsten (oder halt mit Callthrough bei einem anderen Anbieter als der Telekom).
Man sollte sich (leider) auch von der Vorstellung verabschieden, bei einem Anbieter alles günstig zu bekommen, die Mischung machts halt.

Der Vergleich von CbC-oder Callthroughanbietern mit Vollanbietern ist aber auch nicht so ganz fair. Diese kleinen Anbieter kaufen ja meist nur große Minutenkontingente und betreiben ein paar Einwahlnummern/punkte, Vollanbieter haben da schon wesentlich mehr am A...

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Telefon-Optionen

Beitragvon NetWraith » 28.10.2009, 11:02

Und dann gibt es ja immer noch die Zusatzoptionen für Telefonie:
http://www.m-net.de/privat/maxi_komplet ... ionen.html

Das nützt allerdings nur etwas, wenn man in eines dieser Länder viel telefonieren will.

Also ich versteh die Aufregeung nicht, da dies ja bekannt ist/war, als/bevor man den Vertrag mit M-Net geschlossen hat :wink: .

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Beitragvon kammann » 28.10.2009, 11:09

malamut hat geschrieben:
danke für den nützlichen Hinweis auf Callthrough. Darüber hatte ich mich vor längerer Zeit mal informiert, es dann aber verworfen und aus dem Gedächtnis gestrichen, weil der Telefoniervorgang so kompliziert wird. Man kann nicht mehr einfach eine Person aus der telefoninternen Liste auswählen und auf 'Wählen' drücken.


Auch hierfür gibt es mehrere Anbieter, die eine Vielzahl von Einwahlrufnummern im deutschen Festnetz anbieten, welche man selbst für die gewünschten Zielrufnummerm im Ausland einrichten kann.
Zur Nutzung ruft man also nur eine z.B. im Telefonbuch gespeicherte deutsche Festnetzrufnummer an, wird dann aber ohne weitere Eingaben mit dem zuvor konfigurierten Ziel im Ausland verbunden. Bekanntester Anbieter hierfür dürfe wohl "JaJah" sein: http://www.jajah.com/products/direct/

Solange man nur eine begrenzte Anzahl von Zielen im Ausland regelmäßig anruft, sicher eine gute Alternative. Ein weiterer Vorteil dieser Anbieter ist die günstige Nutzung auch aus dem Mobilfunknetz, wo bekanntlich 0180xx Callthroughdienste extrem teuer sind.

malamut
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Beitragvon malamut » 28.10.2009, 11:48

@Jason,

auch Alice gehört zu den besonders teuren, allerdings haben sie keine ganz so hohen Preise wie M-net. Die 156,90, die M-net für viele Länder verlangt, habe ich bei Alice nicht gefunden. Für kein Land.

Den Vergleich von Vollanbietern mit Call-by-Call (und natürlich Preselection) finde ich alles andere als unfair, denn wie gesagt hindert ja niemand die Vollanbieter daran, ihre eigenen Verbindungen über solche Anbieter laufen zu lassen. Wenn ein Vollanbieter solch einen Service nicht anbietet und es darüberhinaus dem Kunden auch noch erschwert, sich selbst darum zu kümmern, dann darf man sich doch über Beschwerden nicht wundern.

Stell Dir mal vor, solch ein Geschäftsgebahren würde sich außerhalb der Telekommunikationsbranche abspielen. Auch dort habe ich Verständnis dafür, wenn die Produkte beim Dorfhändler etwas teurer sind als beim nächsten Discounter. Wenn aber der Liter Milch plötzlich 25 Euro kostet, wird sich ein Aufschrei erheben und die Leute werden einen solchen Laden in Scharen zu Recht boykottieren. Vor allem, wenn sich der Händler gleich noch beim Bürgermeister dafür einsetzt, ein paar der Straßen zu sperren, die zu anderen Läden führen. Auch wenn es andere Läden gibt, die ähnliches tun, und auch wenn viele andere Produkte in dem Laden gar nicht so überteuert sind, würde eine solche Preisgestaltung immer auf Unverständnis stoßen - und nicht nur das; der Ladenbesitzer müsste durchaus Angst vor §138 BGB und §291 StGB haben ("Wucher"). Zwei Paragraphen, die man übrigens auch als Telefonieanbieter im Auge haben sollte.

Die vorherrschende Meinung hier im Thread ist ja, dass es keinen Grund zur Aufregung gibt, weil der Kunde, wenn er auf ein wenig Komfort verzichtet, auf Konkurrenten mit brauchbarer Preisgestaltung zurückgreifen kann. Ich kann dem nicht zustimmen. Die Aufgabe eines Telefonanschluss-Anbieters ist es, dem Kunden auf einfache Weise stabile und bezahlbare Verbindungen zu beliebigen anderen Telefonanschlüssen zu ermöglichen. Wenn er das nicht schafft, verliert er in meinen Augen seine Existenzberechtigung. M-net würde damit auf einen reinen Internet-Provider reduziert.

@NetWraith: die hohen Auslandsgebühren werden sowohl von M-net als auch von den Konkurrenten durchaus gut versteckt. Ich glaube, dass die Mehrheit der M-net Neukunden sie nicht kennt. Inzwischen kann man sie mit etwas Mühe immerhin auf der Website von M-net finden, das war m.W. nicht immer so. Ich selbst habe natürlich insofern kein Problem, als dass ich gar keinen M-net-Vertrag habe. :)

Mir geht es nach wie vor darum, erst mal zu verstehen, warum M-net (und einige andere) überhaupt mit solch überzogenen Tarifen arbeitet. Eine befriedigende Antwort darauf habe ich leider auch in diesem Thread nicht gesehen. Die weitaus meisten Antworten beschäftigen sich stattdessen damit, ob und wie sich M-net als Provider für Auslandsgespräche für M-net-Kunden vermeiden lässt. Das ist für M-net-Kunden sicher hilfreich, lässt die eigentliche Frage aber unbeantwortet.

Im übrigen ist M-net ja keinesfalls ein Unternehmen wie jedes andere. M-net gehört i.W. verschiedenen Stadtwerken, vor allem den Stadtwerken München, und diese gehören wiederum der Stadt München. Es handelt sich also um ein Unternehmen in öffentlicher Hand. Und da hat die Öffentlichkeit das Recht und die Pflicht, auf durchweg sauberes Geschäftsgebahren zu achten und Missstände anzuprangern. Einen solchen sehe ich hier weiterhin.

Liebe Grüße,
malamut


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