Speicherung von Verbindungsdaten und IP-Adressen nicht zul.

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NeTwork
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Beitragvon NeTwork » 12.10.2007, 00:06

oh man, was ist das hier?

Please STICKY machen den Heulsusen Thread!!! :roll:

Lass doch die IPs speichern? Oder läd da jemand illigal aus dem Internet runter? Und will nicht so enden wie die Frau aus USA!? :D

Taneller
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Beitragvon Taneller » 12.10.2007, 00:11

@Schweini:
Quatsch nicht so'n dummes Zeugs!

WaS und Du sind "Berufsquerulanten". So Knallfrösche, wie Euch beide, gibt's in jedem Forum! (.... und die sterben einfach nicht aus!)

Ich zum Beispiel, geh jetzt meine Alte vögeln, während Du Dich durch die mit diesen Kokolores durch die Nacht quälen musst. :GRÖÖÖÖÖÖÖHL:

... Kommunikation Ende.

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Beitragvon NeTwork » 12.10.2007, 00:14

Taneller: Gummipuppen zählen nicht als Frau/Freundin oder "Alte"!

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eurostarter
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Beitragvon eurostarter » 12.10.2007, 00:40

Da schreit aber jemand laut. Ist nicht böse gemeint, aber mit aufgeregten Kündigungsdrohungen macht man sich bei einem Unternehmen der Größe eher lächerlich, als wichtig.

Die (ohnehin recht knapp bemessenen) 3 Tage Datenspeicherung sind meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Das ist absolut notwendig, um schwerer Kriminalität oder eben auch Viren- und Trojanerschleudern nachgehen zu können. Und es ist eine faire Abwägung zwischen den Interessen der Firma und den Interessen der datenschutzwilligen Kunden.

Zur rechtlichen Seite möcht ich mich nicht auslassen. Nur soviel: Gerichte entscheiden ja immer wieder mal anders, und ich weiß, dass es einen Paragraphen gibt, der die Datenspeicherung aus technischen Gründen erlaubt.

Taneller
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Beitragvon Taneller » 12.10.2007, 01:34

@eurostarter
Hi,
vielleicht hast Du ja Recht. Gerichte entscheiden sehr unterschiedlich. Man denke nur an die vielen Entscheidungen der Richter aus der Hamburger Ecke. Das ist oft nicht mal mit dem Gesetz vereinbar.

However: Viren- und Trojanerschleudern sind ein Argument, dass ich einsehe. Wahrscheinlich liegt aber der Grund eher in der schweren Kriminalität. Oder aber in einer Art Angst des ISP vor neuen, zukünftigen Rechtssprechungen der Richter. Verstehe ich auch. Kann ich auch nachvollziehen.

Das Problem ist meiner Ansicht nach aber immer noch der mögliche Datenmissbrauch durch Dritte. Wer kann mir garantieren, dass sich nicht auch ein einmal ein schwarzes Schaf beim ISP befindet, der mit den IP-Adressen Schindluder treibt? (Ich hab's schon erlebt, dass diplomierte Informatiker in einer grossen Nürnberger Konsumforschungsgesellschaft einen Webserver für eigene Zwecke betrieben haben. Das ist erst nach Monaten aufgeflogen. Derjenige wurde dann auch sofort fristlos entlassen...). Weißt ja: Trau, schau, wem....

Es hört sich immer zunächst einfach und logisch und nachvollziehbar an, wenn man Argumente, wie Du Sie nennst, hervorbringt.

Aber nicht alle Menschen sind "anständig"! Selbst namhafte Politiker wurden schon vorbestraft.
Klar, man kann meine Bedenken gegenüber der Speicherung von IP-Adressen durch den ISP immer abwimmeln.
Nur: Wir bräuchten dann wirklich keinen Datenschutzbeauftragten und Gesetze müssten nicht durch einen Bundestag - wenn alles so einfach wäre.

Wenn alle vernünftig wären, bräuchten wir nicht einmal Gesetze :wink: ...

Persönlich sehe ich es mittlerweile nicht mehr ein, mich noch mehr vergläsern lassen zu müssen - auch wenn nichts zu verbergen habe. Aber eine Privatsphäre muss einfach gewährleistet sein. IP-Adressen gehören mittlerweile leider dazu...

Greets,
Taneller

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Beitragvon Schweini » 12.10.2007, 01:35

Taneller hat geschrieben:@Schweini:
Quatsch nicht so'n dummes Zeugs!


Dito :D
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Beitragvon FloScho » 12.10.2007, 02:15

Boar kann man bitte diesen Emule Troll aus dem Forum entfernen, das ist ja unterstes Niveau.

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Beitragvon Namenlos » 12.10.2007, 05:40

Da leidet wohl einer unter Verfolgungswahrn. *Kopf an Wand schlag*

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Beitragvon Sven » 12.10.2007, 07:27

Hallo zuammen,

da diese Diskussion hier wohl etwas aus dem Ruder läuft mal paar Grundlegende Sachen.

@Taneller: Leg dir bitte hier im Forum einen anderen Umgangston zu, du kannst gern mit den anderen Usern auf sachlicher Ebene weiter diskutieren (reden) aber bitte ohne Beleidigungen.

Was mit deinen Daten bei uns geschieht und an wen diese im Zweifelsfall rausgegeben werden, steht zum einen schon hier im Forum (bitte Suchfunktion benutzen) bzw. kannst du es auch bei unserem Datenschutzbeauftragtem (siehe http://www.m-net.de/index.php?id=152) erfahren.



Grundsetzlich (nochmal für alle !) bitte ich euch auf sachliche Ebene miteinander zu reden, sonst sehe ich mich gezwungen Beiträge zu editieren oder Themen zu schliessen.
Sven Bialaß
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Beitragvon J@son » 12.10.2007, 08:35

eurostarter hat geschrieben:Da schreit aber jemand laut. Ist nicht böse gemeint, aber mit aufgeregten Kündigungsdrohungen macht man sich bei einem Unternehmen der Größe eher lächerlich, als wichtig.

Die (ohnehin recht knapp bemessenen) 3 Tage Datenspeicherung sind meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Das ist absolut notwendig, um schwerer Kriminalität oder eben auch Viren- und Trojanerschleudern nachgehen zu können. Und es ist eine faire Abwägung zwischen den Interessen der Firma und den Interessen der datenschutzwilligen Kunden.

Zur rechtlichen Seite möcht ich mich nicht auslassen. Nur soviel: Gerichte entscheiden ja immer wieder mal anders, und ich weiß, dass es einen Paragraphen gibt, der die Datenspeicherung aus technischen Gründen erlaubt.

Na ja zur Kriminalitätsbekämpfung reichen 3 Tage bei weitem nicht aus und wenn in der Richtung ein Verdacht besteht, wird sowieso ermittlet/länger geloggt.
Die Daten 3 Tage zu speichern ist jedenfalls nicht legaler als die Daten 3 Monate zu speichern. Nur speichern die ISPs halt und es stört fast keinen, hat ja keiner was zu verbergen ...
Immerhin steht jedem frei, seinen ISP zu verklagen, bei der aktuellen Rechtslage dürfte das Urteil ja eigentlich denkbar sein.
Lustigerweise kommt aber eh bald die Vorratsdatenspeicherung und dann muß wieder gespeichert werden. Aber da eh keiner was zu verbergen hat, ist das ja dann auch egal.

Taneller
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Lieber Support! Das TKG einmal genau ansehen ;-)

Beitragvon Taneller » 12.10.2007, 11:34

@Sven
Bevor Du Dich noch weiter mühevoll um Argumente bemühst, stelle ich Dir an dieser Stelle die Rechtsgrundlage - die eindeutig die Speicherung der IP-Adressen durch den ISP regelt - vor :wink: .

Die Sachlage wird ganz klar im Telekommunikationsgesetz (TKG) geregelt. Dort findet sich unter § 96 TKG, Verkehrsdaten folgendes:

(1) Der Diensteanbieter darf folgende Verkehrsdaten erheben und verwenden, soweit dies für die in diesem Abschnitt genannten Zwecke erforderlich ist:

1. die Nummer oder Kennung der beteiligten Anschlüsse oder der Endeinrichtung, personenbezogene Berechtigungskennungen, bei Verwendung von Kundenkarten auch die Kartennummer, bei mobilen Anschlüssen auch die Standortdaten,

2. den Beginn und das Ende der jeweiligen Verbindung nach Datum und Uhrzeit und, soweit die Entgelte davon abhängen, die übermittelten Datenmengen,

3. den vom Nutzer in Anspruch genommenen Telekommunikationsdienst,

4. die Endpunkte von festgeschalteten Verbindungen, ihren Beginn und ihr Ende nach Datum und Uhrzeit und, soweit die Entgelte davon abhängen, die übermittelten Datenmengen,

5. sonstige zum Aufbau und zur Aufrechterhaltung der Telekommunikation sowie zur Entgeltabrechnung notwendige Verkehrsdaten.

(2) 1 Die gespeicherten Verkehrsdaten dürfen über das Ende der Verbindung hinaus nur verwendet werden, soweit sie zum Aufbau weiterer Verbindungen oder für die in den §§ 97, 99, 100 und 101 genannten oder für die durch andere gesetzliche Vorschriften begründeten Zwecke erforderlich sind. 2 Im Übrigen sind Verkehrsdaten vom Diensteanbieter nach Beendigung der Verbindung unverzüglich zu löschen.

(3) 1 Der Diensteanbieter darf teilnehmerbezogene Verkehrsdaten, die vom Anbieter eines Telekommunikationsdienstes für die Öffentlichkeit verwendet werden, zum Zwecke der Vermarktung von Telekommunikationsdiensten, zur bedarfsgerechten Gestaltung von Telekommunikationsdiensten oder zur Bereitstellung von Diensten mit Zusatznutzen im dazu erforderlichen Zeitraum nur verwenden, sofern der Betroffene in diese Verwendung eingewilligt hat. 2 Die Daten der Angerufenen sind unverzüglich zu anonymisieren. 3 Eine zielnummernbezogene Verwendung der Verkehrsdaten durch den Diensteanbieter zu den in Satz 1 genannten Zwecken ist nur mit Einwilligung der Angerufenen zulässig. 4 Hierbei sind die Daten der Anrufenden unverzüglich zu anonymisieren.

(4) 1 Bei der Einholung der Einwilligung ist dem Teilnehmer mitzuteilen, welche Datenarten für die in Absatz 3 Satz 1 genannten Zwecke verarbeitet werden sollen und wie lange sie gespeichert werden sollen. 2 Außerdem ist der Teilnehmer darauf hinzuweisen, dass er die Einwilligung jederzeit widerrufen kann.


Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eingewilligt habe, dass diese Daten gespeichert werden.

Ich denke, die M-Net wäre gut beraten, sich auch an das TKG zu halten!

P.S. Auch wenn einige Nutzer "...natürlich nichts zu verbergen..." haben: Es sei trotzdem gesagt, dass dieses Gesetz zut Zeit immer noch Gültigkeit hat. Auch, wenn es laut M-Net Datenschutzerklärung zunächst etwas anders aussehen mag.

Greets,
Taneller

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Beitragvon chrischi » 12.10.2007, 12:29

Respekt, hast dir ja viel Mühe gemacht das ganze herauszuarbeiten.

Aber Tatsache ist doch dass sich trotz Telekomunikationsgesetz kaum ein ISP daran hält.

Es gibt eben zur Zeit viele Instanzen die das Gesetz in Frage stellen.
Von der staatlich geforderten allgemeinen Voratsdatenspeicherung bis zur staatsanwaltlich geforderten Speicherung aufgrund von Urheberrechtsverletzungen in begründeten Fällen.

Ich denke viele ISP warten ab bis ein endgültiges Gesetz verabschiedet ist.
Bis dahin kannst du gerne Klagen, aber wahrscheinlich endet das wie das Hornberger Schiessen.

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eurostarter
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Re: Lieber Support! Das TKG einmal genau ansehen ;-)

Beitragvon eurostarter » 12.10.2007, 12:32

Taneller hat geschrieben:@Sven
Bevor Du Dich noch weiter mühevoll um Argumente bemühst, stelle ich Dir an dieser Stelle die Rechtsgrundlage - die eindeutig die Speicherung der IP-Adressen durch den ISP regelt - vor :wink:

Aber verstanden hast Du's anscheinend selbst nicht. Denn:
Taneller hat geschrieben:(2) 1 Die gespeicherten Verkehrsdaten dürfen über das Ende der Verbindung hinaus nur verwendet werden, soweit sie zum Aufbau weiterer Verbindungen oder für die in den §§ 97, 99, 100 und 101 genannten oder für die durch andere gesetzliche Vorschriften begründeten Zwecke erforderlich sind. 2 Im Übrigen sind Verkehrsdaten vom Diensteanbieter nach Beendigung der Verbindung unverzüglich zu löschen.

Da zitierst Du doch selbst die nötigen Paragraphen: laut § 100 "darf der Diensteanbieter zum Erkennen, Eingrenzen oder Beseitigen von Störungen oder Fehlern an Telekommunikationsanlagen die Bestandsdaten und Verkehrsdaten der Teilnehmer und Nutzer erheben und verwenden."

Aus diesem Grund speichert M-net die IP-Adressen 3 Tage lang.
Taneller hat geschrieben:(3) 1 Der Diensteanbieter darf teilnehmerbezogene Verkehrsdaten, die vom Anbieter eines Telekommunikationsdienstes für die Öffentlichkeit verwendet werden, zum Zwecke der Vermarktung von Telekommunikationsdiensten, zur bedarfsgerechten Gestaltung von Telekommunikationsdiensten oder zur Bereitstellung von Diensten mit Zusatznutzen im dazu erforderlichen Zeitraum nur verwenden, sofern der Betroffene in diese Verwendung eingewilligt hat. 2 Die Daten der Angerufenen sind unverzüglich zu anonymisieren. 3 Eine zielnummernbezogene Verwendung der Verkehrsdaten durch den Diensteanbieter zu den in Satz 1 genannten Zwecken ist nur mit Einwilligung der Angerufenen zulässig. 4 Hierbei sind die Daten der Anrufenden unverzüglich zu anonymisieren.

(4) 1 Bei der Einholung der Einwilligung ist dem Teilnehmer mitzuteilen, welche Datenarten für die in Absatz 3 Satz 1 genannten Zwecke verarbeitet werden sollen und wie lange sie gespeichert werden sollen. 2 Außerdem ist der Teilnehmer darauf hinzuweisen, dass er die Einwilligung jederzeit widerrufen kann. [/i]

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eingewilligt habe, dass diese Daten gespeichert werden.

Das ist was völlig anderes, in dem zitieren Gesetzestext geht es um die Nutzung der Verkehrsdaten für Kundenberatung und bedarfsgerechte Gestaltung von Dienstleistungen. Das tut M-net auch nicht, wenn Du nicht eingewilligt hast.

Wir diskutieren hier aber gerade über die Speicherung der Daten.

WaS
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Beitragvon WaS » 12.10.2007, 15:17

RESPEKT!

Danke für diese glaskare Analyse. Ich hätte nicht erwartet,
dass dieser verfahrene Thread doch noch informativ und
lehrreich wird.

Taneller
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Beitragvon Taneller » 12.10.2007, 19:15

@eurostarter
Aber verstanden hast Du's anscheinend selbst nicht.

Doch, natürlich hab ich es verstanden! Selbstverständlich habe ich mir die zusammenhängenden Pragraphen vorher durchgelesen. Unter anderem den § 100 im TKG. Und da steht - wenn man ihn bis ganz unten durchliest :wink: - folgendes:

... (3) Soweit erforderlich, darf der Diensteanbieter bei Vorliegen zu dokumentierender tatsächlicher Anhaltspunkte die Bestandsdaten und Verkehrsdaten erheben und verwenden, die zum Aufdecken sowie Unterbinden von Leistungserschleichungen und sonstigen rechtswidrigen Inanspruchnahmen der Telekommunikationsnetze und -dienste erforderlich sind. 2Zu dem in Satz 1 genannten Zweck darf der Diensteanbieter die erhobenen Verkehrsdaten in der Weise verwenden, dass aus dem Gesamtbestand aller Verkehrsdaten, die nicht älter als sechs Monate sind, die Daten derjenigen Verbindungen des Netzes ermittelt werden, für die tatsächliche Anhaltspunkte den Verdacht der rechtswidrigen Inanspruchnahme von Telekommunikationsnetzen und -diensten begründen. ...

Das steht da und ich bestreite das auch nicht.
Aber wenn man den §100 weiter liest steht da noch folgende Anmerkung:

... (4) 1Unter den Voraussetzungen des Absatzes 3 Satz 1 darf der Diensteanbieter im Einzelfall Steuersignale erheben und verwenden, soweit dies zum Aufklären und Unterbinden der dort genannten Handlungen unerlässlich ist. 2Die Erhebung und Verwendung von anderen Nachrichteninhalten ist unzulässig. [i]3Über Einzelmaßnahmen nach Satz 1 ist die Bundesnetzagentur in Kenntnis zu setzen. 4Die Betroffenen sind zu benachrichtigen, sobald dies ohne Gefährdung des Zwecks der Maßnahmen möglich ist...

Es geht mir (und sicherlich auch vielen anderen Usern) darum, dass tatsächlich jeder, der bei der M-Net einen volumen und -zeitunabhängigen DSL-Zugang (Flatrate) hat, grundsätzlich geloggt wird.
Das ist aber laut TKG §100 nicht rechtens.
Bei gezielten Einzelfällen, so wie's im Gesetzestext steht, sieht s ganz klar anders aus - und das mit Fug und Recht. Und da gibt's viel Schlimmeres als die P2P-Kriminellen....

Das ist was völlig anderes, in dem zitieren Gesetzestext geht es um die Nutzung der Verkehrsdaten für Kundenberatung und bedarfsgerechte Gestaltung von Dienstleistungen. Das tut M-net auch nicht, wenn Du nicht eingewilligt hast.


Doch! Genau das tut M-Net. Ich habe heute vom M-Net Support einen Link zur Datenschutzerklärung bekommen. Hier ist er auf alle Fälle noch mal:
http://www.m-net.de/index.php?id=152

Dort steht u.a. folgendes:
... 4. Zweckbestimmung der Datenerhebung, -verarbeitung oder -nutzung:
M-net betreibt ein Telekommunikations- und Datenübertragungsnetz. Daraus erfolgen verschiedene Angeboten im Bereich Sprach- und Datendienstleistungen für Geschäfts- und Privatkunden. Die Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung erfolgt zur Ausübung der oben angegebenen Zwecke....


Ich werde zwar informiert, dass es gemacht wird. Eingewilligt habe ich aber wissentlich niemals. Im Normalfall müsste ich auf meinem Vertrag mit der M-Net einen Passus finden, in dem ich mit meiner Unterschrift ausdücklich eingewilligt habe. Ich kann mich da nicht daran erinnern - vielleicht irre ich mich und hab's überlesen; glaub ich aber nicht.

Greets,
Taneller


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