FAQ zu DSL - Themen

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Dieter
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FAQ zu DSL - Themen

Beitragvon Dieter » 01.09.2006, 08:32

Hallo,

in diesem Thema möchten wir immer wieder im Support aufkommende Fragen als FAQ sammeln. In erster Linie beziehen wir uns hier auf technische Aspekte. Anregungen zur Aufnahme von neuen Themen nehmen wir gerne entgegen.
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
M-net Support Team

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Einsatz von Fremdgeräten (DSL-Modem) am M-net - Anschluss

Beitragvon Dieter » 01.09.2006, 08:33

Einsatz von Fremdgeräten (DSL-Modem) am M-net - Anschluss

Folgende Information kann das Support-Team zum Einsatz von DSL - Modems von Fremdherstellern an uneren Anschlüssen geben:

Wenn ein anderes als das von M-net bereitgestellte DSL-Modem an
dem Anschluss betrieben wird, so kann im Störungsfall kein
Support geleistet werden. Stellt sich heraus, daß die
Störung durch das "Fremdgerät" verursacht wurde, dann ist
der Einsatz des Kundendienst-Technikers zur Prüfung der Störung vor Ort kostenpflichtig!

In der Vergangenheit war es so, dass teilweise Inkompatibilitäten zu anderen Modems bestanden (in erster Linie zu älteren Typen), oder dass diese nicht die erwartete Bandbreite oder Reichweite lieferten. Das funktionieren "fremder" Modems am M-net DSL-Anschluss wird deshalb nicht garantiert. Wir empfehlen den Einsatz des von uns zur Verfügung gestellten Gerätes.

Wenn doch ein "Fremdgerät" am DSL-Anschluss verwendet wird, dann bitte vor einer Störungsmeldung zuerst das Fremdgerät entfernen und mit dem von M-net gelieferten Modem nochmals gegentesten!

Falls ein Router zum Einsatz kommen soll, dann ist ein Gerät ohne integriertes Modem zu bevorzugen, oder eines, dessen Modem abschaltbar ist. Derartige Geräte besitzen eine Ethernet - Schnittstelle wo das von M-net zur Verfügung gestellte Modem angeschlossen werden kann.

Eine Liste mit den von M-net getesteten Geräten findet Ihr unter http://www.m-net.de/uploads/media/ADSL_ ... zliste.pdf .

Hinweis für Anwender einer "AVM Fritz!Box":

Die populären (WLAN-)Router des Typs "Fritz!Box" sind mit
einem integrierten Modem ausgestattet. Seine Funktion an
DSL-Anschlüssen von M-net wird nicht garantiert; insbesondere an ADSL2+-Anschlüssen kam es bisher gelegentlich zu Problemen bzw. das von uns gelieferte Modem erzielte bessere Verbindungswerte. Bei bestimmten Modellen (insbesondere bei den VoIP-fähigen "FritzBox Fon") kann das interne Modem abgeschaltet und stattdessen ein externes verwendet werden (also das von M-net gestellte). Evtl. muss dazu aber die Firmware der FritzBox aktualisiert werden; konsultieren Sie dazu die Dokumentation des Gerätes und die Web-Seiten bzw. den Support von AVM.
Zuletzt geändert von Dieter am 01.09.2006, 08:35, insgesamt 3-mal geändert.
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
M-net Support Team

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Brutto- / Nettobandbreite bei DSL

Beitragvon Dieter » 01.09.2006, 08:34

Brutto- / Nettobandbreite bei DSL

Da immer wieder Fragen zur maximal erreichbaren Geschwindigkeit bzw. zur Bandbreite auftreten möchte ich hier zentral ein paar Hinweise hinterlegen. Die Betrachtungen gelten analog natürlich auch für andere Geschwindigkeiten. Weiterhin kommt als Faktor die Leitung hinzu. Nicht jede Leitung ist für die Übertragung mit voller Geschwindigkeit geeignet.

***********************************************************

Eine "kurze" Betrachtung über ADSL-Bandbreiten und Brutto-zu-Netto Rechnungen.

ADSL Downstream (brutto) = 2048 kbit/s = 256 kByte/s

Was passiert aber bei einem Download z.B. über ftp ?

Zuerst werden die Daten in ein TCP-Paket gepackt
- Dann wird das TCP-Paket in ein IP-Paket gepackt.
-- Das IP-Paket kommt dann in einen PPP-Frame.
--- Der wird dann in ein PPPoE-Paket gepackt.
---- Das ganze wird anschließend per Ethernet bis zum Modem übertragen.
- - - - Dort werden die Ethernetframes (ggf.) in einen ATM-Zellstrom zerhackstückelt", also in kleine ATM-Zellen umgeschichtet.


Wie sähe also eine Rechnung für den theoretischen Idealfall aus?

Angenommen es werden aussschließlich nur Nutzdaten per FTP übertragen, was allerdings hypothetisch ist, da ja auch ständig Kontrolldaten (z.B. für TCP, für PPP etc.) mitgesendet werden müssen.

TCP-Header = 20 Byte
IP-Header = 20 Byte
PPP-Header = 5 Byte
PPPoE-Header = 6 Byte
Ethernet-Header = 14 Byte

MTU (Ethernet) = 1500 Byte
MTU (für PPP) = 1482 Byte
MTU (für FTP) = 1442 Byte (1482 - 40, IP+TCP-Header)


ATM-Zellgrösse = 53 Byte
ATM-Header = 5 Byte


Rechnung:

2048 kBit/s = 256 kByte/s

In jeweils 53Byte große ATM-Zellen (mit jeweils 5 Byte großem Header) eingpackt bleiben dann für die pppoe-frames noch 1855kbit/s (232 kbyte/s) übrig

Wenn dann mit der maximalen MTU (1500) gesendet werden würde entspricht das einem Payload von 1442 Bytes für den eigentlichen Dateninhalt von FTP.
D.h. daß man einen Datenstrom von 1500 Byte großen Paketen hat, die jeweils 1442 Bytes Nutzlast für FTP-Daten transportieren. Diese Pakete werden über ADSL also mit 1855 kBit/s übertragen. Dies sind in der Sekunde ca. 155 Pakete.

Da ein solches Paket jeweils 1442 Bytes Nutzlast enthält werden folglich "nur" noch 1788 kBit/s (224 kByte/s) an eigentlichen Daten der FTP-Anwendung übertragen !
Dabei ist hier noch nicht berücksichtigt, daß auch dazwischen immer wieder andere Pakete zur Steuerung des Datenflusses mit versendet werden müssen (z.B. tcp-Ack).
Also können bei einer ADSL-Bandbreite von 2048 kBit/s niemals dauerhaft per ftp oder einer anderen Anwendung, welche über TCP/IP läuft, mehr als 224 kByte/s Datentransfer erreicht werden !

Auf der Netzwerkschnittstelle des PC's (oder des Modems) würden dabei noch 1855 kBit/s (232kByte/s) an Daten fließen.

Daraus folgt:

1) Es kann daher nicht einfach mal so gerechnet werden :
ADSL-Brutto Bandbreite / 8 = Daten-Netto-Bytes/s.

2) bei 2048kbit/s brutto für ADSL sind 220kByte/s für Datenübertragungen ein sehr guter Wert !

Unsere Auffassung ist es, dass der User die von uns angegebene Bandbreite als Nettobandbreite auch nutzen kann (wenn die anderen Voraussetzungen wie Leitunglänge etc. stimmen). Daher konfigurieren wir die DSL - Bandbreite in der Regel am Anschluss höher, so dass "Verluste" durch Paketheader etc. ausgeglichen werden.

Anmerkung:
Auf einem lokalen 100Mbit Ethernet bekommt man auch keine 12,5 MByte/s an Daten von einem Rechner zum anderen.
Wer dies trotzdem noch glaubt der möge mal die Übertragung einer großen Datei mit der Stoppuhr messen !
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
M-net Support Team

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DSL - Anschluss zu langsam -> erste Prüfpunkte

Beitragvon Dieter » 17.10.2006, 12:58

DSL - Anschluss zu langsam? -> erste Prüfungen

Hallo,

durch die Anregung verschiedener User haben wir hier eine kurze FAQ zusammengestellt, die eine "Erste Hilfe" bei zu niedriger Bandbreite am Anschluss geben soll. Vielen Dank an WaS für die Zusammenstellung der Punkte.

1. Ermittlung der tatsächlichen Bandbreite:

Mit dem M-net Speedtest unter http://www.maxi-dsl.de/speed3 kann die ungefähre Bandbreite am Anschluss ermittelt werden. Den Test ruhig öfter durchführen und einen Mittelwert nehmen. Durch verschiedene Zugriffe können die Ergebnisse etwas schwanken. Den Unterschied zwischen kbit/s und kbyte/s beachten. Weiterhin ist ein FTP - Upload bzw. Download auf den von uns zur Verfügung gestellten Webspace sinnvoll. Der Webspace mit FTP - Zugang kann im Kundenportal eingerichtet werden. Als Dateigröße zum Test sind ca. 8 MB sinnvoll.

2. Auf die Leitungslänge achten:

Oftmals kann die maximale Bandbreite nicht genutzt werden, da die TAL (Teilnehmeranschlussleitung) zwischen der Vermittlungsstelle und der Adresse des Anschlusses zu lang ist -> Unter dem Thema Leitungslänge kann die Länge der TAL erfragt werden.

3. Modem neu starten

Modem ausschalten, 3 Minuten warten; Modem einschalten. Weiterhin haben viele Modems einen Resettaster auf der Rückseite des Gerätes. Diesen Taster mit einem Kugelschreiber ca. 20 Sekunden drücken. Das Modem führt dadurch einen Neustart durch. Das M-net - Modem lädt die ausgelieferte Konfiguration wieder. Falls ein Fremdmodem im Einsatz ist kann ggf. eine Neukonfiguration nach dem Werksreset notwendig sein.

Sollte das allerdings öfter nötig sein, um vollen Speed zu erhalten, dann liegt eine Störung vor; weiter mit Punkt 5.

4. Das Problem systematisch einkreisen

Offensichtliche Fehler ausschließen:
Verkabelung auf Mängel prüfen; nicht per WLAN messen (ist zu störanfällig); keine alte 10Mbit-Hardware benutzen, wenn die Soll-Geschwindigkeit schon höher sein soll (Maxi-Max).

Verbindung ohne Router testen:
Oftmals stellen sich auch Router als begrenzendes Element heraus. In jedem Fall das DSL - Modem direkt per Ethernet - Kabel an einen Rechner anschließen und die Bandbreite nochmals neu testen.

Falls ein Fremdmodem benutzt wird:
Wenn man Zugriff auf dessen Statusdaten hat: DSL-Geschwindigkeit auslesen. Ist sie i.O., dann scheiden Leitung und Modem als Fehlerursache schon mal aus. Falls das Modem aber zu langsam synchronisiert ist, oder wenn man es nicht überprüfen kann: Das Modem von M-net verwenden.

Falls Windows verwendet wird und eine falsche Konfiguration des Betriebssystems vermutet wird:

Alternativ mit einem Live-Linux (z.B. Knoppix www.knoppix.de) testen.

"Personal Firewalls" und Anti-Viren-Programme testweise ausschalten.

5. TCP/IP-Verbindung optimieren

Nach Erfahrungen einiger Kunden konnten Geschwindigkeitsprobleme durch die Installation eines TCP/IP-Optimierers unter Windows behoben werden. Ein Download dazu ist unter http://www.speedguide.net/downloads.php zu finden.

6. Anschluss durch M-net prüfen lassen:

Falls danach die eigene Technik als Fehlerquelle ausscheidet:
Nicht zögern, das Problem im Forum zu posten; dabei Ort (oder Vorwahl) und Kundennummer angeben. Eventuell haben andere User eine Idee. Wenn M-net den Anschluss prüfen soll am besten die Hotline kontaktieren. Bei Störungsmeldungen im Forum können wir auf Grund der Vielzahl der Beiträge nicht immer eine schnelle Bearbeitung zusichern.

Modem für eine evtl. Messung dauerhaft eingeschaltet lassen, ggfl. auch übers Wochenende (!).

Für Ergänzungen stehen wir gerne zur Verfügung.
Zuletzt geändert von Dieter am 18.09.2007, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
M-net Support Team

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Keine oder eingeschränkte Konnektivität

Beitragvon Dieter » 19.10.2006, 09:27

Warnmeldung: Keine oder eingeschränkte Konnektivität

Bei der Verwendung von Windows XP mit ServicePack 2 tritt manchmal eine Warnung "Keine oder eingeschränkte Konnektivität auf".

In der Regel erfolgt die Warnung dann, wenn Windows versucht über diese Netzwerkkarte eine IP - Adresse per DHCP zu finden, aber kein DHCP - Server erreichbar ist (z. B. wenn die Netzwerkkarte direkt an das DSL - Modem angeschlossen ist).

Wenn die DSL - Verbindung trotz der Warnung fehlerfrei funktioniert kann man diese Warnung in den Eigenschaften der LAN - Verbindung abschalten . Dazu den Haken bei "Benachrichten, wenn diese Verbindung eingeschränkte oder keine Konnektivität besitzt" entfernen.

Weiterhin kann es sinnvoll sein, der Netzwerkkarte eine lokale feste IP - Adresse zu vergeben. Dies geschieht wie folgt:

Start --> (Einstellungen --> Systemsteuerung -->) Netzwerkumgebung --> Netzwerkverbidungen anzeigen --> LAN Verbindung --> Eigenschaften --> Internetprotokoll TCP/IP --> folgende IP Adresse Verwenden:

IP: 10.0.0.1
Subnetzmaske: 255.255.255.0

Weitere Tipps dazu sind über diverse Suchmaschinen im Internet zu finden.
Viele Grüße
Dieter Lehmeyer
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Firmware - Update für Sphairon Turbolink AR871C1-B verfügbar

Beitragvon Dieter » 21.11.2007, 11:04

Firmware - Update für Sphairon Turbolink AR871C1-B verfügbar

Für das DSL-Modem Sphairon Turbolink AR871C1-B ist ein Firmware - Update verfügbar. Es werden damit Verbindungsschwierigkeiten behoben, die das Modem verursachen kann. Details dazu unter http://forum.m-net.de/viewtopic.php?t=2565


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