Maxi Komplett 3000, ADSL2+ und Fritz!Box 3070

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wmauss
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Maxi Komplett 3000, ADSL2+ und Fritz!Box 3070

Beitragvon wmauss » 03.02.2007, 08:43

Hallo zusammen,

inzwischen habe ich hier in verschiedenen Postings gelesen, daß wegen nicht standard-konformer ADSL Implementierung auf Seiten M-Nets es Probleme gibt, eine Fritz!Box zu verwenden.

Ich habe an meinem Würzburger M-Net Anschluß genau das gleiche Problem. Wegen hoher TAL wurde bei mir trotz "nur" 3000kbps von Anfang an ADSL2+ geschaltet.

Der Anschluß funktioniert nicht mit meiner Fritz!Box 3050 trotz akt. Firmware und erfolgreichem Funktionstest des Modems an einem T-DSL Anschluß. Stattdessen kann ich das Sphairon DSL Modem von M-Net erfolgreich betreiben. Das Modem ist superlangsam wenn ich neben einer typischen Zahl von P2P Verbindungen noch surfen will. Der Seitenaufruf erinnert an 56k Modem Zeiten. Insofern brächte es auch nichts, die FritzBox daran anzuschalten, selbst wenn das ginge.

Mich ärgert extrem, dass M-Net hier vom Standard abweicht und damit die Verwendung von anerkannt guter AVM DSL Hardware unmöglich macht. Das Ganze auch noch ohne eine Begründung zu liefern. Dies ist umso unverständlicher, da M-Net ja die komplette Telekom Infrastruktur nutzt, sagte mir ein Mitarbeiter der M-Net Hotline.
Wenn ich das vorher gewußt hätte, dann wäre ich nicht bei M-Net geblieben.

Ich war nämlich vorher bereits Kunde in München und da funktionierte meine Fritz!Box problemlos, allerdings an einem Standard DSL3000 Anschluß, also nicht mit ADSL2+.

Frustrierte Grüße

Werner

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Beitragvon eurostarter » 03.02.2007, 08:57

Es gibt keinen wirklichen Standard, da kann M-net nichts für (siehe auch dieser Beitrag). Außerdem solltest Du wissen, dass die von M-net verwendeteten Modems um Längen besser sind als der in den Fritzboxen verbaute Chipsatz. Wenn Du nur mit "56k" surfst, liegt das sicher nicht am M-net-Modem.

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Beitragvon wmauss » 03.02.2007, 09:20

Mir ist ziemlich egal ob es einen offiziellen Standard gibt oder nicht.
Tatsache ist, daß es nur vereinzelt Internet Serviceanbieter gibt, bei denen es nicht funktioniert. Alle anderen halten sich offenbar an das, was Du "keinen wirklichen Standard" nennen willst.

Daher kann M-Net sehr wohl etwas dafür, wenn's nicht geht.

WaS
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Re: Maxi Komplett 3000, ADSL2+ und Fritz!Box 3070

Beitragvon WaS » 03.02.2007, 09:25

wmauss hat geschrieben:inzwischen habe ich hier in verschiedenen Postings gelesen,
daß wegen nicht standard-konformer ADSL Implementierung
auf Seiten M-Nets...
Als "Standard" kann man die Hausnormen der T-Com nicht bezeichnen!

wmauss hat geschrieben:...es Probleme gibt, eine Fritz!Box zu verwenden.
richtig

wmauss hat geschrieben:Stattdessen kann ich das Sphairon DSL Modem von M-Net erfolgreich
betreiben. Das Modem ist superlangsam wenn ich neben einer typischen
Zahl von P2P Verbindungen noch surfen will. Der Seitenaufruf erinnert an
56k Modem Zeiten. Insofern brächte es auch nichts, die FritzBox daran
anzuschalten, selbst wenn das ginge.

In diesem Thread findest du eine Checkliste zum Vorgehen bei
mangelhaftem Speed. Führe vor allem den Speedtest durch; wenn der
passt, dann liegt das Problem nicht bei M-net, sondern bei den
P2P-Verbindungen, die deinen übrigen Anwendungen zu viel Bandbreite
wegnehmen.
Frage:
Was für einen Router hast du zusammen mit dem Modem benutzt?

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Beitragvon WaS » 03.02.2007, 09:36

wmauss hat geschrieben:Daher kann M-Net sehr wohl etwas dafür, wenn's nicht geht.


wmauss hat geschrieben:Wegen hoher TAL wurde bei mir trotz "nur" 3000kbps
von Anfang an ADSL2+ geschaltet.


Sieh's doch mal positiv: Die T-Com brät keine solchen Extrawürste.
Die schaltet bei zu langer TAL halt weniger Speed. Versöhnt dich das
vielleicht mit der Tatsache, dass die Fritzbox jetzt nicht mehr geht?
Oder hättest du lieber wieder die Fritzbox, aber halt vielleicht nur mit
einer 1000er-Leitung? :wink:

wmauss
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Beitragvon wmauss » 03.02.2007, 10:06

@ WaS

Danke, guter Tipp mit dem Speedtest.

Ich habe zwei Versuche gemacht, einmal während eMule lief, einmal ohne eMule. Dazwischen habe ich die Verbindung getrennt, um eine neue IP Adresse zu erhalten und um alle eMule requests von außen sicher ins Leere laufen zu lassen. Vor der neuen Internetverbindung habe ich eMule geschlossen. Habe geprüft, daß sich die IP Adresse auch geändert hat.

Folgende Ergebnisse hat der Speedtest gebracht:

a) Mit eMule:

eMule selbst:
UL: ~28kB/s -> 224kb/s
DL: ~4kB/s -> 32kb/s
Anzahl Verbindungen: <15

Speedtest:
UL: 851.67kb/s
DL: 169,85kb/s

Macht also in Summe:
UL: 1075kb/s
DL: 202kb/s

b) Ohne eMule:

Speedtest:
UL: 2863,08kb/s
DL: 263,6kb/s

Das ist ja ein gravierender Unterschied. Was bedeutet das? Drosselt M-Net die Übertragungsrate wenn eMule Ports detektiert werden?

Zum Router:
Ich habe z.Zt. gar keinen Router im Einsatz. Sprich, der PC hängt direkt am Sphairon dran.

Ich habe jetzt aus Zeitgründen noch nicht in den Link von Dir reingeguckt zu den Optimierungsmöglichkeiten. Mache ich später.

Grüße
Werner

WaS
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Beitragvon WaS » 03.02.2007, 14:06

wmauss hat geschrieben:Drosselt M-Net die Übertragungsrate wenn eMule Ports detektiert
werden?

IIRC wurde das schon mehrmals offiziell verneint.

Wahrscheinlichste Erklärung: Die Bandbreite für den Upstream
ist bekanntlich kleiner als für den Downstream. Dein eMule
hat den Upstream weitgehend ausgelastet und damit auch die
Quittungspakete für den Downstream (=Speedtest) verzögert.
Damit bricht auch der Downstream ein. Das ist ein altbekannter
und sozusagen "klasssischer" Effekt!

Du brauchst zwischen Modem und PC einen Router, der "Traffic
Shaping" oder "QoS" beherrscht. Die Fritzbox enthielt ja neben
dem Modem einen solchen Router.

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Beitragvon wmauss » 03.02.2007, 19:58

Ja, ich habe gemerkt, daß der Aufruf von Webseiten tatsächlich schneller geht, wenn ich den eMule UL Speed auf 20kB/s begrenze.
Apropos Trafficshaping, ich hatte mir vor Jahren den cFos gekauft, der dürfte jetzt zu neuen Ehren kommen, wo M-Net die Verwendung meiner guten Fritz!Box vereitelt hat. :evil:

Werner

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Beitragvon eurostarter » 03.02.2007, 20:03

wmauss hat geschrieben:wo M-Net die Verwendung meiner guten Fritz!Box vereitelt hat. :evil:

Du sollest Dich eher beim Hersteller Deiner Fritzbox beschweren, dass er seine Geräte nur für Telekomanschlüsse entwickelt.

M-net setzt den UR-2-Standard ein, mehr gibt es nicht..

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Beitragvon wmauss » 04.02.2007, 00:13

Theoretisch kann man die Schuld natürlich jedem der beiden anlasten.
M-Net weil sie nicht dem entsprechen was die Masse macht und AVM, weil sie nur unterstützen was die Masse macht.

Die Frage ist also, wer wem folgt. Und da ist es nun mal so, daß man vernünftigerweise dem folgt, was die Masse macht. Zumindest dann
- wenn man keinen triftigen Grund hat es anders zu machen
- wenn man möglichst großen wirtschaftlichen Erfolg mit geringstmöglichem Aufwand haben will
- wenn es um etablierte Standards für ein weitverbreitetes technisches Verfahren geht.

Auch gibt der Erfolg AVM Recht.
Daher sehe ich das anders und würde von M-Net erwarten sich anzupassen.
Das Mindeste wäre, die Details der Implementierung für Modemhersteller allgemein zugänglich zu machen. Hat das M-Net gemacht?

Werner

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Beitragvon eurostarter » 04.02.2007, 00:27

M-net ist mal bzgl. der Inkompatibilitäen mit AVM in Kontakt gestanden. AVM hat dann eine Beta-Firmware für den betroffenen Kunden erstellt und wollte die Erfahrungen angeblich in die nächsten Firmwareupdates einfließen lassen, ob da noch was draus geworden ist weiß ich nicht..

nachzulesen hier: http://foren.mnet-online.de/viewtopic.php?t=1326 (altes Forum)

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Beitragvon webcam_service » 04.02.2007, 11:41

wmauss hat geschrieben:Theoretisch kann man die Schuld natürlich jedem der beiden anlasten.
M-Net weil sie nicht dem entsprechen was die Masse macht und AVM, weil sie nur unterstützen was die Masse macht.

Die Frage ist also, wer wem folgt. Und da ist es nun mal so, daß man vernünftigerweise dem folgt, was die Masse macht. Zumindest dann
- wenn man keinen triftigen Grund hat es anders zu machen
- wenn man möglichst großen wirtschaftlichen Erfolg mit geringstmöglichem Aufwand haben will
- wenn es um etablierte Standards für ein weitverbreitetes technisches Verfahren geht.

Auch gibt der Erfolg AVM Recht.
Daher sehe ich das anders und würde von M-Net erwarten sich anzupassen.
Das Mindeste wäre, die Details der Implementierung für Modemhersteller allgemein zugänglich zu machen. Hat das M-Net gemacht?

Werner


Die Fritzbox geht aber trotzdem an diesen Anschlüssen: Modem inten nicht verwenden, sondern mitgeliefertes an Port 1 der Fritzbox anstecken und los gehts.

Ansonsten sage ich nur "siehe AGB"

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Beitragvon ger1294 » 04.02.2007, 14:02

Hallo,

gerade auf langen oder schlechten Leitungen haben die Sphairon Modems von M-net deutliche Vorteile gegenüber dem internen Modem der Fritzbox.

So konnte auf einer T-DSL Leitung mit 384 kbit/s, die eine schlechte Qualität hatte mit der Fritzbox kein Sync zustandekommen, mit einem M-net Sphairon Modem jedoch trotzdem, was den Kunden natürlich sehr glücklich gemacht hat.

Nachdem auch T-Com mittlerweile einen Schrott an Leitungen schaltet, weil halt kein Geld in Ausbau investiert wird, sondern in einen sinnlosen VDSL-Ausbau, da wo es eh schon 16000 und alles gibt, kann man also nicht sagen, die Fritzboxen würden mit T-Com einwandfrei laufen.

Die übrigen Funktionen der Fritzbox sind aber in der Tat gut, und gerade VoIP funktioniert auch noch bei schlechten Bandbreiten. Ich habe hier eine 7170 Fritzbox an einem HausLAN hängen, wo für 38 Wohnungen nur 6000er DSL vorhanden ist. Durch die vielen P2P Sauger ist hier gerade der Upstream oft recht zu, aber mit der Fritzbox klappt das Telefonieren trotzdem noch gut (und ich spar mir die Kosten für Telefonanschluss, Gespräche und DSL auch noch :D )

wmauss
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Beitragvon wmauss » 04.02.2007, 17:43

@ ger1294

Verstehe.
Kann ich denn selbst herausfinden ob es ein Leitungsqualitätsproblem ist?
Ich hatte anfangs mal alle DSL bezogenen Screens der Fritz!Box an den AVM Suppport geschickt, da waren auch Leitungsparameter drauf, wenn ich nicht irre. Die schienen aber unauffällig gewesen zu sein, jedenfalls hat der AVM Support die Ergebnisse nicht kommentiert.

Übrigens ist es bei mir so, daß zyklisch alle paar Minuten die DSL Lampe für vielleicht 30s angeht. Auf den Verbindungsaufbau habe ich von außen gar keinen Einfluß, sprich, durch einen Internetseitenaufruf kann ich diesen Verbindungsaufbau nicht initiieren. Ich kann in diesen Phasen, in denen die DSL LED leuchtet, sporadisch ping requests durchbringen. Meistens kam einer von vier Pings an www.heise.de durch mit Zeiten von 50ms.
Internetseiten konnnte ich nie laden.

@ webcam_service
Danke für den Tipp, werde ich gleich mal probieren. Ich dachte bis jetzt daß die Fritz!Box 3070 diese Möglichkeit nicht bietet.

Grüße

Werner
Zuletzt geändert von wmauss am 04.02.2007, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon wmauss » 04.02.2007, 18:09

Ich glaube, meine FritzBox 3070 kann das tatsächlich nicht.

Irgendwo bei AVM sind folgende Schritte gelistet:
Im Abschnitt "Anschluss" Option "Internetzugang über LAN A" aktivieren
Im Abschnitt "Betriebsart" Option "Internetverbindung selbst aufbauen (NAT-Router mit PPPoE oder IP)" aktivieren
Im Abschnitt "Zugangsdaten" wählen, ob Anmeldung beim Internetanbieter mit Zugangsdaten (PPPoE) oder ohne Anmeldung (IP) nötig ist

Nichts von diesen Einstellungsmöglichkeiten habe ich, trotz neuester Firmware 19.04.15.


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