Was genau zeichnet M-Net über mein Surfverhalten auf ?

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papamoll
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Beitragvon papamoll » 02.04.2008, 09:24

@FloScho: Da Capo!

Und an alle, die Probleme mit der Zuordnung IP-Adresse - Anschluß haben weil sie offensichtlich Angst vor einer Entdeckung (bei was? :roll: ) haben:
Macht euch erst mal schlau wie Internet funktioniert und überlegt dann, wie man es überhaupt vermeidet mit der aktuellen IP-Adresse bei diesen Aktionen in Erscheinung zu treten. Dann ist es nämlich auch wurscht, dass eine ohnehin bei den relevanten Seiten nicht in Erscheinung tretende Adresse beim Provider zugeordnet werden kann. Allerdings setzt dies natürlich etwas Intelligenz voraus, aber die ist ja schon in den schlauen Beiträgen erkennbar :) . Tests ob es geklappt gibt es wie Sand am Meer, ein hinreichend bekannter wäre: http://www.anonym-surfen-test.de/

Deshalb bin ich aufgrund der massenhaft BOT-verseuchten Rechnern, die im Umlauf sind sehr dafür, dass der Provider Adressen eine angemessene Zeitlang (z. B. die o. g. drei Tage) speichert, um ggf. auf technische Störungen, die durch solche Rechner hervorgerufen werden, entsprechend reagieren zu können.

Grüße

Peter

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Enemy
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Beitragvon Enemy » 02.04.2008, 11:52

Hallo,

vielleicht hilft das auch ein wenig weiter:

http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

P.S. Die Online-Durchsuchungen betreffen nur schwere Straftaten:z.B. "Kinderporographie,Mord,Terrorismus etc."
Das finde ich auch in Ordnung.
Um solche Straftäter muss man sich auch angemessen kümmern!!!!!!



LG
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Beitragvon brudaa » 02.04.2008, 14:03

FloScho hat geschrieben:Mir persönlich ist es noch weitaus mehr egal, weil ich einfach nichts Illegales im Internet mache.


Man muss auch nichts Illegales im Internet machen, um trotzdem etwas gegen die Vorratsdatenspeicherung zu haben, schließlich stellt diese Meiner Meinung nach, alle unter Generalverdacht. Es steht nicht ohne Grund etwas im Grundgesetz. Und dieses Grundgesetz wird in dem Fall der Vorratsdatenspeicherung Verletzt, was grob gesehen wiederum eine Straftat ist. Und ich finde es eine Frechheit, mir hier zu unterstellen, dass nur weil ich etwas gegen die Vorratsdatenspeicherung habe, mir gleich Unterstellt wird, dass ich Unrechtes im Schilde führe!!!

So, das war meine Meinung

Mfg brudaa

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FarCry
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Beitragvon FarCry » 02.04.2008, 17:39

Ich will mit meinem Beitrag hierzu niemanden angreifen, nur das muss ich loswerden.
Jeder jammert gegen die Vorratsdatenspeicherung, aber hat schon mal einer daran gedacht, welche Daten bei Meinungsumfragen, Kundenkarten (Payback, HappyDigits usw.) gespeichert werden?
Das finde ich noch viel schlimmer, Hurra ich bin ein gläserner Kunde.
3 Tage Speicherung zur Netzsicherung finde ich absolut ok, ist sogar manchmal zur Fehlersuche zu wenig.
How will I laugh Tomorrow, when I can´t even Smile today.

Aureal
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Beitragvon Aureal » 02.04.2008, 18:18

@FarCry: Da hast Du sicher Recht, dass hier sehr viele Daten gespeichert werden, jedoch passiert das dann freiwillig, bzw. ich kann mich der Datenerhebung entziehen. Ich werde hierbei auch nicht mit Verbrechern auf eine Stufe gestellt.

Ciao

FloScho
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Beitragvon FloScho » 02.04.2008, 18:36

Auch wenn Inet, Emails usw. sicher zu den Basics gehören so zwingt dich trotzdem niemand daran zu partizipieren.

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Beitragvon Aureal » 02.04.2008, 19:52


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Beitragvon Tsuran » 03.04.2008, 10:54

Aureal hat geschrieben:Ich werde hierbei auch nicht mit Verbrechern auf eine Stufe gestellt.


Das Totschlag-Argument der Datenschützer. Unbescholtene Bürger werden ja auf eine Stufe mit Verbrechern gestellt. Ich habe den Sinn hinter dieser Aussage immer noch nicht verstanden.

Werden beispielsweise IP Adressdaten für 6 Monate gespeichert, dann haben die Ermittlungsbehörden die Möglichkeit den Kinderporno/Bombenleger/Terrorist usw. eindeutig zu identifizieren. Will heißen, der betreffende Datensatz wird identifiziert und der betroffenen zugeordnet. Ähnlich wie bei einem Nummernschild wenn mich der Polizeiblitzer erwischt. Verbrecher wird dingfest gemacht aufgrund von richterlichem Beschluss.

Wo frage ich mich, treten die 99,9999 % aller restlichen Leute auf, die auf die gleiche Stufe wie der Gesetzesbrecher gestellt werden? Ich kann das nicht erkennen. Wenn ich dieser Logik folge müssen alle Nummernschilder von den Fahrzeugen abmontiert werden, da ich auch hier auf die gleiche Stufe wie Verbrecher gestellt werden kann.

Werden die Daten aber nicht gespeichert, dann hat niemand die Möglichkeit jemanden zu identifizieren und dingfest zu machen. Warum frage ich mich, gibt das Volk (also der Staat) Verbrechern die Möglichkeit einen Raum zu schaffen in dem sie machen können was sie wollen?
Viele Grüße aus Augsburg

Robert
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Beitragvon Enemy » 03.04.2008, 16:43

Tsuran hat geschrieben:
Aureal hat geschrieben:Ich werde hierbei auch nicht mit Verbrechern auf eine Stufe gestellt.


Das Totschlag-Argument der Datenschützer. Unbescholtene Bürger werden ja auf eine Stufe mit Verbrechern gestellt. Ich habe den Sinn hinter dieser Aussage immer noch nicht verstanden.

Werden beispielsweise IP Adressdaten für 6 Monate gespeichert, dann haben die Ermittlungsbehörden die Möglichkeit den Kinderporno/Bombenleger/Terrorist usw. eindeutig zu identifizieren. Will heißen, der betreffende Datensatz wird identifiziert und der betroffenen zugeordnet. Ähnlich wie bei einem Nummernschild wenn mich der Polizeiblitzer erwischt. Verbrecher wird dingfest gemacht aufgrund von richterlichem Beschluss.

Wo frage ich mich, treten die 99,9999 % aller restlichen Leute auf, die auf die gleiche Stufe wie der Gesetzesbrecher gestellt werden? Ich kann das nicht erkennen. Wenn ich dieser Logik folge müssen alle Nummernschilder von den Fahrzeugen abmontiert werden, da ich auch hier auf die gleiche Stufe wie Verbrecher gestellt werden kann.

Werden die Daten aber nicht gespeichert, dann hat niemand die Möglichkeit jemanden zu identifizieren und dingfest zu machen. Warum frage ich mich, gibt das Volk (also der Staat) Verbrechern die Möglichkeit einen Raum zu schaffen in dem sie machen können was sie wollen?


Ähnlich dieser Meinung bin ich auch, deswegen finde ich den Kompromiss der gefasst wurde nicht schlecht.
http://www.it-business.de/news/recht/nachrichten/urteile/articles/115966/index2.html

Es geht meiner Meingung nach um die Auslegung!!!!

Schwere Straftaten müssen gestoppt werden........!!!!!!!!!!

Alles andere um was es einigen Leuten geht (Urheberrecht), wurde ja erschwert. Anscheinend ist die Zivilklagenflut den Gerichten ein wenig zuviel geworden. Dem Anwalt aus Hamburg wird wohl in Zukunft seine Arbeit nicht mehr so gefallen.
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Beitragvon J@son » 03.04.2008, 16:45

Tsuran hat geschrieben:Werden beispielsweise IP Adressdaten für 6 Monate gespeichert, dann haben die Ermittlungsbehörden die Möglichkeit den Kinderporno/Bombenleger/Terrorist usw. eindeutig zu identifizieren. Will heißen, der betreffende Datensatz wird identifiziert und der betroffenen zugeordnet. Ähnlich wie bei einem Nummernschild wenn mich der Polizeiblitzer erwischt. Verbrecher wird dingfest gemacht aufgrund von richterlichem Beschluss.

Wo frage ich mich, treten die 99,9999 % aller restlichen Leute auf, die auf die gleiche Stufe wie der Gesetzesbrecher gestellt werden? Ich kann das nicht erkennen. Wenn ich dieser Logik folge müssen alle Nummernschilder von den Fahrzeugen abmontiert werden, da ich auch hier auf die gleiche Stufe wie Verbrecher gestellt werden kann.

Ich würde das eher mit der automatisierten Kennzeichenerfassung vergleichen. Da hat ja das BVerfG festgestellt, daß die Erfassung der Kennzeichen eben nicht anlasslos oder flächendeckend erfolgen darf, was ja bei der VDS so ist.
Zuletzt geändert von J@son am 03.04.2008, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon brudaa » 03.04.2008, 17:26

Ich habe gelesen, dass falls die Vorratsdatenspeicherung in Kraft tritt und die Daten 1/2 Jahre gespeichert werden müssen, koste das insgesammt in deutschland über 45 Millionen Euro, um das Umzusetzen. :?

Wieso sollten den die Behörden die Daten von über 8000000 Millionen Bundesbürgern speichern, wenn sie eh nur bei verdacht auf Kinderpornographie etc. Zugreifen dürfen, wieso loggen sie die IP's nicht erst wenn der Verdacht besteht...

brudaa

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Beitragvon Aureal » 04.04.2008, 00:12

@tsuran: Du stellst die Frage nach dem Raum, der Verbrechern gegeben würde. Das ist richtig, doch genau in diesem Raum befindet sich auch meine grundrechtlich verbriefte Freiheit, die jede Demokratie benötigt. Es bleibt nur immer wieder zu wiederholen, dass eine absolute Sicherheit auch eine Gesellschaft ohne Freiheit, mit totaler Überwachung bedeutet.
Darüberhinaus wird der Nutzen der Vorratsdatenspeicherung von aktuellen Studien als sehr gering eingeschätzt. Ich denke, durch eine sinnvolle Koordination und bessere Ausstattung von Polizeikräften, ist eine ausreichende Sicherheit gegeben.

Ciao

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Beitragvon kammann » 04.04.2008, 10:15

brudaa hat geschrieben: wieso loggen sie die IP's nicht erst wenn der Verdacht besteht...

Wie soll das denn funktionieren? Der Verdacht entsteht doch erst durch Festellung von illegalen Aktitaeten eines Nutzers einer bestimmten IP-Adresse , z.B. durch Auswerten von Webserver oder Tauschboersen. Um diese rueckverfolgen zu koennen, muss die Zuordnung IP-Adresse zu Kunde vom Provider gespeichert werden.
Der umgekehrte Fall (man hat die Anschrift eines Kunden und benoetigt dessen zugeordnete IP-Adressen) tritt ja wohl eher selten auf.

Jens

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Beitragvon brudaa » 04.04.2008, 13:11

kammann hat geschrieben:
brudaa hat geschrieben: wieso loggen sie die IP's nicht erst wenn der Verdacht besteht...

Wie soll das denn funktionieren? Der Verdacht entsteht doch erst durch Festellung von illegalen Aktitaeten eines Nutzers einer bestimmten IP-Adresse , z.B. durch Auswerten von Webserver oder Tauschboersen. Um diese rueckverfolgen zu koennen, muss die Zuordnung IP-Adresse zu Kunde vom Provider gespeichert werden.
Der umgekehrte Fall (man hat die Anschrift eines Kunden und benoetigt dessen zugeordnete IP-Adressen) tritt ja wohl eher selten auf.

Jens

kammann hat geschrieben:durch Auswerten von Webserver oder Tauschboersen


Falsch, erstens darf die IP nur bei Kinderpornographie... Benutz werden


2. Es geht schon, Eine Person Postet in einem Forum, wie eine Bombe gebastelt wird, und fragen umgehend den Provider nach der IP (max 7 Tage) dazu brauch ich aber kein halbes jahr logging...

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Beitragvon Tsuran » 07.04.2008, 15:37

J@son hat geschrieben:Ich würde das eher mit der automatisierten Kennzeichenerfassung vergleichen. Da hat ja das BVerfG festgestellt, daß die Erfassung der Kennzeichen eben nicht anlasslos oder flächendeckend erfolgen darf, was ja bei der VDS so ist.


Ich sehe damit zwar kein Problem, lasse mir das aber eingehen wenn das nicht erlaubt ist. Dann gibt es halt in Zukunft einen Anlass für den die Dinger aufgestellt werden. Hier werden aber zwei Dinge verwechselt. Für eine anlasslose Speicherung gibt es hier keinen Grund weil bei Bedarf das Nummernschild ja irgendwo vorhanden ist. Eine Zuordnung ist möglich.

Wenn aber eine Straftat im Internet geschieht, für deren Zuordnung eine IP Adresse benötigt wird, so habe ich danach keine Möglichkeit mehr, jemals den Inhaber zu finden. Im Internet gibts halt leider keine Zeugen.


Aureal hat geschrieben:@tsuran: Du stellst die Frage nach dem Raum, der Verbrechern gegeben würde. Das ist richtig, doch genau in diesem Raum befindet sich auch meine grundrechtlich verbriefte Freiheit, die jede Demokratie benötigt. Es bleibt nur immer wieder zu wiederholen, dass eine absolute Sicherheit auch eine Gesellschaft ohne Freiheit, mit totaler Überwachung bedeutet.
Darüberhinaus wird der Nutzen der Vorratsdatenspeicherung von aktuellen Studien als sehr gering eingeschätzt. Ich denke, durch eine sinnvolle Koordination und bessere Ausstattung von Polizeikräften, ist eine ausreichende Sicherheit gegeben.


Auch ein häufig gebrachtes Argument. Ich sehe aber immer noch keinen Zusammenhang zwischen meiner Freiheit (ich kann ja immer noch tun und lassen was ich will) und der Speicherung meiner IP Adresse auf den Systemen. Viel viel kritischer für all die "Meine persönliche Freiheit wird eingeschränkt" Leute als die Vorratsdatenspeicherung ist die Rechtslage zum Thema Youporn/Arcor und einem Erotikhändler. Wenn diese Sache Mode macht, dann kann Hinz und Kunz den Internetverkehr auf judikativ verordnete Art und Weise leicht manipulieren. Hier steht ein grundsätzliches Problem zum freien Datenverkehr an. Hier höre ich aber niemanden laut aufschreien.

Absolute Sicherheit wird es nie geben, die totale Überwachung ist auch nicht richtig, allerdings muss man als Staat der Exekutive die Möglichkeit geben sich auf geänderte Verhältnisse umzustellen. Früher wurden Informationen per Telefon, Fax oder persönlich (Dia,Film,Foto) übermittelt. Heute eben per eMail. Für alle der obengenannten Dinge gibt es die Möglichkeit der Einflussnahme durch Ermittlungsbehörden. Für das Internetzeitalter gibt es das nicht.

Die Speicherung will niemand, erst dann wenn es Eltern, Frau, Kind oder sonstwas persönlich betrifft.

Es gibt auch Studien die (heute noch!) den Nutzen eines Sicherheitsgurtes in Frage stellen, oder die gesundheitsschädlichkeit des Rauchens. Wirklich repräsentative Studien sind extrem selten, und es stellt sich bei diesem Thema wohl die berechtigte Frage wer diese finanziert und wer sie in Auftrag gegeben hat.
Viele Grüße aus Augsburg



Robert

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