Neue Kündigungsregelung (Vertrag verlängert sich um 1 Jahr)

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J@son
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Beitragvon J@son » 04.04.2008, 12:57

cyberpeter hat geschrieben:Nicht anders ist es bei einem Unternehmen, dass ja auch mit seinen Einnahmen kaluklieren muß. Desto länger die Vertragslaufzeit nach Ablauf der MVL ist, desto besser kann man mit den Einnahmen kalkulieren. Eigentlich logisch.... ;-)

Dann müßten sie aber darauf spekulieren, daß man die Kündigung "vergißt" und auf solchen Spekulationen würde ich keine Kalkulation aufbauen. Sicher würde man mehr einnehmen, wenn jemand nicht rechtzeitig kündigt, darauf bauen kann man jedoch nicht.
Aber wer den Vertrag so abschließt, hat sich ja hoffentlich die AGB gut durchgelesen und weiß von den einzuhaltenden Fristen. So problematisch ist das ja nun nicht.

Und zu der Umzugassache... wenn man jobmäßig umziehen muß, dann ist das doch ein wichtiger Grund und man kann den Vertrag kündigen. Das ist mal efektiv eine Verbesserung zu den alten AGB.

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cyberpeter
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Beitragvon cyberpeter » 04.04.2008, 13:41

J@son hat geschrieben:Dann müßten sie aber darauf spekulieren, daß man die Kündigung "vergißt" und auf solchen Spekulationen würde ich keine Kalkulation aufbauen. Sicher würde man mehr einnehmen, wenn jemand nicht rechtzeitig kündigt, darauf bauen kann man jedoch nicht.
Aber wer den Vertrag so abschließt, hat sich ja hoffentlich die AGB gut durchgelesen und weiß von den einzuhaltenden Fristen. So problematisch ist das ja nun nicht.


Das hat nichts mit vergessen zu tun. Sobald die MVL herum ist und der Kunde nicht gekündigt hat, schauen die "sicheren" Einnahmen so aus:

3 Monate: 3x 33,90= 101,70 €
12 Monate: 12x33,90= 406,80 €
Differenz 305,10 €

Das heißt pro Kunde 305,10 € "sichere" Einnahmen mehr. Bei 20.000 oder 30.000 Kunden ist das dann ein ganz schöner Betrag den ich investieren kann. Bei Kunden mit nur 3 Monaten könnte dieser Betrag zwar auch kommen, aber sie könnten genausgut kündigen, sprich ich kann damit nicht rechnen, wenn ich das Geld investieren will!

Verstanden?? ;-)

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Beitragvon J@son » 04.04.2008, 14:22

cyberpeter hat geschrieben:Verstanden?? ;-)

Ja das ist mir schon klar, trotzdem sind es eben keine sicheren Einnahmen bzw darauf kalkuliert, daß der Kunde die Kündigung vergißt und ich als Unternehmer würde mit sowas nicht kalkulieren.

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cyberpeter
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Beitragvon cyberpeter » 04.04.2008, 16:15

J@son hat geschrieben:Ja das ist mir schon klar, trotzdem sind es eben keine sicheren Einnahmen bzw darauf kalkuliert, daß der Kunde die Kündigung vergißt und ich als Unternehmer würde mit sowas nicht kalkulieren.


Glaube ich nicht, das Du es verstanden hast.

Wenn der Kunde vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von 12/24 Monaten kündigt, ist es egal ob 3 Monate oder 12 Monate automatische Verlängerung.

Nur wenn der Kunde vor Ablauf nicht gekündigt hat, weiß der Unternehmer sicher, dass er mit künftigen Einnahmen rechnen kann. Wenn die automatische Verlängerung wie in der Vergangenheit eben nur 3 Monate ist, dann kann er auch nur mit Einnahmen von 3 Monaten rechnen. Bei den neuen AGB´s im Normalfall mit 12 Monaten. Es hat also nichts mit Vergessen zu tun - ok? ;-)

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Beitragvon mistermagic » 04.04.2008, 19:31

cyberpeter hat geschrieben:Nur sollte man daran denken, dass M-Net nichts anderes gemacht hat, als sich dem Markt anzupassen, sprich nur die wenigsten Provider machen überhaupt noch 12 Monatsverträge wie M-Net und eine automatische Verlängerung um 1 Jahr ist in der Branche seit geraumer Zeit normal.

Jaja und wenn die Anderen aus dem Fenster springen...

Nur wenn man was nachmacht isses nicht besser, gerade dadurch hat sich M-Net bisher wohltuend von den anderen Läden abgehoben. Darum bin ich damal szu M-Net gekommen und genau deswegen denke ich jetzt über eine Wechsel nach, weil M-Net jetzt nichtmehr besser ist als andere, nurnoch teurer.
Schade drum.

MM

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Beitragvon ger1294 » 07.04.2008, 15:01

Hallo,

weil hier auch das Thema "Miete bei der Telekom" erwähnt wurde.

Laut TAL-Vertrag sind TAL mit einer Frist von 7 Werktagen zum Schluss eines jeden Werktags kündbar.

Somit ist die TAL-Miete kein Argument für eine 12 Monatige-Vertragsverlängerung, sondern höchstens für eine angemessene Kündigungsfrist, die bei 4 Wochen oder 3 Monaten durchaus erfüllt wird.

Letztlich wird es immer Spinner geben, die gerne ein "Providerhopping" machen, weil es hier 5 Euro billiger ist und da was umsonst gibt. Genau diese werde ich auch mit der automatischen Verlängerung nicht halten, da diese ohnehin nach Schalttermin gleich kündigen, um für einen Wechsel frei zu sein, nach Ablauf der MLZ.

Der Großteil der zufriedenen Kunden bleibt aber auch nach der MVLZ da, wenn Qualität und Service stimmen. Dazu brauche ich solche Knebelverträge nicht.

Auch lese ich den Satz "M-net hat sich damit an den Markt angepasst".
Richtig muss es lauten: M-Net hat auch die schlechten Marotten anderer Provider übernommen. Damit leider aber auch ein gewichtiges Verkaufsargument verschenkt.

M-Net verkauft man nicht über den Preis, denn da ist Alice, 1&1 & Co. meistens mittlerweile billiger (nicht günstiger), sondern über die Leistung, den Service und die Vertragsbedingungen. Nachdem die Vertragsbedingungen sich jetzt aber auf das schlechte Niveau der anderen Provider senken, ist dieses Verkaufsargument futsch.

Da viele Kunden ohnehin gerne stumpfköpfig Äpfel mit Birnen vergleichen (NGN mit ISDN, etc.) bleibt da nur noch der Service als wirkliches Argument.

Eine Mindestvertragslaufzeit gehe ich als Kunde bewusst ein, d.h. ich weiß, dass ich die nächsten 2 Jahre nicht kündigen kann. Was mache ich aber, wenn ich in 3 oder 4 Jahren in ein nicht versorgtes Gebiet umziehe und vor allem nicht am Ablauftag, sondern z.B. 6 Monate später, dann muss ich also für 1/2 Jahr noch zu Alice wechseln oder alternativ für 6 Monate eine Abschlagszahlung von 15 Euro bezahlen, obgleich die TAL-Miete gar nicht mehr anfällt.
Kempten: TAL 1371 m (0,4 mm) MaxiDSL 18000/1024 mit 14720/1240 kbit/s
Gilching: TAL 635 m (293m 0,5mm, 342m 0,4 mm) 7,35 db Dämpfung MaxiDSL 18000/1024

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Beitragvon andi » 11.04.2008, 12:35

Habe ich gerade ein Déjà-vu Erlebnis? Die Änderung der Kündigungsfristen wollte MNet doch schon vor ein einiger Zeit den Kunden im Kleingedruckten der AGB unterjubeln. Erinnert ihr euch noch? War noch im alten Forum.

Das Mnet die Maxi Komplett Grundpreise reduziert war Mnet eine Pressemitteilung wert, das Mnet die AGB zum Nachteil des Kunden ändert, fand nicht mal Erwähnung im Kundennewsletter.

Der zuständige Produktmanager wird schon noch verstehen, dass sich die Kunden ungern gängeln und für dumm verkaufen lassen. Mnet ist auf dem besten Weg die letzten verbliebenen Vorteile zu verspielen. Bravo!Gibt’s mittlerweile überhaupt noch welche?

Grüsse

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Beitragvon WaS » 11.04.2008, 14:16

ger1294 hat geschrieben: Was mache ich aber, wenn ich in 3 oder 4 Jahren in ein nicht
versorgtes Gebiet umziehe und vor allem nicht am Ablauftag, sondern
z.B. 6 Monate später,[...]


Dann kannst du jetzt "aus einem wichtigen Grund" vorzeitig kündigen :zustimm
Siehe die neuen AGBn :verweis

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Beitragvon J@son » 11.04.2008, 15:18

andi hat geschrieben:Das Mnet die Maxi Komplett Grundpreise reduziert war Mnet eine Pressemitteilung wert, das Mnet die AGB zum Nachteil des Kunden ändert, fand nicht mal Erwähnung im Kundennewsletter.

Sowas macht sich marketingtechnisch schlecht, darum werden ja solche Sachen auch immer in den AGB "versteckt".
Könnte höchstens noch unter "langfristiges Kundenbindungsprogramm" laufen ;)
Die versteckte Anschlußgebühr (9,90 für Hardwareversand) wird ja auch nicht erwähnt, das steht halt im Kleingedruckten.

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Beitragvon andi » 12.04.2008, 10:11

Beim letzten Mal, als Mnet die Kündigungsbedingungen zum Nachteil des Kunden verändert hat, war der Unmut hier viel größer.
Schade, dass die Kunden heutzutage entweder zu passiv oder zu gleichgültig sind um aufzubegehren. Anders kann ich mir das Desinteresse nicht erklären. Damals hatte Mnet ein Einsehen und machte die AGB Änderung rückgängig. Aber warum sollten sie das heute tun. Es kümmert ja anscheinend keine(n).

P.S. Ihr könnt den Richtern in Karlsruhe danken, dass sie eure Rechte schützen. Auf die Strasse gehen ja die wenigsten. Ja, du-bist-deutschland.de

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Beitragvon macplanet » 12.04.2008, 13:20

andi hat geschrieben:Schade, dass die Kunden heutzutage entweder zu passiv oder zu gleichgültig sind um aufzubegehren. Anders kann ich mir das Desinteresse nicht erklären. Damals hatte Mnet ein Einsehen und machte die AGB Änderung rückgängig. Aber warum sollten sie das heute tun. Es kümmert ja anscheinend keine(n).


Naja, es kümmert durchaus einige (und ich finde es auch ausgesprochen ärgerlich). Der Unterschied ist allerdings, daß gleichzeitig ein anderes Problem gelöst wurde: Die AGB sehen nun einen sauberen Weg vor, einen Vertrag vorzeitig zu kündigen, wenn man umzieht. Damit ist die lange Kündigungsfrist nicht mehr so dramatisch wie vorher.

Ärgerlich ist aber vor allem, daß solche Änderungen nicht klar kommuniziert werden. Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht, warum es keine Meldung gibt "Wir haben folgendes in den neuen AGB verändert" -- die Änderungen werden doch sowieso bemerkt.

Schöne Grüße,
Matthias

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Auch nicht gerade prickelnd

Beitragvon gerndrin » 13.04.2008, 11:15

dass ich nunmehr erst meinen 2-Jahresvertrag kontrolliert habe.
Damals auf 6000 abgeschlossen zu 47,90 € mit einer (Jahres) Promotion von 8,01 € Ermäßigung.
Heute, warum auch immer, werden 45,79 € berechnet mit einer Ermäßigung von 3,01 €. (die ab nächsten Monat auch ausläuft?) Im Endeffekt also nun 0,89 € mehr wie damals und man ist zusätzlich der Gelackmeierte, weil vergleichbare Anbieter (bei 24 Monaten) die Preise wesentlich (bis auf 25 €) gesenkt haben.
Macht in zwei Jahren ~ 400 € Differenz und würde man selbst bei Alice mit 30 € noch wesentlich besser fahren (~ 300 €) bei einer Kündigungsfrist von 1 Monat!
Ob sich das Geschäftsmodell? in Zukunft auszahlt?
Ich wage es zu bezweifeln und werde meine Konsequenzen ziehen.


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